Montag, 31. August 2026
Normal geht anders
Im Sommerinterview des ZDF mit dem AfD-Vorsitzenden Chrupalla betonte dieser mehrfach, der Sommer 2026 in Deutschland sei „ganz normal“ gewesen. miniaturen kommt zu dem gegenteiligen Ergebnis.

Sommer 2026: In Deutschland wurden wochenlang Temperaturen gemessen wie sonst nur in der Sahara: bis über 40°. Normal?
Sommer 2026: die drei großen schiffbaren Flüsse Elbe, Donau und Rhein führten so wenig Wasser wie nie, so dass die Schifffahrt eingestellt werden musste. Normal?
Sommer 2026: 15.000 Hitzetode – die Bevölkerung einer Kleinstadt - sind zu beklagen. Normal?
Sommer 2026: Das Trinkwasser wird knapp, musste teilweise rationiert werden. Normal?
Sommer 2026: Der Asphalt in den Städten quoll auf und der Straßenverkehr wurde beeinträchtigt. Normal?
Sommer 2026: Unwetter entwurzelten Bäume, überschwemmten Städte und Täler. Normal?
Sommer 2026: Wald- und Moorbrände verwüsteten die Natur. Normal?
Sommer 2026: Die Dürre ließ die Ernte auf den Feldern verdorren, die Bäume werfen schon im August ihre Blätter, wegen Wassermangel. Normal?
Sommer 2026: etc…Normal?

Wenn das alles normal ist, dann muss Normalität neu definiert werden. De Erfahrungen der Mehrzahl der Deutschen über 21 und die einhelligen Ergebnissen der Wissenschaften widersprechen Weidel und Chrupalla.
Nun könnte man Herrn Chrupalle Naivität, Ignoranz oder Schlimmeres unterstellen. Aber seine Vorstandskollegin Weidel vertritt nahezu zeitgleich im ARD-Interview nahezu wortgleich den gleichen Unsinn. Sie ist promovierte Ökonomin, der man derartige Vorwürfe nicht so einfach unterstellen kann.
Das bedeutet: Die beiden - und wahrscheinlich die meisten Parteimitglieder – sind bösartige, interessengeleitete ZYNIKER.

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