Mittwoch, 5. August 2026
Wirtschaft und Regierung - schamlos
Bisher schon drohte die Klimakatastrophe nur und man konnte noch auf eine Änderung hoffen. Damit ist jetzt Schluss: Die Katastrophe läuft auf Hochtouren. Die Kassandrarufe der Umweltschützer verhallten weitgehend ungehört. Jetzt brennt schon den dritten Sommer die Hitze mit Temperaturen bis und über 40 Grad. Der ganze Mittelmeerraum brennt lichterloh. Die Flüsse haben so wenige Wasser wir nie zuvor. Die Schifffahrt ist erheblich eingeschränkt bis unmöglich geworden. In Ungarn und Rumänien mussten AKWs abgeschaltet werden, weil das Kühlwasser fehlt. In den Bergen schmelzen die Gletscher. Felsen und Schlammlawinen rutschen in die Täler. Und was noch alles.

Inzwischen leidet auch die Wirtschaft. Rohstoffe als Massengüter können nur eingeschränkt geliefert werden, weil die Schifffahrt nicht mehr geht. Autofabriken müssen ihre Produktion einschränken oder einstellen. Und was noch alles.

Die Kassandrarufe der Ökos werden immer verzweifelter. Nur von der Wirtschaft ist kein kritisches Wort zu hören. Stattdessen kommen unsinnige Vorschläge: Einer forderte die Tage, den Rhein einfach tiefer auszubaggern, damit die Schiffe wieder Wasser unter die Kiele bekommen. Ein Schwachsinn, denn dadurch kommt nicht mehr Wasser aus den Bergen, es fließt nur eine Etage tiefer und zudem schneller, so dass die Erosion verstärkt wird.

Derweil verhandelt die Wirtschaftsministerin in Hinterzimmern mit der Gasindustrie: Die Regeln für den Verbrauch des extrem umweltschädlichen Methan-Gases sollen gelockert werden. Eine Ministerin als schamlose Lobbyistin: Das gab’s früher nicht in der Form, da wurden Lobby und Regierung wenigstens personell und lokal getrennt, wegen des Anstands. Der ist der aktuellen Regierung gänzlich abhandengekommen. Unbeirrt von den sinkenden Umfragewerten von CDU und SPD ziehen die ihr Ding durch.

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