Samstag, 21. März 2026
Unwetter über Manuel Hagel
Manuel Hagel (CDU) ist bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg knapp, sehr knapp unterlegen. Im Wahlkampf half ihm die Erzählung, er habe Morddrohungen bekommen. Hat nur leider für ihn, nicht geklappt. Jetzt hilft ihm Jens Spahn – Ex- Gesundheitsminister mit einem Masken-Skandal im Gepäck, CDU-Fraktionsvorsitzender im Bundestag. Der hat vorgeschlagen, den Posten des Ministerpräsidenten rotieren zu lassen. Andere halten das für keine gute Idee.

Noch ist Hagel nicht im Amt, da verhagelt die Tageszeitung „Welt“ ihm das Korn. Die Morddrohungen seien eine Erfindung Hagels. Die entsprechenden Briefe seinen verschwunden, die Polizei habe auch weder eine Anzeige noch Beweise. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt nicht.

Peinlich, peinlich.

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Montag, 16. März 2026
Die reichsten Twens in Deutschland
Wer sich jüngst eine neue Kloschüssel gekauft hat - sie stammt mit großer Wahrscheinlichkeit von dem Sanitärgroßhandel Cordes & Graefe. Ja und, wirst du dich fragen. Wenn du unter dreißig Jahre alt bist, wird dich vielleicht interessieren, dass einer deiner Altersgenossen, Carl-Anton Kurz, 27 Jahre alt, Erbe eines Vermögens von 1,1 Milliarden US-Dollar von der Fa, Cordes &Graefe ist. Das jedenfalls kann man im US-Magazin FORBES lesen, das jährlich eine Liste der reichsten Menschen der Welt veröffentlicht.

Verglichen mit dem Vermögen von Johannes von Baumbach, 20 Jahre alt, ist das wenig. Er verfügt über 6,6 Milliarden $. Von Baumbach ist Erbe der Fa. Bohringer-Ingelheim. Kennst du nicht, dann hast du nie die Verpackung deiner Medikamente studiert. Ich jedenfalls muss seit Jahren eins dieses Pharma-Unternehmens benutzen und habe damit nicht unwesentlich zum Privatvermögen von Johannes beigetragen.

Die Drogeriekette dm rühmt sich gern ihrer fortschrittlichen Geschäftsidee. Kevin David Lehmann, 23 Jahre, ist Erbe eines der Besitzer und hat 4,9 Milliarden US-Dollar auf dem Konto. Auch nicht schlecht. Wer in einer dm-Drogerie ein Stück Seife gekauft hat, hat mit zu dem Vermögen beigetragen.

Wenn sich jetzt andere Twens der Gesellschaftsschicht „Normalbürger“ fragen, warum sie finanziell mit dem Hintern nicht hoch kommen, ist die Antwort: Weil ihr die Besitzer bestimmter Unternehmen mit füttert. Und weil ihr nichts geerbt habt. Tatsächlich haben alle Superreichen aus der Forbes-Liste ihr Vermögen nicht selbst erarbeitet, sondern geerbt.

Das sind nur drei der sechs reichsten Deutschen unter 30 Jahren, die Forbes ermittelt hat. Die anderen drei ersparen wir dem Leser. Die Botschaft dürfte klar sein.

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Samstag, 14. März 2026
miniaturen aktuell (2)
Der sächsische Ministerpräsident Kretzschmer lässt uns seine Haltung zum Iran-Krieg wissen: Er ist dagegen! Aber, um keine Irrtümer aufkommen zu lassen, nicht aus christlicher Nächstenliebe oder humaner Gesinnung, sondern weil die Benzinpreise steigen und die Wirtschaft leidet. Dass Menschen leiden, ist wohl egal?

Immer wieder erreichen uns Meldungen über Attentate jüdischer Siedler in den besetzten Gebieten oder völkerrechtswidrige Handlungen der IDF (Israel Defence Forces). Wenn internationale oder israelische Medien die Armeeführung oder das Verteidigungsministerium um Stellungnahme ersuchen, erhalten sie die Antwort, man werde die Vorgänge prüfen. Danach erfährt die Öffentlichkeit nichts mehr über das Ergebnis der Prüfungen.

miniaturen problematisiert immer mal wieder die wachsende Kluft zwischen Armut und extremem Reichtum. (Suchwort: Reichtum)
Die Statistik des US-Magazins Forbes liefert neue Zahlen: Elon Musk, Chef des Raumfahrtkonzerns SpaceX und der Elektro-Auto-Fabrik (Tesla), ist der reichste Mann der Welt. Geschätzt hat er ein Vermögen von 839 Milliarden Dollar. Aber er ist nicht allein: Außer ihm gibt es 3.348 Milliardäre, immerhin 400 mehr als im Vorjahr.
Deutsche Milliardäre nagen auch nicht am Hungertuch. Der reichste Deutsche – Lidl-Chef Dieter Schwarz - lässt seine MitarbeiterInnen das Vermögen von nur 67 Milliarden erwirtschaften. Kommt damit aber auf immerhin Platz 29 der Forbes-Liste und hat sich damit seit dem Vorjahr um acht Plätze verbessert. Das durchschnittliche Jahreseinkommen in Deutschland beträgt 51.856 Euro. Wie lange muss ein Durchschnitts-Arbeitnehmer auf ehrliche Art arbeiten, um das Vermögen von Lidl-Chef Schwarz zu erreichen? Sehr lange! So lange kann Schwarz nicht gearbeitet haben. Er muss sein Vermögen also auf weniger ehrliche Weise angehäuft haben.

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Mittwoch, 4. März 2026
miniaturen aktuell (1)
Die Tagespresse meldet, das Bundesamt für Verfassungsschutz warne: Synagogen und jüdische Schulen kämen für Vergeltungsmaßnahmen - für die Angriffe der USA und Israels – infrage. Brauchen wir dafür einen Verfassungsschutz? Ohne langes Nachdenken kommt jedermann auf so eine Erkenntnis und die Spatzen pfeifen es von den Dächern.

Aus Washington wird anlässlich des Besuchs von Bundeskanzler Merz beim US-Präsidenten Trump gemeldet: Trump hat seinen „Freund“ Merz gelobt, er mache seine Arbeit sehr gut. Nach solchem Lob aus so einem Mund würde ich mich fragen, was ich falsch gemacht habe. So nicht Merz: er nimmt es geschmeichelt lächelnd zur Kenntnis.

In Beit Shenesh (Israel) schlägt eine Rakete ein. Menschen sterben, u.a. zwei Personen in ihrem Schutzraum. Daraufhin wurde eine Untersuchung durch die israelische Armee eingeleitet. Ergebnis: Alle Sicherheitsansprüche seien erfüllt gewesen. Das ist absurd, dadurch werden die Toten nicht wieder lebendig.

Laut taz vom 4.3.26, S. 60 soll ein Stabsunteroffizier Nazi-Sprüche geäußert haben. Vier Zeilen weiter wird der Betreffende als „Offizier“ tituliert.
Merke: StabsUNTERoffizier ist der zweite Unteroffizierdienstgrad. Ein Offizier – ab Leutnant – ist etliche Dienstgradstufen darüber.
Wer - wie laut Vorstellung des Autors am Ende des Artikels - über Verteidigungsthemen schreibt, sollte wenigstens die Dienstgrade kennen. Zur Lektüre empfohlen Dienstgrade der Bundeswehr – Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Dienstgrade_der_Bundeswehr

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Montag, 23. Februar 2026
Kehrtwende
Was ist denn nur in Bundesinnenminister Dobrindt (CSU) gefahren? Jetzt schlägt er eine Maßnahme vor, die von NGOs, Linken, Liberalen und den Oppositionsparteien (außer AfD) seit Jahrzehnten gefordert wird: Asylbewerber und andere Immigranten sollen bereits drei Monate nach ihrer Einreise arbeiten dürfen! Das wird von SPD, Linken und Grünen ausdrücklich begrüßt. Sollte er sich an den Koalitionsvertrag erinnert haben? Vielleicht. Aber er dürfte auch im Blick haben, die Sozialausgaben zu schonen und die möglichen Steuereinnahmen zu kassieren.

Illegale sollen allerdings weiter ausgewiesen werden. Der AfD ist auch das nicht genug: Sie fordert die sofortige „Remigration“.

Aber das ist nicht der einzige Pferdehuf. Gleichzeitig mit dem "Reformgesetz" werden die Bedingungen der Integration von Geflüchteten massiv verschärft. So werden die Mittel für Integrationskurse radikal gekürzt, so dass überhaupt nur ein Bruchteil der Betroffenen in deren Genuss kommt. Damit verbunden ist auch der Spracherwerb. Nun wäre Dobrindt in der Pflicht zu erklären, wie Menschen nach nur drei Monaten die deutsche Sprache so gut könne, dass sie eine halbwegs qualifizierte Arbeit aufnehmen können. Der vom Innenminister reklamierte Integrationseffekt von Arbeit wird damit gleich wieder zunichte gemacht. Der Sachstand ist schlechter als je!

Eine zweite Volte schlug Dobrindt in Sachen schießwütige Polizei: Im Zweifel nähme er für die Polizei Stellung. Krimielle seien aber nicht zu schonen. Ach, so erklärt Dobrindt sich die Wirklichkeit: Polizei und Kriminelle bestimmten das Geschehen.

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Undankbare Richter
Der oberste Gerichtshof der USA hat die jüngst erhobenen Zölle auf Importwaren in Höhe von bis zu 50% als verfassungswidrig abgelehnt. Derartige Zölle dürften nicht allein vom Präsidenten erlassen werden, sondern müssten vom Kongress beschlossen werden.

US-Präsident Trump zeigte sich „sehr enttäuscht“ über das Urteil. Er hatte doch extra vorher mehrere Richter seiner Wahl für den Gerichtshof ernannt. Und nun haben auch diese Richter gegen ihn entschieden. Wie undankbar!

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Wem nützen gesüßte Limos?
Zucker hat viele negative Auswirkungen auf den Körper. Er macht schlaff, antriebslos, müde, depressiv und krank. Das ist die Kurzfassung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Fettleibigkeit von Kindern behandeln Ärzte zunächst durch Vermeiden süßer Getränke. Fast jedes fünfte Kind in Deutschland ist betroffen.

Auf dem CDU-Bundesparteitag brachte der Landesverband Schleswig-Holstein einen Antrag für eine Limo-Steuer auf gesüßte Getränke ein. Der Parteitag lehnte den Antrag ab mit der Begründung, die Limo-Steuer schade der Wirtschaft.

Nun wissen wir es ganz genau: Die CDU nimmt den nachgewiesenen Schaden für Kinder in Kauf, lehnt den vermuteten Schaden für die Wirtschaft ab. Es gibt Hoffnung: Daniel Günter, CDU-Landesvorsitzender und Ministerpräsident in Schleswig-Holstein, will eine Bundesratsinitiative starten. Gut so und viel Erfolg!

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Montag, 9. Februar 2026
Persönliches im Baum
Rechtzeitig zu Weihnachten 2026 findet eine Messe mit Weihnachtsartikeln statt. Die Veranstalterin erklärte, sie wolle „mehr Persönliches in den Baum bringen“. Was immer das heißt. Die Formulierung ist an skurriler Dummheit kaum zu überbieten. Jedenfalls aber einfach lächerlich.

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Samstag, 17. Januar 2026
Südstaat als Lösung
Während des 2. Weltkriegs berieten die Alliierten – Frankreich, Großbritannien, Sowjetunion und USA – mehrfach an verschiedenen Orten – u.a. Casablanca, Jalta, zuletzt in Potsdam – darüber, wie Deutschland nach dem Sieg zu behandeln wäre. Erklärtes Ziel war, Deutschland so weit zu schwächen, dass es nie wieder in der Lage wäre, einen Krieg zu beginnen.

Dazu gab es im Lauf der Jahre sehr unterschiedliche Überlegungen und Pläne, die eins nach dem anderen verworfen wurden, mit Ausnahmen. Dazu gehörte der Morgenthau-Plan, der vorsah, Deutschland in den Status eines reinen Agrarlandes zurückzuversetzen. Andere Pläne sahen eine Zerschlagung des Landes in Einzelstaaten vor. Ein Modell sollte einen Oststaat östlich der Elbe, einen Nordstaat und einen Südstaat etablieren. Der Südstaat sollte aus dem heutigen Bayern und Österreich bestehen. Resultat waren schließlich die vier Besatzungszonen. Österreich blieb verschont deutsch zu werden.

Achtzig Jahre später kam der bayrische „König“ Söder mit dem Vorschlag um die Ecke, einige Bundesländer mit einander zu fusionieren. Dabei sollen die Stadtstaaten und Kleinstaaten wie z.B. das Saarland geschleift werden; vor allem Bremen ist ihm ein Dorn im Auge.

Erwartungsgemäß kam heftiger Protest aus Norddeutschland. Der Bremer Bürgermeister wies darauf hin, dass hier ein Luft- und Raumfahrtzentrum sei. Dass über die Bremer Häfen ein Großteil des überseeischen Im- und Exports abgewickelt wird. U.a. werden Autos aus bayrischer Produktion hier verschifft (BMW, Audi). Das dürfte sich angesichts der Talfahrt dieser Marken wegen ihrer Resistenz gegen Elektroautos in Zukunft erübrigen.

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident wies auf die Bedeutung der Stromproduktion durch Wird im Norden hin. Dieser Strom betreibt die bayrischen Fabriken, da Bayern in Sachen erneuerbare Energie im letzten Jahrhundert stecken geblieben ist.

Nun gut: Da der Fleischfetischist Söder für rationale Argumente unzugänglich ist, dürfte sich da nicht viel tun. Also sollte man auf den alten Plan zurückkommen, und Söderland mit Österreich vereinigen. Dann ist vielleicht endlich mal Ruhe.

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Montag, 12. Januar 2026
Da haben wir es!
Wie zu erwarten wird das Verdikt „linksextrem“ jetzt gegen Klima-AktivistInnen und andere Linke angewandt. Innenminister Scheuer hat angekündigt, den „Sicherheitsapparat“ zu verstärken, um gegen „Klima-Extremisten“ vorzugehen. Dabei scheut er auch martialische Sprache nicht: „Wir schlagen zurück“. Das kommt davon, wenn vermeintliche „Linke“ als Modell benutzt werden.

Das alte Gegenargument, der Sicherheitsapparat wäre auch ohne die „Vulkangruppe“ ausgebaut worden, zieht nicht. Der unpopuläre Terroranschlag gegen das Stromnetz in Berlin liefert Scheuer und Konsorten wie gewünscht eine Steilvorlage für den Vorwand und die „Rechtfertigung“ .

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