Samstag, 5. September 2026
Bürokratieabbau nach Rainers Art
Metzgermeister und Landwirtschaftsminister Rainer (CSU) macht ernst mit dem Koalitionsvertrag: Er plant den Abbau von Bürokratie. Sein Objekt sind die Subventionen für landwirtschaftliche Großbetriebe. Diese leiden angeblich unter den gestiegenen Diesel- und Düngemittelpreisen. Da muss doch was zu machen sein? Aber sicher!

Rainer will mit 60 Millionen Euro den Notleidenden unter die Arme greifen, aber unbürokratisch. Das heißt in diesem Fall: Anträge? Nicht nötig. Verwendungsnachweis? Aber nein, Bürokratie soll abgebaut werden.

Wem das nicht reicht, der kann dann zusätzlich zinsverbilligte Kredite und zusätzliche Steuerprivilegien bekommen. Das sei notwendig, weil viele Betriebe in ihrer Existenz gefährdet sind. Wieso denn das? Schon jetzt bekommen viele die Hälfte ihres Einkommens aus Staatsmitteln.

Rainer sollte seine Pläne tunlichst geheim halten, denn wenn sich das z.B. bei Menschen mit Wohngeld oder Bürgergeld oder bei freien Trägern der Jugendarbeit oder zivilgesellschaftlichen NGOs rumspricht, könnt das Begehrlichkeiten wecken. Bei denen wird nämlich peinlich genau auf fristgerechte, korrekte Anträge und Verwendungsnachweisen bestanden. Und auf Nachweis des Bedarfs, versteht sich.

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