Donnerstag, 14. Januar 2021
Ecuador: Bevölkerung
Die Zahlen über die Bevölkerung Ecuadors variieren je nach Quelle. Teilweise innerhalb einzelner Quellen. Demnach besteht die Gesamtbevölkerung aus ca. 18 Mio. Einwohnern, davon ca. 45 % Mestizen – das sind Mischlinge aus Weißen und Indígenas – 35 % Indígenas, ca. 10% Weißen, also Nachfahren von europäischen oder nordamerikanischen Einwanderern und ca. 10 % Afro-Ecuadorianern, den Nachfahren afrikanischer Sklaven.

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Ecuador: Geld
Quito ist die ca. 2.800 m hoch gelegene Hauptstadt des Landes mit 2,5 Millionen Einwohnern. Wegen der geografischen Lage im Graben zwischen den Kordilleren ist die Stadt 60 km lang, aber nur wenige km breit. Die koloniale Altstadt ist UNESCO-Welt-Kulturerbe. Wegen seiner strategisch günstigen Lage war Quito schon in vorkolonialer Zeit ein Zentrum. Nach der Eroberung gründeten die Spanier 1534 erstmals offiziell die Stadt. Sie ist Verkehrsknotenpunkt für den internationalen Flugverkehr, die nationalen Buslinien und für die einzige Bahnlinie, die von der südlichen Pazifikküste hoch über die westliche Kordillere nach Quito und wieder hinunter an die nördliche Pazifikküste verläuft.

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Ecuador 2015 - En viaje - Unterwegs (3)
Dritter Tag: Heute wollen wir Quito „erobern“. Zuerst müssen wir die „Perle“ des Hauses begrüßen, die den Abwasch macht und für abends vorkocht. Für zehn Uhr ist ein Taxi bestellt, das auch pünktlich ankommt. Der Fahrer ist deutlich erstaunt, als ich ihm auf dem Stadtplan von Quito zeige, wo wir hin wollen. „Quito? La Capital?“ fragt er etwas ungläubig. „Si, señor“. Er fährt eine abenteuerliche Strecke, verirrt sich in eine Sachgasse, fragt zwei Kollegen. Schließlich kommen wir aber doch an der Haltestelle des „Turbus“ an: eine Stadtrundfahrt.

Um es vorweg zu nehmen: die Busfahrt hat sich nicht gelohnt. Der Turbus kutschiert uns elend lange durch hässliche Gegenden, der englische Kommentar ist weitgehend unverständlich, weil der Bus und der Verkehr zu laut sind. Ein Beispiel: auf der Rückfahrt – schon im Dunkeln – passieren wir drei Krankenhäuser, die beschrieben werden. Es wäre interessant gewesen, wenn dabei etwas über das Gesundheitswesen erklärt würde. Wird aber nicht.



Wir steigen an der Plaza Grande aus und folgen dem Rundgang aus dem Reiseführer. Aber das Programm gerät etwas aus den Fugen, weil zwei Kirchen über Mittag geschlossen sind. Wir beginnen mit der Jesuitenkirche, die uns erschlägt: außen mit Figuren, Ornamenten, gedrehten Säulen, innen mit Gold überladen. Die Augustinerkirche ist geschlossen, dafür genehmigen wir uns gleich nebenan eine Erfrischung in einem schnuckeligen Café, wo der Kaffee selbst gebrannt wird.

Santo Domingo ist ebenfalls zu, also flanieren wir durch die Ronda, eine kleinen Gasse entlang der alten Stadtmauer. Aufgehübscht zur Touristenmeile mit Restaurants und Läden ohne Stil. Dafür werden wir Zeugen eines skurrilen Polizeieinsatzes: ca. fünf Mann filzen einen Straßenhändler wie einen Schwerverbrecher: Hände an die Wand, Beine breit, Taschen auslehren. Was der arme Mann „verbrochen“ hat, bleibt unklar. Schließlich lassen sie ihn laufen. Sein Gesichtsausdruck verrät: das war nicht das erste Mal.

In der Casa Alabado ist eine sehr schöne Ausstellung prähistorischer und frühgeschichtlicher Keramiken, teils profaner Art, überwiegend aber kultischer Bestimmung. - Die Plaza Grande pulsiert: Familien, Männergruppen, Frauen genießen den Abend. Schuhputzer, Straßenhändler, Bettler wuseln. Über allem eine ruhige, aber lebhafte Atmosphäre. Eine Gruppe mit einem großen Transparent demonstriert lautstark: Es geht um Bergbau und die Zerstörung der Lebenswelt dieser Menschen.



San Augustin ist jetzt offen: sehr düster, fast deprimierend. Gerhild hockt erschöpft in einer Kirchenbank. Zwei Schmalzbällchen von einem Imbiss-Wagen bringen neue Energie.

Da es anfängt zu regnen, „machen“ wir noch die Kathedrale: Ästhetisch sehr wenig Unterschied zum Karussell-Stil des Freimarkts. Kitsch as Kitsch can! Wir entern den letzten Turbus an der Jesuitenkirche. Es regnet jetzt in Strömen und wir werden wieder durch langweilige Straßen hoch zur „Virgen“ kutschiert. Hoch oben wird ein Berg von einer Marien-Statue gekrönt. Die dreißig Minuten Aufenthalt verbringen wir wegen des Unwetters im Bus. Dann quält sich der Bus durch den Feierabendverkehr zurück zum Ausgangspunkt Botanischer Garten.

Wir erwischen gleich ein Taxi, das uns in rasanter Fahrt nach Tumbaco bringt, dem Vorort, wo Christiane und Rainer wohnen. Der Fahrer verfährt sich gründlich. Ein Kollege schickt ihn auf die falsche Fährte. Die Zeichnung von Christiane erschließt sich ihm nicht. Schließlich ruft er Christiane an, die ihn per Telefon manövriert. Christiane und Rainer haben sich schon Sorgen gemacht: es ist bereits 20.30 h. Sorry! Das leckere Abendbrot von der „Perle“ versöhnt uns wieder.

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