Montag, 10. Oktober 2022
Solidarität auf Polnisch
Als die deutsche Bundesregierung kürzlich den "Doppelwumms" plante, in dem sie Unternehmern und Verbrauchern mit 200 Milliarden Euro unter die Arme greifen will. Er folgte damit einem Modell, das u.a. in Frankreich, Italien, Spanien bereits realisiert wurde.

Bei dem polnischen Ministerpräsidenten löste das wohl Übelkeit aus: Deutschland würde etwas versprechen, was sich ärmere Ländern, wozu er auch Polen zählte, nicht leisten könnten. Nun ja, müssen sie auch nicht: Das 80-Millionen-Volk der Deutschen hat größeren Bedarf als das 30-Millionen-Volk Polen.

Überraschend forderte er von Deutschland aber "Solidarität" mit den ärmeren Ländern - was immer das auch heißen soll. "Solidarität" klingt bei Morawieckis (PiS) so unwahrscheinlich wie Sonnenbrand am Nordpol. Man hätte es gern gehört, als 2015 hunderttausende Flüchtlinge aus Bürgerkriegsländern und Diktaturen nach Europa drängten, von denen Deutschland achthunderttausend aufnahm, während Polen sich hartnäckig weigerte, auch nur hundert aufzunehmen. Wo war da die Solidarität nicht nur mit Deutschland, sondern vor allem mit den Flüchtlingen?

Heute nimmt Polen ukrainische Kriegsflüchtlinge auf, außer den schwarzen Studenten aus Kiew und anderswo. Die könne ja nach Deutschland weiterreisen.

Solidarität heißt Gegenseitigkeit und ist unteilbar. Das dem Herrn Ministerpräsidenten ins Stammbuch!

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Ente? Nicht jeden Tag!
Neulich wurde in den Nachrichten für Kinder über Energiesparen gesprochen. Die Kinder zählten auf, wie man/frau sparen kann. Man kann die Heizung `runterdrehen, nur stoßweise lüften, den Gasherd auf Sparflamme stellen, immer beim Verlassen eines Raums das Licht ausmachen usw. Zuletzt kam von einem Jungen der Ratschlag, man müsse ja nicht jeden Tag eine Ente in den Backofen schieben.

Da wäre ich nicht so einfach drauf gekommen.

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Kein Strom für Söder!
Der überwiegende Teil des Stroms kommt in Deutschland aus dem Norden, vor allem der Öko-Strom. So viel, dass die Stromleitungen nach Süden es manchmal nicht packen. Das liegt daran, dass Söder, die CSU und das Land Bayern sich starrköpfig weigern, zusätzliche Leitungen und mehr Windräder ins Land zu lassen.

Allerdings habe man, so Söder, ein AKW in Bayern, das man auch behalten wollen, trotz der nachgewiesenen Schäden, die ein Sicherheitsrisiko darstellen. Zudem müsse man ja Strom, also Atom-Strom, nach Frankreich exportieren.

Da fragt sich der kritische Zeitgenosse: "Hä, die haben doch selber ganz viele AKWs." Stimmt, aber die Hälfte davon liegt still - wegen nachgewiesener Schäden und wegen Sicherheitsrisiken.

Wo, bitte sehr, Herr Ministerpräsident, ist da die Logik? Das beweist mal wieder - entgegen allen Behauptungen - wie miserabel das bayrische Bildungssystem ist.

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