Mittwoch, 10. Juni 2026
Neuer Riss in der Brandmauer
jf.bremen, 17:36h
Wir erinnern uns: Bundeskanzler Merz beschwerte sich in öffentlicher Rede über das „Stadtbild“ und meinte damit MigrantInnen und Migranten in deutschen Städten, die sein ästhetisches Weltbild stören. Nun Ja. Im Sauerland waren und sind Migranten wohl eher die Ausnahme. Zum Glück gab es für die Entgleisung heftigen Protest in der Politik, den Medien und der Zivilgesellschaft.
Der Satz blieb leider nicht folgenlos: In Gelsenkirchen zerrten etwa zehn AfD-Lokalpolitiker Roma aus ihren Häusern und zwangen, sie die Straße zu fegen, und forderten: „Diese Menschen müssen unsere Stadt verlassen.“
Ja, die heruntergekommenen Bruchbuden „stören“, in denen zu Wuchermieten zu wohnen viele von ihnen gezwungen sind. Aber: Das ist nicht die Schuld der betroffenen Roma, die sehr wahrscheinlich Zuwanderer sind, sondern die Schuld einer restriktiven Migrationspolitik, die die Lebensumstände der Menschen durch bürokratische Willkür, mangelnde finanzielle und praktische Unterstützung verursachen.
Der Fall erinnert an 1939, als die Nazis im überfallenen Österreich, in Wien Juden zwangen, mit Zahnbürsten die Straße zu reinigen. Die Faschisten sorgten dann wenig später auch dafür, dass Juden nicht nur Wien „verlassen“ mussten.
Und der Fall zeigt erneut: nur die Methoden der Regierenden und der Rechtsextremen unterscheiden sich. Der Kanzler labert nur, werden die Rechten gedacht habe, wir aber handeln, ganz im Sinn unserer Vorbilder, den Nazis.
Der Satz blieb leider nicht folgenlos: In Gelsenkirchen zerrten etwa zehn AfD-Lokalpolitiker Roma aus ihren Häusern und zwangen, sie die Straße zu fegen, und forderten: „Diese Menschen müssen unsere Stadt verlassen.“
Ja, die heruntergekommenen Bruchbuden „stören“, in denen zu Wuchermieten zu wohnen viele von ihnen gezwungen sind. Aber: Das ist nicht die Schuld der betroffenen Roma, die sehr wahrscheinlich Zuwanderer sind, sondern die Schuld einer restriktiven Migrationspolitik, die die Lebensumstände der Menschen durch bürokratische Willkür, mangelnde finanzielle und praktische Unterstützung verursachen.
Der Fall erinnert an 1939, als die Nazis im überfallenen Österreich, in Wien Juden zwangen, mit Zahnbürsten die Straße zu reinigen. Die Faschisten sorgten dann wenig später auch dafür, dass Juden nicht nur Wien „verlassen“ mussten.
Und der Fall zeigt erneut: nur die Methoden der Regierenden und der Rechtsextremen unterscheiden sich. Der Kanzler labert nur, werden die Rechten gedacht habe, wir aber handeln, ganz im Sinn unserer Vorbilder, den Nazis.
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