Mittwoch, 20. Mai 2026
Großzügiger Verzicht auf Diäten-Erhöhung
Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Bundestag, Jens Spahn, gab sich großzügig: Angesichts der Zumutungen, die die Bundesregierung durch Sozial-Reformen den BürgerInnen auferlegt, wollen er und alle anderen Abgeordnete auf die Erhöhung der Abgeordneten-Diäten um 497 € auf 12.330 € verzichten.

Das kann man mal gegenrechnen z.B. mit dem Bürgergeld. Rund 500 € ist ungefähr das, was einE Bürgergeld-EmpfängerIn im Monat bekommt. Oder umgekehrt: Das monatliche Salär eines/r Abgeordneten/in beträgt 12.000 €. Das eines 15-Euro-Jobbers beträgt ungefähr 3.000 €. Davon kann man keine Familie ernähren. Oder die Frau muss arbeiten, was zulasten der Kinder geht, oder er muss einen zweiten Job – z.B. Zeitung austragen – annehmen, was zulasten der Familie geht.

Auch viele Abgeordnete haben Nebenjobs wie Aufsichtsratsvorsitzende oder Firmenbeteiligungen. In einem Fall waren das sechzehn Nebenjobs. Wie so jemand noch Zeit für die Parlamentsarbeit hat, bleibt dessen Geheimnis. Kurzum: Das System ist ungerecht.

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