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Mittwoch, 1. Januar 2025
Da hilft nur Sarkasmus
jf.bremen, 19:24h
Die Dummen sterben nicht aus, es ist aber nah daran. In der Silvesternacht sprengten fünf sich mit überdimensionierten , selbstgebauten und verbotenen
Sprengkörpern in die Luft. Die Schwer- und Schwerstverletztem werde zusätzlich gezählt.
Sprengkörpern in die Luft. Die Schwer- und Schwerstverletztem werde zusätzlich gezählt.
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Dienstag, 31. Dezember 2024
Wir sind alle blind
jf.bremen, 15:34h
Der Jahreswechsel zwingt uns zu Rückblicken. Die Bilanz 2024 ist alles andere als rosig: Kriege an allen Weltecken, Diktatoren und ihre Gefolgschaft erobern eins ums andere Land. Klimakrise weltweit. Terror im eigenen Land. Politiker, die sich von Gesetzesverschärfungen mehr Sicherheit versprechen, nicht schnallen, dass das nur neue Terroristen produziert. Die alten Gewissheiten sind ins Wanken geraten.
Die Bürger suchen nach Ankern, die mehr Sicherheit versprechen. Zu beobachten jeden Tag auf den Straßen der Stadt. Erstklässler werden mit Frontlicht, rückstrahlendem Tornisten, funkensprühenden Schuhen, Warnwesten und reflektierenden Armbinden ausgestattet. Nicht einzeln, sondern das ganze Programm wird präsentiert. Hunden laufen an reflektierenden Leinen, haben blinkende Halsbänder und Reflex-Westen.
Radfahrer, traditionell bei Dunkelheit völlig unbeleuchtet, haben außer den vorgeschriebenen Lampen vorn und dem Rückstrahler eine Stirnlampe, zusätzliche Blinklampen hinten, Warnwesten, reflektierende Helme, Handschuhe, Hosenbäder und Armbinden. Radwege säumen im 50-Meter-Abstand eigene Laternen.
Auch Autos werden inzwischen über das Vorgeschriebene hinaus mit Lichtquellen und Blinkern aufgerüstet. Jogger verfügen außer über alle möglichen Reflektoren über Stirnlampen.
Es gibt einen Roman, der in einem Dorf in Westafrika zwischen Mali und Senegal spielt. Dort kennt man keine künstliche Beleuchtung, man findet sich auch bei Nacht ohne zurecht. Nur Kaka hat vorübergehend das Dorf verlassen und in einer Stadt gelebt. Zurück im Dorf besitzt er eine Taschenlampe, die er bei nächtlichen Gängen benutzt. Die Dorfbewohner lästern: „Kaka ist blind geworden.“
Man tut also ALLES MÖGLICHE für die eigene Sicherheit. Eine trügerische Sicherheit, denn die eigentlichen Bedrohungen – siehe oben – lassen sich dadurch nicht abwehren. Nur - diese Bemühungen geben uns das trügerische Gefühl, alles getan zu haben.
Die Bürger suchen nach Ankern, die mehr Sicherheit versprechen. Zu beobachten jeden Tag auf den Straßen der Stadt. Erstklässler werden mit Frontlicht, rückstrahlendem Tornisten, funkensprühenden Schuhen, Warnwesten und reflektierenden Armbinden ausgestattet. Nicht einzeln, sondern das ganze Programm wird präsentiert. Hunden laufen an reflektierenden Leinen, haben blinkende Halsbänder und Reflex-Westen.
Radfahrer, traditionell bei Dunkelheit völlig unbeleuchtet, haben außer den vorgeschriebenen Lampen vorn und dem Rückstrahler eine Stirnlampe, zusätzliche Blinklampen hinten, Warnwesten, reflektierende Helme, Handschuhe, Hosenbäder und Armbinden. Radwege säumen im 50-Meter-Abstand eigene Laternen.
Auch Autos werden inzwischen über das Vorgeschriebene hinaus mit Lichtquellen und Blinkern aufgerüstet. Jogger verfügen außer über alle möglichen Reflektoren über Stirnlampen.
Es gibt einen Roman, der in einem Dorf in Westafrika zwischen Mali und Senegal spielt. Dort kennt man keine künstliche Beleuchtung, man findet sich auch bei Nacht ohne zurecht. Nur Kaka hat vorübergehend das Dorf verlassen und in einer Stadt gelebt. Zurück im Dorf besitzt er eine Taschenlampe, die er bei nächtlichen Gängen benutzt. Die Dorfbewohner lästern: „Kaka ist blind geworden.“
Man tut also ALLES MÖGLICHE für die eigene Sicherheit. Eine trügerische Sicherheit, denn die eigentlichen Bedrohungen – siehe oben – lassen sich dadurch nicht abwehren. Nur - diese Bemühungen geben uns das trügerische Gefühl, alles getan zu haben.
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Pubertät und Erfolg
jf.bremen, 15:03h
Lebenslang pubertär, das gelingt nur ganz wenigen. Die meisten sind schon froh, wenn sie die Zahnspange und die Pickel los sind. Einem scheint die lebenslange Pubertär bisher gelungen zu sein: Elon Musk, einer der reichsten, wenn nicht der reichste Mann der Welt. Er sammelt Unternehmen wie andere Briefmarken oder Playmobil-Figuren. Autofabriken, ein Social-Media-Kanal, Mondraketen, diverse High-Tech- und IT-Firmen und, und, und…
Bei all seinen Erfolgen ist er pubertär geblieben: Er trägt T-Shirts mit Film-Motiven, Lederjacken oder Seidenblousons meist offen, er steppt neben einer seiner Nobel-Karossen, findet die AfD gut, obwohl die seine Fabrik in Brandenburg verhindern wollte. Dass die AfD gegen E-Autos und für Verbrenner ist, scheint ihm entgangen zu sein oder am Arsch vorzugehen. Er ist mit dem zukünftig wohl mächtigsten Mann der Welt – Donald Trump -, der ihm mit pubertärer Großmannssucht in nichts nachsteht. Gleich und gleich gesellt sich eben gern.
Dazu gehören auch flegelhaft-unreife Beschimpfungen und die Einmischung in Angelegenheiten, von denen man nichts versteht. So z.B. unqualifizierte Angriffe auf führende Politiker.
Er könnte u.U. ein Vorbild für alle männlichen Pubertierenden sein. Nur hat er sein Geheimnis nicht verraten, wie er die Zahnspange vermieden und die Pickel hinter sich gelassen hat. Das sind die Hindernisse, dafür dass wenige sein Vorbild erreichen.
Bei all seinen Erfolgen ist er pubertär geblieben: Er trägt T-Shirts mit Film-Motiven, Lederjacken oder Seidenblousons meist offen, er steppt neben einer seiner Nobel-Karossen, findet die AfD gut, obwohl die seine Fabrik in Brandenburg verhindern wollte. Dass die AfD gegen E-Autos und für Verbrenner ist, scheint ihm entgangen zu sein oder am Arsch vorzugehen. Er ist mit dem zukünftig wohl mächtigsten Mann der Welt – Donald Trump -, der ihm mit pubertärer Großmannssucht in nichts nachsteht. Gleich und gleich gesellt sich eben gern.
Dazu gehören auch flegelhaft-unreife Beschimpfungen und die Einmischung in Angelegenheiten, von denen man nichts versteht. So z.B. unqualifizierte Angriffe auf führende Politiker.
Er könnte u.U. ein Vorbild für alle männlichen Pubertierenden sein. Nur hat er sein Geheimnis nicht verraten, wie er die Zahnspange vermieden und die Pickel hinter sich gelassen hat. Das sind die Hindernisse, dafür dass wenige sein Vorbild erreichen.
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Sonntag, 29. Dezember 2024
CCC deckt neuen VW-Skandal auf
jf.bremen, 15:35h
In Hamburg veröffentlicht der Chaos Computer-Club (CCC) auf, dass der Volkswagen-Konzern Bewegungsdaten von hunderttausenden Fahrzeugen der Marken VW, Audi, Skoda und Seat systematisch erfasst und über lange Zeiträume speichert. Die Daten, einschließlich Informationen über FahrzeughalterInnen, waren zudem ungeschützt im Internet zugänglich.
Diese Meldung setzte der CCC anlässlich seiner 38. Jahrestagung in Hamburg in die Welt. Es ist nur ein Fall von vielen, in denen der selbsternannte Hacker-Verein Sicherheitslücken im www aufdeckte.
Seit seiner Gründung 1981 sorgten seine Aktivitäten für heftige Reaktionen seitens der Betroffenen, im erwähnten Fall der VW-Konzern. Anfangs, zu Beginn der 1980er Jahre, rief er auch die Polizei und die Justiz auf den Plan. Hacken war verboten. Punkt. So die Auffassung von Justizbehörden und Politik. Inzwischen werden die Enthüllungen des CCC von beiden Instanzen mit bemühter Zustimmung zur Kenntnis genommen. Namhafte Politiker besuchten jetzt den Kongress und sprachen Grußworte.
Und das ist gut so! Der CCC beweist damit, wie andere zivilgesellschaftliche Kräfte, nicht nur seine Berechtigung, sondern seine Notwendigkeit. Er sorgt für mehr Sicherheit im www, vielleicht mehr als Viren-Scanner, denn es geht um die Inhalte, die zu oft der Zivilgesellschaft wie allen Teilnehmern im Netz schaden. Und es zeigt, dass zivilgesellschaftliche Aktivitäten nach und nach akzeptiert werden, wenn sie erfolgreich sind. Dem CCC und der Zivilgesellschaft ist zu wünschen, dass er noch viele Missstände hackt!
Diese Meldung setzte der CCC anlässlich seiner 38. Jahrestagung in Hamburg in die Welt. Es ist nur ein Fall von vielen, in denen der selbsternannte Hacker-Verein Sicherheitslücken im www aufdeckte.
Seit seiner Gründung 1981 sorgten seine Aktivitäten für heftige Reaktionen seitens der Betroffenen, im erwähnten Fall der VW-Konzern. Anfangs, zu Beginn der 1980er Jahre, rief er auch die Polizei und die Justiz auf den Plan. Hacken war verboten. Punkt. So die Auffassung von Justizbehörden und Politik. Inzwischen werden die Enthüllungen des CCC von beiden Instanzen mit bemühter Zustimmung zur Kenntnis genommen. Namhafte Politiker besuchten jetzt den Kongress und sprachen Grußworte.
Und das ist gut so! Der CCC beweist damit, wie andere zivilgesellschaftliche Kräfte, nicht nur seine Berechtigung, sondern seine Notwendigkeit. Er sorgt für mehr Sicherheit im www, vielleicht mehr als Viren-Scanner, denn es geht um die Inhalte, die zu oft der Zivilgesellschaft wie allen Teilnehmern im Netz schaden. Und es zeigt, dass zivilgesellschaftliche Aktivitäten nach und nach akzeptiert werden, wenn sie erfolgreich sind. Dem CCC und der Zivilgesellschaft ist zu wünschen, dass er noch viele Missstände hackt!
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Montag, 23. Dezember 2024
Menschliches Versagen als Schwachpunkt
jf.bremen, 21:27h
Die Parallelen zwischen den Tätern der Anschläge auf dem Magdeburger und dem Berliner Weihnachtsmarkt vor sechs Jahren sind unheimlich. In beiden Fällen waren die Täter den Behörden bekannt. Die Informationen wurden nicht weitergegeben oder ignoriert oder es wurden die falschen Schlüsse und Maßnahmen gezogen bzw. getroffen. (vgl. miniaturen vom 18.11.19: “Nicht Panne sondern Vorsatz?“)
Die Magdeburger Stadtoberen verkündeten im Brustton der Überzeugung, sie hätten alles richtig gemacht, alle Fachinstanzen hätten das Sicherheitskonzept gebilligt. Der Markplatz war rundum durch Betonpoller gesichert. Sogar an die Rettungsfahrzeuge war gedacht worden: es blieben Zufahrten offen. Und genau das war die Sicherheitslücke, die der Täter zielsicher entdeckt hatte. Eigentlich hätte ein bereitstehendes Polizeifahrzeug die Lücken im Notfall schließen sollen. Und genau dieses Fahrzeug oder deren Fahrer standen nicht dort, wo sie hätten stehen sollen.
Menschliches Versagen in beiden Fällen, aber jetzt wird technokratisch reagiert: Das Sicherheitsgesetzt soll verabschiedet, die Vorratsdatenspeicherung verlängert und andere Bürgerrechte eingeschränkt werden. Dies und anderes hätte nichts genutzt, denn das menschliche Versagen, das schon bei dem Berliner Täter ursächlich war, war auch dieses Mal ursächlich. Alles war minutiös geplant, nur der entscheidende Posten, der die Katastrophe verhindert hätte, war nicht besetzt. Dieser Fakt wurde bei der bisher veröffentlichten Ursachenforschung nach meiner Zählung nur in zwei Nebensätzen erwähnt: einmal im Radio (DLF) und einmal in der taz.
Jetzt kochen die Nazis und anderen Rechtsextreme ihre braune Suppe auf der Katastrophe. Und nicht nur die: Die Innenministerin versucht ihre „Steckenpferde“ Sicherheitsgesetz und Vorratsdatenspeicherung zu retten und schiebt einen Teil der Schuld auf FDP und CDU, die das bisher verhindert hätten.
Die Magdeburger Stadtoberen verkündeten im Brustton der Überzeugung, sie hätten alles richtig gemacht, alle Fachinstanzen hätten das Sicherheitskonzept gebilligt. Der Markplatz war rundum durch Betonpoller gesichert. Sogar an die Rettungsfahrzeuge war gedacht worden: es blieben Zufahrten offen. Und genau das war die Sicherheitslücke, die der Täter zielsicher entdeckt hatte. Eigentlich hätte ein bereitstehendes Polizeifahrzeug die Lücken im Notfall schließen sollen. Und genau dieses Fahrzeug oder deren Fahrer standen nicht dort, wo sie hätten stehen sollen.
Menschliches Versagen in beiden Fällen, aber jetzt wird technokratisch reagiert: Das Sicherheitsgesetzt soll verabschiedet, die Vorratsdatenspeicherung verlängert und andere Bürgerrechte eingeschränkt werden. Dies und anderes hätte nichts genutzt, denn das menschliche Versagen, das schon bei dem Berliner Täter ursächlich war, war auch dieses Mal ursächlich. Alles war minutiös geplant, nur der entscheidende Posten, der die Katastrophe verhindert hätte, war nicht besetzt. Dieser Fakt wurde bei der bisher veröffentlichten Ursachenforschung nach meiner Zählung nur in zwei Nebensätzen erwähnt: einmal im Radio (DLF) und einmal in der taz.
Jetzt kochen die Nazis und anderen Rechtsextreme ihre braune Suppe auf der Katastrophe. Und nicht nur die: Die Innenministerin versucht ihre „Steckenpferde“ Sicherheitsgesetz und Vorratsdatenspeicherung zu retten und schiebt einen Teil der Schuld auf FDP und CDU, die das bisher verhindert hätten.
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Samstag, 21. Dezember 2024
Seltsame „Spiele“
jf.bremen, 15:06h
51 plus 1 Männer standen in Avignon vor Gericht und wurden zu Haftstrafen verurteilt. Der eine hatte seine Frau Jahre lang immer wieder betäubt und vergewaltigt und sie auch den anderen 51 zur Vergewaltigung angeboten. Da stockt einem der Atem, angesichts der Monstrosität der Gewalt.
Einige Männer versuchten sich herauszureden, sie wären davon ausgegangen, das sei ein „Spiel“ eines „besonders liberalen“ Paares“ gewesen.
Selbst wenn das der Fall gewesen wäre, wäre die Teilnahme an dem „Spiel“ schon äußerst moralisch verwerflich und strafwürdig. Sich derart dümmlich herausreden zu wollen, ist ein Zeichen dafür, dass sie keinen Funken Mitleid mit dem Opfer oder von Reue spürten.
Immerhin wurden sie bestraft, allerdings hatten Frauen und Angehörige des Opfers auf höheren Strafen gehofft. Warum das Gericht unter der Forderung der Staatsanwaltschaft geblieben ist, ist dessen Geheimnis.
Einige Männer versuchten sich herauszureden, sie wären davon ausgegangen, das sei ein „Spiel“ eines „besonders liberalen“ Paares“ gewesen.
Selbst wenn das der Fall gewesen wäre, wäre die Teilnahme an dem „Spiel“ schon äußerst moralisch verwerflich und strafwürdig. Sich derart dümmlich herausreden zu wollen, ist ein Zeichen dafür, dass sie keinen Funken Mitleid mit dem Opfer oder von Reue spürten.
Immerhin wurden sie bestraft, allerdings hatten Frauen und Angehörige des Opfers auf höheren Strafen gehofft. Warum das Gericht unter der Forderung der Staatsanwaltschaft geblieben ist, ist dessen Geheimnis.
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„Rückführung“ – unmöglich!
jf.bremen, 14:51h
Wir sollten nicht nur über Moral, Gastfreundschaft, Nächstenliebe und andere immaterielle Werte diskutieren. Auch nicht in Sachen Syrien und Flüchtlinge allgemein. Diese Werte verstehen sich von selbst, ohne spitzfindige gedankliche Winkelzüge.
Aktuell sollten wir über handfeste materielle Werte reden. Deutschland braucht Zuwanderung, das ist ein Fakt. Fachleute rechnen damit, dass für die nächsten zehn Jahre 400.000 Einwanderer jährlich zusätzlich, also 1 Million gebraucht werden. Das scheinen bestimmte PolitikerInnen und MeinungsmacherInnen einfach nicht einsehen zu wollen. Das sind Träumer, die die Wahrheit nicht sehen wollen.
Wer soll unseren Bedarf an Pflegekräften in Krankenhäusern und Altenheimen, an ErzieherInnen in den Kitas, an Fachkräften für Dienstleitungen, HandwerkerInnen und VerkäuferInnen, FacharbeiterInnen in der Industrie jetzt und in Zukunft decken ohne Zuwanderung? Vor allem die AfD scheint auf einem anderen Stern zu leben, auf dem es weder ein Klimaproblem noch Arbeitskräftemangel gibt. Okay, dann sollen sie doch dahin auswandern und uns nicht weiter belästigen.
Ganz und gar unterirdisch ist die unsägliche Debatte über SyrerInnen, die seit zehn, fünfzehn Jahren zu uns gekommen sind. Statt sich zu freuen, dass syrische männliche Geflüchtete zu 80 % zu unserem Wohlstand beitragen, als ÄrztInnen, PflegerInnen, IngenieurInnen und sonst wie, phantasieren PolitikerInnen aus CDU – die ganz vorn -, aus FDP, BSW und natürlich AfD von „Rückführung“ schwafeln, da Syrien seit Assads Sturz ja nun sicher sei; was nebenbei gesagt auch Unfug ist. Sollen sie uns sagen, wie die hunderttausende von SyrerInnen, die bei uns arbeiten, ersetzt werden sollen!
Aktuell sollten wir über handfeste materielle Werte reden. Deutschland braucht Zuwanderung, das ist ein Fakt. Fachleute rechnen damit, dass für die nächsten zehn Jahre 400.000 Einwanderer jährlich zusätzlich, also 1 Million gebraucht werden. Das scheinen bestimmte PolitikerInnen und MeinungsmacherInnen einfach nicht einsehen zu wollen. Das sind Träumer, die die Wahrheit nicht sehen wollen.
Wer soll unseren Bedarf an Pflegekräften in Krankenhäusern und Altenheimen, an ErzieherInnen in den Kitas, an Fachkräften für Dienstleitungen, HandwerkerInnen und VerkäuferInnen, FacharbeiterInnen in der Industrie jetzt und in Zukunft decken ohne Zuwanderung? Vor allem die AfD scheint auf einem anderen Stern zu leben, auf dem es weder ein Klimaproblem noch Arbeitskräftemangel gibt. Okay, dann sollen sie doch dahin auswandern und uns nicht weiter belästigen.
Ganz und gar unterirdisch ist die unsägliche Debatte über SyrerInnen, die seit zehn, fünfzehn Jahren zu uns gekommen sind. Statt sich zu freuen, dass syrische männliche Geflüchtete zu 80 % zu unserem Wohlstand beitragen, als ÄrztInnen, PflegerInnen, IngenieurInnen und sonst wie, phantasieren PolitikerInnen aus CDU – die ganz vorn -, aus FDP, BSW und natürlich AfD von „Rückführung“ schwafeln, da Syrien seit Assads Sturz ja nun sicher sei; was nebenbei gesagt auch Unfug ist. Sollen sie uns sagen, wie die hunderttausende von SyrerInnen, die bei uns arbeiten, ersetzt werden sollen!
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Sonntag, 15. Dezember 2024
Statistik lügt nicht – 98% aller angeklagten PolizistInnen kommen frei
jf.bremen, 15:30h
q.e.d., das Kürzel stammt aus der Wissenschaftssprache der Mathematik. Es heißt quod erat demonstrandum = was zu beweisen war.
Eins der mathematischen Teilgebiete ist die Statistik. Und die besagt, dass es in 2% der Prozesse gegen Polizeibeamte zu Verurteilungen kommt. Die Regel gilt offensichtlich auch beim Landgericht Dortmund. Angeklagt waren fünf von elf PolizistInnen, die an der Tötung eines minderjährigen Flüchtlings beteiligt waren.
Die Fakten: In einer Jugendhilfe-Einrichtung „läuft ein Jugendlicher mit einem Messer 'rum“, so die Meldung der Sozialarbeiter an die Polizei. Die rückt mit einem Aufgebot von elf BeamtInnen an und traktiert den Jungen, der hinter einem Zaun hockt, mit Taser und Pfefferspray. Er steht auf und nähert sich dem Trupp. Das ist natürlich äußerst aggressiv und erfordert den Einsatz von Schusswaffen, darunter eine Maschinenpistole (MP)! Der Junge wird von sechs Schüssen getroffen und stirbt im Krankenhaus.
q.e.d.: Die PolizistInnen gehören zu den 98% Angeklagten aus den „Sicherheitskräften“, die trotz nachgewiesener Straftat mit windigen Argumenten freigesprochen werden. Die Statistik stimmt, q.e.d.
Wes Geistes Kind die „Sicherheitskräfte“ sind, geht aus dem Befehl des Einsatzleiters zum Gebrauch des Pfeffersprays hervor: „Vorrücken und Einpfeffern. Das volle Programm. Die ganze Flasche!“ So eingestimmt macht auch der MP-Schütze von seiner Waffe Gebrauch: Sechs Schüsse, wahrscheinlich Dauerfeuer, auf einen nur mit einem Messer „bewaffneten“ 16-Jährigen. Ohne Skrupel, denn die Chancen, straflos davon zu kommen, stehen 98 zu 2%. q.e.d.
Vgl. auch miniaturen vom 11.08.22 „MP gegen Messer - ein Toter“ und 03.09.22 „Noch mal Maschinenpistole“.
Eins der mathematischen Teilgebiete ist die Statistik. Und die besagt, dass es in 2% der Prozesse gegen Polizeibeamte zu Verurteilungen kommt. Die Regel gilt offensichtlich auch beim Landgericht Dortmund. Angeklagt waren fünf von elf PolizistInnen, die an der Tötung eines minderjährigen Flüchtlings beteiligt waren.
Die Fakten: In einer Jugendhilfe-Einrichtung „läuft ein Jugendlicher mit einem Messer 'rum“, so die Meldung der Sozialarbeiter an die Polizei. Die rückt mit einem Aufgebot von elf BeamtInnen an und traktiert den Jungen, der hinter einem Zaun hockt, mit Taser und Pfefferspray. Er steht auf und nähert sich dem Trupp. Das ist natürlich äußerst aggressiv und erfordert den Einsatz von Schusswaffen, darunter eine Maschinenpistole (MP)! Der Junge wird von sechs Schüssen getroffen und stirbt im Krankenhaus.
q.e.d.: Die PolizistInnen gehören zu den 98% Angeklagten aus den „Sicherheitskräften“, die trotz nachgewiesener Straftat mit windigen Argumenten freigesprochen werden. Die Statistik stimmt, q.e.d.
Wes Geistes Kind die „Sicherheitskräfte“ sind, geht aus dem Befehl des Einsatzleiters zum Gebrauch des Pfeffersprays hervor: „Vorrücken und Einpfeffern. Das volle Programm. Die ganze Flasche!“ So eingestimmt macht auch der MP-Schütze von seiner Waffe Gebrauch: Sechs Schüsse, wahrscheinlich Dauerfeuer, auf einen nur mit einem Messer „bewaffneten“ 16-Jährigen. Ohne Skrupel, denn die Chancen, straflos davon zu kommen, stehen 98 zu 2%. q.e.d.
Vgl. auch miniaturen vom 11.08.22 „MP gegen Messer - ein Toter“ und 03.09.22 „Noch mal Maschinenpistole“.
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Donnerstag, 12. Dezember 2024
Gendern, falsche Grammatik und Rechtschreibung
jf.bremen, 18:00h
Konservative und Reaktionäre sind gegen Gendern. Warum, ist unklar, wohl weil die Idee im Parlamentarischen Raum von den Grünen kommt.
Es gibt aber auch Gründe, gegen Gendern zu sein. Wenn ein Verein seine Mitglieder*innen zu einem Treffen von Mädch*innen einlädt, dann ist das des Genderns zu viel!
In die gleiche Kategorie gehören Ungeheuer wie „am Ende diesen Jahres“ und "Integrahl" (Firmenname einer Dekorationsfirma).
Es gibt aber auch Gründe, gegen Gendern zu sein. Wenn ein Verein seine Mitglieder*innen zu einem Treffen von Mädch*innen einlädt, dann ist das des Genderns zu viel!
In die gleiche Kategorie gehören Ungeheuer wie „am Ende diesen Jahres“ und "Integrahl" (Firmenname einer Dekorationsfirma).
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Mittwoch, 11. Dezember 2024
Israel entdeckt neuen Feind
jf.bremen, 19:05h
Nachdem die Verbrecher aus Jerusalem Gasa in Schutt und Asche gelegt und Millionen Menschen obdachlos gemacht haben, die soziale Infrastruktur zerstört, Hunderttausende getötet oder verwundet haben, im Süden des Libanon dasselbe Desaster angerichtet haben, nutzen sie nun nach dem Sturz Assads in Syrien das Macht-Vakuum, um auch dort militärisch einzugreifen. Angeblich wurden nur militärische Anlagen getroffen. Das war auch in Gasa und im Libanon die „Begründung“ für die Massaker und Zerstörungen. Wie viele menschliche Kollateralschäden gibt es dieses Mal? Und wer gibt den Jerusalemer Gangstern das Recht, den gerade überwundenen Horror nach Syrien zurückzubringen?
Sie greifen nicht nur Syrien an, sondern überrennen den von der UNO gesicherten Pufferstreifen zwischen beiden Ländern. Wer stoppt die Hasardeure, die erneut den Frieden im Nahen Osten gefährden? Die Ausrede, alles geschehe zur Sicherheit Israels, gilt nicht für jeden militärischen Akt. Der wahre Feind Israels war das Assad-Regime. Statt sich die Dinge in Syrien erst mal entwickeln zu lassen, bombardieren israelische Kampfjets das Land und stören die mögliche demokratische Entwicklung massiv.
Zugleich ist die Netanyahu-Regierung ein Feind Israels, indem sie sich neue Feinde im Nahen Osten schafft. Statt den Islamismus zurückzudrängen, schafft sie ihm immer neue Argumente.
Wie lange duldet die Bundesrepublik Israels Politik, unterstützt sie moralisch, mit finanzieller Unterstützung und Waffenlieferungen?
Sie greifen nicht nur Syrien an, sondern überrennen den von der UNO gesicherten Pufferstreifen zwischen beiden Ländern. Wer stoppt die Hasardeure, die erneut den Frieden im Nahen Osten gefährden? Die Ausrede, alles geschehe zur Sicherheit Israels, gilt nicht für jeden militärischen Akt. Der wahre Feind Israels war das Assad-Regime. Statt sich die Dinge in Syrien erst mal entwickeln zu lassen, bombardieren israelische Kampfjets das Land und stören die mögliche demokratische Entwicklung massiv.
Zugleich ist die Netanyahu-Regierung ein Feind Israels, indem sie sich neue Feinde im Nahen Osten schafft. Statt den Islamismus zurückzudrängen, schafft sie ihm immer neue Argumente.
Wie lange duldet die Bundesrepublik Israels Politik, unterstützt sie moralisch, mit finanzieller Unterstützung und Waffenlieferungen?
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WM erneut an arabischen Staat vergeben
jf.bremen, 18:42h
Die FIFA hat die Fußball-Weltmeisterschaft 2034 nach Saudi-Arabien vergeben. Der Deutsche Fußball-Verband hat zugestimmt. Da kommen Erinnerungen an die Weltmeisterschaft 2022 in Katar auf. Beide Staaten, Saudi-Arabien und Katar, stehen für Umweltzerstörung, mangelnde Arbeiterrechte besonders für „Gast“-Arbeiter und fehlende demokratische Rechte. Damals verstummten Gerüchte darum nicht, dass FIFA-Funktionäre bestochen worden waren. Stellt sich die drängende Frage wie viele Millionen diesmal an wen aus den Reihen der FIFA geflossen sind. Bedenken gegen Saudi-Arabien seitens der FIFA wurden nicht laut!
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Sonntag, 8. Dezember 2024
Nachrichten von gestern, heute überholt
jf.bremen, 18:36h
Gestern noch rätselten die Medien – so z.B. die taz ganzseitig -, wie es in Syrien weiter gehen könne. Buchstäblich über Nacht war die Frage nicht müßig, aber dennoch „ein alter Hut“. Mit rasender Geschwindigkeit drangen die rebellischen Kräfte von einer Großstadt zur anderen vor und eroberten zuletzt Damaskus.
Diktator Assad machte sich schleunigst aus dem Staub, wahrscheinlich mit Hilfe russischer Streitkräfte nach Moskau, wo er heute schon gesehen wurde.
Wie konnte das passieren? Einmal waren die Rebellen vorzüglich ausgerüstet, gut trainiert, strategisch geschult und vor allem hoch motiviert. Der Plan für den Angriff auf das Assad-Regime und dessen Truppen lag schon länger vor und war effektiv vorbereitet und durchgeführt.
Ganz anders die Regierungsarmee: Sie war mangelhaft ausgerüstet und hatte, das vor allem, eine miserable Motivation. Die Soldaten waren zum großen Teil zwangsrekrutiert, wurden brutal zum Militär und zum Kämpfen gezwungen. Sie wichen daher vor dem Rebellen-Angriff zurück, unter Zurücklassung von Waffen und Gerät. Ganze Einheiten desertierten in das nordöstliche Kurdengebiet oder in den Irak. Sie wie die syrischen Bürgerkriegs-Flüchtlinge im Libanon kehren jetzt zurück. Das sind nicht einzelne, sondern über eine .Million. Sie alle hoffen auf eine bessere und demokratische Zukunft.
Diktator Assad machte sich schleunigst aus dem Staub, wahrscheinlich mit Hilfe russischer Streitkräfte nach Moskau, wo er heute schon gesehen wurde.
Wie konnte das passieren? Einmal waren die Rebellen vorzüglich ausgerüstet, gut trainiert, strategisch geschult und vor allem hoch motiviert. Der Plan für den Angriff auf das Assad-Regime und dessen Truppen lag schon länger vor und war effektiv vorbereitet und durchgeführt.
Ganz anders die Regierungsarmee: Sie war mangelhaft ausgerüstet und hatte, das vor allem, eine miserable Motivation. Die Soldaten waren zum großen Teil zwangsrekrutiert, wurden brutal zum Militär und zum Kämpfen gezwungen. Sie wichen daher vor dem Rebellen-Angriff zurück, unter Zurücklassung von Waffen und Gerät. Ganze Einheiten desertierten in das nordöstliche Kurdengebiet oder in den Irak. Sie wie die syrischen Bürgerkriegs-Flüchtlinge im Libanon kehren jetzt zurück. Das sind nicht einzelne, sondern über eine .Million. Sie alle hoffen auf eine bessere und demokratische Zukunft.
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Warum erst jetzt?
jf.bremen, 18:34h
Es scheint zynisch zu sein, diese Frage zu stellen, aber gerade hat die israelische Regierung die linksliberale Tageszeitung Haaretz mit einer Informationsblockade zu belegen. Erst jetzt, weil andere Medien schon früher blockiert wurden. So z.B. der arabische Fernseh-Kanal Al Jazeera, der im arabischen Raum und darüber hinaus als zuverlässige Informationsquelle gilt, der vor geraumer Zeit für Israel abgeschaltet wurde und damit der palästinensischen Öffentlichkeit eine wichtige Informationsquelle versperrte. Im Land selbst versorgt die Regierung mit Informationen nur noch einen TV-Kanal, den staatseigenen.
Haaretz hatte den Zorn der Regierung durch kritische Leitartikel erregt, in denen der Gasa-Krieg aus einem alternativen Blickwinkel betrachtet wurde. Jetzt wurden die Information zwischen Regierung und Haaretz unterbrochen und Anzeigen verboten. Das betrifft u.a die Informationen über Luftschutzmaßnahmen.
Abgesehen davon, dass das ein radikaler Angriff auf die Meinungsfreiheit ist, erleidet die Zeitung durch den Verlust von Anzeigen erhebliche finanzielle Einbußen.
Haaretz hatte den Zorn der Regierung durch kritische Leitartikel erregt, in denen der Gasa-Krieg aus einem alternativen Blickwinkel betrachtet wurde. Jetzt wurden die Information zwischen Regierung und Haaretz unterbrochen und Anzeigen verboten. Das betrifft u.a die Informationen über Luftschutzmaßnahmen.
Abgesehen davon, dass das ein radikaler Angriff auf die Meinungsfreiheit ist, erleidet die Zeitung durch den Verlust von Anzeigen erhebliche finanzielle Einbußen.
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Programm – Raubtier-Kapitalismus
jf.bremen, 18:33h
Jetzt habe ich verstanden, was neoliberal ist! Liberal hieß früher für Mich: bürgerliche Freiheiten, allen voran Meinungsfreiheit, demokratische Rechte und vieles mehr. Die Partei, die das seinerzeit in den 60er und 70er vertrat, war die FDP. Da es damals weder eine linke noch eine grüne Partei gab, waren FDP und natürlich die SPD die Parteien, die fortschrittliche Menschen wählen konnten.
Die SPD/FDP-Koalition nährte die Hoffnung auf fortschrittlichen, gesellschaftlichen Wandel. Dafür standen Namen wie Thomas Dehler, Walter Scheel, Gerhardt Baum, Hildegard Hamm-Brücher oder Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. In der SPD ganz vorn Willy Brandt, dann Gustav Heinemann, Egon Bahr, Jochen Steffen oder Heide Simonis.
In den 80ern kam der Bruch der sozialliberalen Koalition: Die FDP trennte sich von der SPD und bildete eine Koalition mit der CDU. Von nun an ging’s bergab. Die freiheitlich-fortschrittlichen Kräfte in der FDP wurden zurückgedrängt, der Liberalismus wurde zunehmend auf den Wirtschafs-Liberalismus reduziert.
Den Höhepunkt dieser Entwicklung bildet Lindner. Seine Blockadepolitik in der Ampel-Koalition war nur die Vorbereitung auf das, was jüngst produziert wurde, vor allem die wirtschaftspolitischen Thesen, die nichts anderes enthielten als Raubtier-Kapitalismus. Die Krönung war Lindners Sentenz bei Caren Miosga, der deutschen Wirtschaft könne „eine Prise Milei und Musk durchaus guttun".
Da hat er sich gerade die rechten Vorbilder ausgewählt! Milei, Argentiniens aktueller Präsident, bewundert den Raubtier-Liberalismus der Chicago-Boys, Donald Tusk und steht in dem armen Argentinien für soziale Kälte und Umwelt-Barbarei. Und Musk bewundert ebenfalls Trump, ist mit seiner Rücksichtslosigkeit in Wirtschaftsfragen zum Multi-Milliardär aufgestiegen. Lindner nennt das „Profil schärfen“. Das geht wohl am besten mit der Grob-Raspel.
Sag mir, wer deine Freunde sind, und ich sag dir, was ich von dir denke. Lindners Vorbilder sind die schlechtesten, die man sich denken kann. Ob die ihm bei der anstehenden Wahl ins Parlament helfen können? Da sei der Wählerwille vor!
Die SPD/FDP-Koalition nährte die Hoffnung auf fortschrittlichen, gesellschaftlichen Wandel. Dafür standen Namen wie Thomas Dehler, Walter Scheel, Gerhardt Baum, Hildegard Hamm-Brücher oder Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. In der SPD ganz vorn Willy Brandt, dann Gustav Heinemann, Egon Bahr, Jochen Steffen oder Heide Simonis.
In den 80ern kam der Bruch der sozialliberalen Koalition: Die FDP trennte sich von der SPD und bildete eine Koalition mit der CDU. Von nun an ging’s bergab. Die freiheitlich-fortschrittlichen Kräfte in der FDP wurden zurückgedrängt, der Liberalismus wurde zunehmend auf den Wirtschafs-Liberalismus reduziert.
Den Höhepunkt dieser Entwicklung bildet Lindner. Seine Blockadepolitik in der Ampel-Koalition war nur die Vorbereitung auf das, was jüngst produziert wurde, vor allem die wirtschaftspolitischen Thesen, die nichts anderes enthielten als Raubtier-Kapitalismus. Die Krönung war Lindners Sentenz bei Caren Miosga, der deutschen Wirtschaft könne „eine Prise Milei und Musk durchaus guttun".
Da hat er sich gerade die rechten Vorbilder ausgewählt! Milei, Argentiniens aktueller Präsident, bewundert den Raubtier-Liberalismus der Chicago-Boys, Donald Tusk und steht in dem armen Argentinien für soziale Kälte und Umwelt-Barbarei. Und Musk bewundert ebenfalls Trump, ist mit seiner Rücksichtslosigkeit in Wirtschaftsfragen zum Multi-Milliardär aufgestiegen. Lindner nennt das „Profil schärfen“. Das geht wohl am besten mit der Grob-Raspel.
Sag mir, wer deine Freunde sind, und ich sag dir, was ich von dir denke. Lindners Vorbilder sind die schlechtesten, die man sich denken kann. Ob die ihm bei der anstehenden Wahl ins Parlament helfen können? Da sei der Wählerwille vor!
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Samstag, 7. Dezember 2024
Kreuzworträtsel-Frage
jf.bremen, 16:35h
Kreuzworträtsel-Frage:
Anderes Wort für Mobilität mit vier Buchstaben?
Antwort: Stau (richtig)
Anderes Wort für Mobilität mit vier Buchstaben?
Antwort: Stau (richtig)
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