Mittwoch, 29. April 2026
Tschernobyl als Wendepunkt
Die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl hätte eigentlich gar nicht passieren können. Die Broschüre „66 Fragen…“, die die Elektrizitätskonzerne zur Beruhigung der Bevölkerung in den 70ern herausgab, befand: Ein „Kernkraftwerk“ kann nicht Explodieren! Nein? Ist aber und zwar am 26. April 1986 in Tschernobyl!

Die Politik Offizieller Stellen von der UdSSR bis Bayern verschwieg zunächst (SU) und beschwichtigte dann (Bundesregierung und bayrische Politiker).

Derweil entstand eine riesige radioaktive Wolke und zog in westlicher und nordwestlicher Richtung. Besonders betroffen waren Bayern und Skandinavien. Der Bundesinnenminister Zimmermann (CSU) schloss die Gefährdung der Bundesbürger „absolut aus“. Sein Parteikollege und bayrische Umweltminister Alfred Dick demonstrierte die angebliche Harmlosigkeit der Strahlung, indem er verstrahlte Molke öffentlich vom Finger leckte.

Derweil strafen die Messinstrumente an bayrischen AKWs die Politiker Lüge: Sie schlagen außerhalb der Meiler höher aus als im inneren Kontrollbereich. Ein leitender Mitarbeiter gesteht später, er habe Anweisung von der Aufsichtsbehörde (d.i. die Umweltbehörde), die Öffentlichkeit nicht zu informieren.

Die Jodkonzentration ist am 1. Mai 120 mal höher als normal. Die Verstrahlung des Bodens: 300.000 Bq/kg, von Milch 12.0000 Bq/kg. Das sind extrem hohe Werte! Später galt der Grenzwert für Milch 500 Bq/l., in Hessen sogar nur 20 Bq/l.

Gleichzeitig treibt die bayrische Regierung den Bau einer Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) im fränkischen Wackersdorf massiv gegen den Protest der Bevölkerung voran. Ministerpräsident (MP) Franz-Josef Strauß: „Eine WAA ist nicht gefährlicher als eine Fahrradspeichenfabrik.“ Dennoch wird – nicht nur in Bayern, aber selbst da – sie Anti-AKW-Bewegung immer stärker, so dass das WAA-Projekt zuletzt aufgegeben werden muss.

Die Verstrahlung betrifft beim Menschen zunächst sensible Körperteile, u.a. die Keimzellen und das Gehirn. Es liegt nahe, darauf die pathologische Sorglosigkeit bayrischer Politiker zurückzuführen. Unbekümmert betreiben sie ihre AKWs weiter, bis zuletzt, als in Deutschland alle AKWs abgeschaltet werden.

Auch dann noch zeigt sich MP Söder (CSU) unbelehrbar: Er schließt aus, dass in Bayern ein Endlager für radioaktiven Abfall gebaut wird, obwohl natürlich auch die bayrische AKWs Müll hervorbringen. Schlimmer noch, er fordert ein ums andere Mal die AKWs wieder in Betrieb zu nehmen, wogegen sich selbst die Energiewirtschaft positioniert. Die neueste Schnaps-Idee sind Mini-AKWS, die natürlich ebenfalls Müll produzieren und gefährlich sind, aber gleichmäßig im Land verteilt werden können.

Gleichzeitig weigert sich Söder stur dagegen, Windkraft-Strom aus dem Norden zu transportieren und die erneuerbaren Energiequellen Wind und Sonne auszubauen. Das ist umso bedrohlicher, als die Bundesregierung, besonders die Wirtschaftsministerin, energisch gegen Erneuerbare polemisiert und handelt.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Gräser wandern
Das Regionalmagazin des Bremer Fernsehens präsentierte ein biologisches Wunder: Im Rahmen einer Warnung für Allergiker vor Pollen wurde vor Hasel, Buche und Eiche gewarnt: Dann kam das Wunder: "Gräser sind schwach unterwegs." Was wäre wenn nicht, wenn ganze Wiesen und Rasen sich auf die Wanderung machten? Nicht auszudenken!

... link (0 Kommentare)   ... comment