Dienstag, 11. August 2020
Kultur als Wackelpudding
Das Gerangel um die österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart ist an Absurdität kaum zu überbieten. Ihr Auftritt in Hamburg wurde zunächst vom Veranstalter abgesagt. Düstere und anonyme Kritiker werfen ihr vor, „rassistische und antisemitische Klischees zu bedienen“. Linksradikale Störungen der Veranstaltungen seien zu befürchten.



Als aufmerksamer und kritischer Zuschauer von Kabarettsendungen kann ich die Vorwürfe nicht nachvollziehen. Allein die Tatsache, dass weder die „Kritiker“ konkrete Vorwürfe noch angebliche Störer genannt werden, macht die Affäre so absurd. Kulturschaffende aller Schattierungen haben das Auftrittsverbot öffentlich heftig kritisiert. Nun kuschte der Veranstalter „Literaturfestival Harbourfront“ erneut und lud die Kabarettistin wiederum ein, was diese aber zurückwies.

Es klingt wie abgesprochen. Die Deutsche Forschungsgesellschaft lud zu einer Jubiläumskampagne den bei den öffentlich-rechtlichen Sendern viel beschäftigen Spaßmacher Dieter Nuhr für einen Beitrag erst ein, dann wieder aus. Nuhr war mal ein geistreicher Alltagskritiker, der meist sanft Missstände aufspießte. In letzter Zeit fiel er zunehmend durch rechte Beiträge unangenehm auf. Friday for Future und Greta Thunberg kamen bei ihm ebenso schlecht weg wie Wissenschaftler, die vor der Corona-Pandemie warnten. Unterschiede zu rechtsextremen Positionen und Verschwörungsfantasten waren nicht mehr klar auszumachen.

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Nun gut: er hat das Recht, so zu denken und aufzutreten. Und Mangel an Auftrittsmöglichkeiten kann er nun sicher nicht beklagen. Dass DIE deutsche Forschungs-Einrichtung DFG ihn erst ein-, dann wieder auslud, ist ebenso absurd wie das Spektakel um Eckhart. Von der DFG erwartet man, dass sie sich vorher überlegt, wen sie einlädt und warum. Man kann aber auch erwarten, dass sie dann zu ihrer Entscheidung steht und sich nicht erst der Kritik aussetzen, den falschen eingeladen zu haben, und dann der Kritik, eine Zensur auszuüben.

Kulturpolitik scheint immer mehr zum Wackelpudding zu werden, der weder grün noch rot ist. Aber: Welche Farbe hätten’s denn denn gerne?

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Montag, 10. August 2020
US-Politiker immer unverschämter
Der US-amerikanischen Regierung ist die Erdgas Pipeline Nordstream 2 schon lange ein
Ärgernis. Ihre Argumente: Deutschland, Europa, die NATO und die USA werden durch das russischem Erdgas von Russland abhängig. Vor kurzem zwang sie ein westeuropäisches Unternehmen, sich aus dem Projekt herauszuziehen. Ersatzweise sprang eine russische Reederei mit ihrem Verlegeschiff ein.

Jetzt werden sie noch unverschämter: Mehrere republikanische Senatoren drohen dem Hafenbetreiber von Sassnitz: "Den Vorstandsmitgliedern, leitenden Angestellten und Aktionären der Fährhafen Sassnitz GmbH wird die Einreise in die Vereinigten Staaten untersagt, und jegliches Eigentum oder jegliche Eigentumsbeteiligung, die sie in unserem Zuständigkeitsbereich haben, wird eingefroren."

Mehrere deutsche Politiker haben sich heftig dagegen gewehrt. Nur wird es nützen. Trump, seine Partei und die Regierung scheren sich einen Dreck um die Interessen ihrer „Verbündeten“. Man kann überzeugt sein, dass sie mindestens einen Teil der Drohungen wahr machen werden, getreu dem aktuellen Kampfruf: Aus „Make America great again“ wird immer mehr „Make America mean again“.

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Mittwoch, 5. August 2020
Schnellsprechen statt Verständnis
Ganz selten aber doch gelegentlich sehe ich das MOMA (für Morgenmagazin) von ARD und ZDF. Schon der Titel weist darauf hin, dass man im Studio wenig Zeit hat. Ein anderes Indiz ist das Schnellsprechen der ModeratorInnen. Das Auswahlkriterien für diese scheint zu sein: möglichst schnell möglichst viel zu reden, ohne wirklich etwas zu sagen. Dass dabei gelegentlich – oder überwiegend? – die Genauigkeit auf der Strecke bleibt, wer merkt es, wenn juckt es?

Ein Beispiel: am 17.7.20 um kurz nach 8 Uhr wird der Europaabgeordnete der Linken, Fabio De Masi zur Integration von Flüchtlingen interviewt. In der Anmoderation wird über die „größten Flüchtlingswelle“ seit Menschengedenken gefaselt. Quatsch: 1945 kamen 13 Mio. aus dem Osten, um 1990 waren es 3 Mio. DAS haben wir „geschafft“.

Di Maso spricht sich u.a. für die Einsetzung eines Untersuchungsauschusses zur Aufnahme von Flüchtlingen aus. Der Moderator unterbricht ihn mehrfach und konstatiert abschließend, Di Masi sei wohl gegen einen Ausschuss. Dieser bleibt gelassen und reagiert: Doch, wie gesagt. Hat der Moderator nicht zu gehört oder versagt sein Kurzzeitgedächtnis. Sein Schnell-Sprechen lässt wohl keinen Raum für Verständnis.

Auch die Grammatik bleibt bei dem Moderator auf der Strecke: Vorzugsweise wird der Genetiv statt des Dativs benutzt - oder umgekehrt: gegenüber DES Ministeriums statt DEM. Die Hoffnung des Moderators ist wohl: schnell weiter, damit’s niemand merkt. Oder sollte er den Unterschied gar nicht kennen?

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Ein Rätsel
Was ist das Gegenteil von understatement?
Trump!

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Montag, 27. Juli 2020
USA – Droht ein Putsch?
Der gegenwärtige US-Präsident Trump ist gefährlich. Das ist schon länger klar. Jetzt aber droht er brandgefährlich zu werden. Sein irres Corona-Management hat neben ca. 150.000 Todesopfern und ca. 4,3 Mio. Infektionen zu rapiden Verlusten in der Wirtschaft und zu einer seit 1929 nie dagewesenen Arbeitslosigkeit – 23 Mio. - geführt. Die Folge: seine Zustimmungswerte sind inzwischen auf nur 41% gesunken, dafür die von seinem Konkurrenten um die Präsidentschaft auf fast 50% gestiegen (Stand Ende Juli 2020).

Das könnte optimistisch stimmen. Jedoch: wir sollten uns nicht zu früh freuen. Bis zur Wahl ist noch fünf Monate Zeit, da kann sich das Blatt noch wenden. Was aber äußerst bedrohlich ist: Trump scheint sich auf einen Putsch vorzubereiten. Zunächst wollte er das US-Militär in demokratisch regierten Städten und Bundesstaaten einsetzen, um „der Gewalt ein Ende zu setzen“. Dagegen gibt es erheblich verfassungsmäßige Einwände. Das scheint Trump begriffen zu haben. Aber flugs setzte er gegen den erklärten Willen von Bürgermeistern und Gouverneuren paramilitärische Einheiten ein, die rigoros gegen Demonstranten vorgingen.

Sein nächster Coup: er plant die Wahlkreise neu einzuteilen, so dass in „wackligen“ Staaten republikanische Mehrheiten erreicht werden können. Er will die Briefwahl ausschließen: Das sei ein Mittel, die Wahl zu manipulieren.

Alles zusammen hat putschistische Züge. Kritiker befürchten, dass Trump im Falle einer Wahlniederlage mit militärischer Gewalt seine Präsidentschaft durchsetzen könnte. Dafür können die Einsätze in Philadelphia und anderen Städten die Generalprobe sein.

Da wünschen sich auch Atheisten: God bless America!

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Freitag, 24. Juli 2020
Ist das noch Europa?
Die EU-Regierungschefs haben sich auf einen Haushalt geeinigt, in dem 750 Mrd. € für den Corona-Hilfsfond eingeplant sich, teils als Zuschuss, teils als Kredit.

Die geizigen fünf – Österreich, Niederlande und die drei skandinavischen EU-Mitglieder – triumphieren, sie haben’s Deutschland und Frankreich mal so richtig gezeigt. Der österreichische MP Kurz platzt geradezu vor Genugtuung: Mit dem Ergebnis kann er sich zu Hause sehen lassen. (Nebenbei: was sagt sein grüner Koalitionspartner eigentlich dazu?) Der niederländische Rutte kann seiner Wiederwahl im Herbst beruhigt entgegensehen.

Die Visegrad-Länder sind ebenfalls äußerst zufrieden, weil rechtsstaatliche Prinzipien keine Voraussetzung mehr sind, Geld zu bekommen. Orban kriegt sich vor Stolz kaum noch ein. Jetzt kann er weiter die Medien zensieren, Unis schließen, fremdenfeindliche Gesetze erlassen, ohne Gegenwind aus Brüssel befürchten zu müssen. Der Pole Morawietzki umarmt Orban, der auch für Polen wacker gefochten hat.

Der produzierte Kompromiss wird als gesamteuropäischer Sieg gefeiert. Dabei ist er die Preisgabe europäischer Werte zugunsten nationaler Egoismen.

Das Triumphgeheul übertönte alle Bedenken, die jetzt noch vom Europa-Parlament und den Nationalparlamenten genehmigt werden müssen. Und da gehen die Probleme erst los. Im Europa-Parlament gab es bereits nach wenigen Tagen mehr als nur Bedenken.

So hatten wir uns Europa nie vorgestellt!

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Wer schützt die Heimat?
BMVtg Kramp-Karrenbauer macht sich Gedanken: Wie soll es mit dem Personal der Bundeswehr weitergehen, nachdem alle Rekrutierungsprogramme bisher gescheitert sind? Nun will sie Reservisten für den Heimatschutz werben. Der neue Dienst soll die Reserve für Krisenfälle wie die Corona-Pandemie stärken und den gesellschaftliche Zusammenhalt fördern.

Für diese Fälle gibt es bereits diverse Organisationen, die für diese Zwecke bestens geeignet und bisher äußerst erfolgreich sind: Technisches Hilfswerk, Freiwillige Feuerwehren, Deutsches Rotes Kreuz, Bundesfreiwilligendienst, DLRG usw. Wie wäre es, wenn die mal besser ausgestattet und anerkannt werden.

Der Sold soll monatlich 1.500 € betragen, das Fünffache von dem, was man und frau im Bundesfreiwilligendienst bekommt. Schande!

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Keine Neuigkeit
A.: B. Scheuert hat wieder eine Idee: eine europäische PKW-Maut. Was sagen Sie dazu?
B.: Kein Kommentar.
A.: Wieso nicht?
B.: Zu B. Scheuert ist schon alles gesagt.

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Dienstag, 21. Juli 2020
Seehofer und Morgenstern oder CSU-Dialektik
Kann mir jemand die Gedankengänge von BMI Seehofer erklären? Nicht lange her, dass er ein Studie über Rassismus in der Polizei ablehnte mit der lustigen Begründung: Rassismus in der Polizei sei Verboten, also erübrige sich eine Studio. Weil „nicht sein kann, was nicht sein DARF.“

Jetzt will er eine Studie über Gewalt GEGEN Polizisten machen lassen. Ach so: Gewalt gegen Polizei ist wohl erlaubt, also muss eine Studie her?

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Corona-Tagebuch 66.: Blutrünstig durch Fleischentzug?
Chaire, cheure cheire nipton

Attila Hildmann ist bisher vor allem als Autor veganer Kochbücher bekannt geworden. In jüngster Vergangenheit outete er sich als militanter Gegner der Regeln gegen die Corona-Pandemie. Jetzt setzt er noch eins drauf: Den Grünen-Politiker Volker Beck will mit der Todesstrafe bedrohen, und Hitler sei mit dem Holocaust ein Waisenknabe gegen die „Vernichtung des deutschen Volkes“ oder gar der Weltbevölkerung durch Flüchtlingspolitik und Impfmaßnahmen gegen Corona. Man könnte ihn für irre halten, aber gefährlich ist er, weil – wenigstens aktuell - 150 Berliner Demonstranten ihm lautstark zujubelten.

Man könnte auf den Gedanken kommen, dass fleischlose Kost blutrünstig macht.

Bleibt aufrecht und gesund!

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Sonntag, 19. Juli 2020
Corona-Tagebuch 65.: Trump und der Vogel Strauß
Chaire, cheure cheire nipton

Jetzt wissen wir es und zwar von „Tolle“ Trump: Schuld an der Corona-Pandemie ist nicht das Virus, sondern das Testen. Würde nicht so viel getestet, dann gäbe es auch keine Kranken. So einfach ist das: stellt das Testen ein, und die Sache ist erledigt.

Eine moderne Variante von Vogel Strauß: Den Kopf in den Sand stecken, dann geht das Unheil an mir vorbei.

Bleibt aufrecht und gesund.

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Corona-Tagebuch 64.: Tönnies „reformiert“
Chaire, cheure, cheire nipton!

Der Schweineschlachter Tönnies gibt sich einsichtig: Die Schlachtung wird in besser gelüfteten Räumen wieder aufgenommen. Mindestabstand? Nicht nötig. Bessere Wohnverhältnisse für die Arbeiter? Würde nichts ändern.

Ja, das Subunternehmer-Unwesen wird abgestellt. Die Arbeiter werden von Tönnies selbst beschäftigt. Natürlich nicht in der Stammfirma. Stattdessen werden neue Subunternehmen gegründet, deren Eigentümer? Tönnies. Vierzehn Firmen – Stand Freitag – hat er schon gegründet. Die Größe der Einzelfirmen dürfte so zugeschnitten sein, dass möglichst wenige Arbeiterrechte nötig sind: Betriebsrat, Mitbestimmung etc. Hat die Gewerkschaft NGG inzwischen – Stand Samstag – auch schon erkannt.

Das I-Tüpfelchen: Tönnies beantragt beim Land einen Ausgleich für die vierzehntägige Betriebsschließung. Ja, wenn nicht gar! Da werden Ursache – miserable Arbeits- und Wohnverhältnisse – und Wirkung – Pandemie – verwechselt.

Ein neuer Beleg dafür, dass der Kapitalismus nicht reformierbar ist, nur abzuschaffen!

Bleibt aufrecht und gesund!

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Samstag, 18. Juli 2020
Corona-Tagebuch 63.: Geiz in der Krise ist schamlos!
Chaire, cheure, cheire nipton!

In Brüssel geht’s momentan um die Wurst: Ein Solidaritätsfond für die Folgen der Corona-Pandemie. 750 Mrd. € sollen aus dem EU-Haushalt dafür aufgebracht und verteilt werden.
Und jetzt denken alle nur an sich.

Die „sparsamen Vier“ – Österreich, Dänemark, Schweden und Niederlande -wollen das Geld nur als Kredit verteilen, der zurückzuzahlen ist, andere Länder als Zuschuss. Das dürfte die „notleidenden“ Länder des Südens treffen – vor allem Italien, Spanien und Griechenland. Die haben bereits aus der Zeit vor der Krise genug Schulden am Hals und sind besonders stark vom Virus gebeutelt. Vae victis – Wehe den Besiegten.

Die Vier sind nicht sparsam, sondern geizig und vor allem herzlos. MP Rutte aus den Niederlanden schämt sich nicht einmal, über seine restriktive Europapolitik seine Chance in der anstehenden Wahl zu verbessern, indem er tut, was europafeindliche, populistische Kräfte im Land fordern.

Dann gibt es da noch die Sache mit der Rechtsstaatlichkeit. Die Vergabe der Mittel soll an rechtsstaatliche Bedingungen geknüpft werden. Das zielt vor allem auf Ungarn, Polen und Bulgarien, die jüngst u.a. im Rechts- und Bildungssystem sowie bei der Meinungsfreiheit alle Scham vergessen und quasi diktatorische Verhältnisse eingeführt haben.

Nun könnte man fragen: Was hat Rechtstaatlichkeit mit Corona zu tun? Gar nichts. Aber wie soll die EU die genannten Staaten, die sich zudem wie einige andere beharrlich weigern, Flüchtlinge aufzunehmen, dazu bringen, sich an mitteleuropäische Standards anzupassen, als über den Geldhebel? Da die Gelegenheit günstig und das Junktim legitim!

Zu unserer Beruhigung: Diesmal ist Deutschland auf der richtigen Seite und will die Hilfe als Kredit geben. Aber können die Gutwilligen sich jetzt beim Brüsseler Gipfel durchsetzen? Es wird ein Kompromiss dabei herauskommen, aber ob der dann die Probleme wirklich löst – die wirtschaftlichen Corona-Folgen UND die Rechtsstaatlichkeit in ALLEN europäischen Staaten?

Bleibt aufrecht und gesund!

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Mittwoch, 15. Juli 2020
Corona-Tagebuch 62.: Angst, Kinder und die Medien
Chaire, cheure, cheire nipton!
Forscher ermitteln gern Fakten, die im Alltagsbewusstsein bereits fest verwurzelt sind. Solche Aktivitäten haben angesichts der Corona-Krise Hochkonjunktur. Jetzt haben sie herausgefunden, dass Kinder in der Pandemie Angst entwickeln. Na, herzlichen Glückwunsch!

An der Angst – nicht nur von Kindern – sind Politiker, Medien und, ja auch Forscher aktiv beteiligt. Vor allem während der Hochphase von April bis Juni wurden wir geradezu bombardiert mit angeblich „neuen“ Nachrichten, Einschätzungen, Detailinformationen zu der Seuche – in der Presse, in Fernsehen und Radio, im Netz. Allein NDR-Info bombardierte uns mit „ausführlichen“ Berichten. Die Nachrichten im Viertel-Stunden-Takt hatten wesentlich nur ein Thema: Corona. Abends gab es eine halb-stündige Interview-Sendung mit einem Spezialisten. Selbst die abendlichen Musiksendungen wurden zur halben Stunde von Nachrichten unterbrochen. Ein schriftlicher Protest wurde mit der lakonischen Antwort beschieden: Weiter so.

Ich habe schließlich abgeschaltet, wenn mal wieder neue Zahlen, Fakten oder Einschätzungen kamen. Da ist es kein Wunder, dass Kinder Angst entwickeln. Immerhin bekommen sie ebenfalls vieles von den Nachrichtenbomben, den Sorgen der Erwachsenen und von Mundschutz bis geschlossener Eisdiele mit.

Gut, dass die Forscher das jetzt nachgewiesen haben.

Bleibt aufrecht und gesund.

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Donnerstag, 9. Juli 2020
In welchem Jahrhundert lebt die CDU?
Die CDU ist im 21. Jahrhundert angekommen: in mehreren Schritten soll bis 2025 eine Frauenquote für die Vorstands-Gremien der Partei eingeführt werden. Leider passt das nicht allen in der Partei. Ein jung-dynamischer Anzugträger aus der CDU-Fraktion, Christoph Ploß, meint, das sei der „falsche Ansatz“. Dadurch werde das „Leistungsprinzip ausgehebelt“. Das Leistungsprinzip stehe „ganz oben auf der Agenda“.
♂ = ♀
Ach so, d.h. doch wohl, dass nicht genauso viele Frauen wie Männer Leistungen erbringen könne. Da ist der Herr Ploß wohl gedanklich in früheren Jahrhunderten stehen geblieben. Natürlich gibt es mindestens ebenso viele fähige Frauen in der Gesellschaft wie Männer. Sie bekommen nur nicht immer die gleichen Chancen. Und: Die CDU selbst beweist es. Wir haben seit fast sechzehn Jahren eine Bundeskanzlerin, eine CDU-Vorsitzende, eine Europa-Kommissions-Präsidentin und viele andere Frauen in Minister- und anderen Ämtern, nicht nur aus den Reihen der CDU.

Die Grünen haben seit Jahrzehnte eine Frauenquote auf allen Ebenen. Das hat weder ihre Leistungsfähigkeit noch ihre Wahlergebnisse negativ beeinflusst. Im Gegenteil!

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