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Samstag, 23. März 2024
Israel sperrt Archive
jf.bremen, 17:39h
Ilan Pappe präsentierte 2008 auf Deutsch in 4. Auflage sein Buch „Die ethnische Säuberung Palästinas“. miniaturen veröffentlichte dazu eine Besprechung „70 Jahre Staat Israel“ (13.05.2018)
Pappe war Historiker an der Universität Haifa. Ihm standen die öffentlichen Archive, auch der Armee zur Verfügung. Allein, die Uni Haifa duldete ihn nicht, so dass er nach England emigrierte. Inzwischen ist er wieder in Israel. Sein Kollege Benny Morris von der Ben-Gurion-Universität der Negev wollte für sein Buch zum gleichen Thema („1948. Der erste arabisch-israelische Krieg“, Leipzig 2024) die Quellen zum Thema überprüfen. Und siehe da: Ihm blieben die Archive verschlossen.
Pappe war Historiker an der Universität Haifa. Ihm standen die öffentlichen Archive, auch der Armee zur Verfügung. Allein, die Uni Haifa duldete ihn nicht, so dass er nach England emigrierte. Inzwischen ist er wieder in Israel. Sein Kollege Benny Morris von der Ben-Gurion-Universität der Negev wollte für sein Buch zum gleichen Thema („1948. Der erste arabisch-israelische Krieg“, Leipzig 2024) die Quellen zum Thema überprüfen. Und siehe da: Ihm blieben die Archive verschlossen.
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VW-Golf ein Plagiat
jf.bremen, 17:21h
Vor 50 Jahren kam der VW-Konzern mit dem Golf auf den Markt, nachdem die Planungsbüros bei VW über dreißig Jahre verpennt hatten. Die Presse feiert das wie eine Revolution. OK, für Deutschland mag das gelten.
Aber wie bei der politischen Revolution war Frankreich uns im Autobau voraus. 1967 kam die französische Firma Talbot mit dem Simca 1100 auf den Markt. Der hatte exakt das gleiche Konzept wie der Golf: Frontantrieb mit Frontmotor, Fünftürer mit umklappbarem Rücksitz, Pontonform vorn und Fließheck, 1100 cm3, 50 PS.
Der Golf mag für VW und die deutschen Autobauer innovativ gewesen sein. Im internationalen Vergleich war es ein Plagiat. Inzwischen hinken VW und die anderen deutschen Autobauer mit den Elektroautos erneut hinter der asiatischen Konkurrenz her.
Aber wie bei der politischen Revolution war Frankreich uns im Autobau voraus. 1967 kam die französische Firma Talbot mit dem Simca 1100 auf den Markt. Der hatte exakt das gleiche Konzept wie der Golf: Frontantrieb mit Frontmotor, Fünftürer mit umklappbarem Rücksitz, Pontonform vorn und Fließheck, 1100 cm3, 50 PS.
Der Golf mag für VW und die deutschen Autobauer innovativ gewesen sein. Im internationalen Vergleich war es ein Plagiat. Inzwischen hinken VW und die anderen deutschen Autobauer mit den Elektroautos erneut hinter der asiatischen Konkurrenz her.
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Personalmangel überall
jf.bremen, 12:15h
Wer hat in letzter Zeit einen Klempner oder einen Termin bei einem Facharzt gesucht? Und mit welchem Erfolg?
45,7Mill. Deutsche sind berufstätig. Das sind 76,9 %, ein Höchststand. Davon sind 34,7 Mill. sozialversichert. D.h. dass 11% in unterbezahlten Jobs arbeiten, die nicht sozialversicherungspflichtig sind. Das sind die zukünftigen Armen unserer Gesellschaft. Die Teile der Gesellschaft, die nicht arbeiten, sind Rentner, Studenten, Jugendliche und Kinder, Alleinerziehende, Arbeitslose usw.
Trotz der quasi Vollbeschäftigung gibt es ca. 2 ½ Mill. Arbeitslose. Das sind vorwiegend Menschen, die schlecht oder „falsch“ qualifiziert sind bzw. solche, die aus unterschiedlichen Gründen nicht arbeiten können.
Gleichzeitig fehlen Arbeitskräfte an allen Ecken: Zu wenige LehrerInnen, ErzieherInnen, PflegerInnen, HandwerkerInnen, FacharbeiterInnen, PolizistInnen usw. Es gibt wohl keine Branche, die nicht über Mangel an Personal jammert. Selbst die Bundeswehr klagt über Personalmangel.
Alle sind krampfhaft bemüht, um neue Mitarbeitende zu werben. Es wird geworben mit besserem Einkommen, Aufstiegschancen und anderen Extras. Jede Branche braucht einige Hunderttausend und steht in Konkurrenz zu allen anderen. Wenn man alles zusammenzählt kommen einige Millionen zusammen. Wo sollen all die Menschen herkommen? Denn gleichzeitig geht ein wesentlicher Teil der Bevölkerung demnächst in Rente und die Geburtenrate sinkt.
Fachleute kennen nur einen Ausweg: Mehr Immigration! Das bedeutet aber, dass die Länder, aus denen Migranten zu uns kommen, ihr Fachpersonal verlieren: Pflegende vom Balkan oder den Philippinen, ÄrztInnen aus Afrika, FacharbeiterInnen aus Osteuropa usw.
Gleichzeitig verschärft Deutschland die Bedingungen für ImmigrantInnen: Fehlende Sprach- und Integrationskurse, extreme bürokratische Hürden, langwierige Prozesse, Fremdenfeindlichkeit. Das Image Deutschlands im Ausland kann kaum noch schlechter werden. Wer will da noch zu uns kommen!
45,7Mill. Deutsche sind berufstätig. Das sind 76,9 %, ein Höchststand. Davon sind 34,7 Mill. sozialversichert. D.h. dass 11% in unterbezahlten Jobs arbeiten, die nicht sozialversicherungspflichtig sind. Das sind die zukünftigen Armen unserer Gesellschaft. Die Teile der Gesellschaft, die nicht arbeiten, sind Rentner, Studenten, Jugendliche und Kinder, Alleinerziehende, Arbeitslose usw.
Trotz der quasi Vollbeschäftigung gibt es ca. 2 ½ Mill. Arbeitslose. Das sind vorwiegend Menschen, die schlecht oder „falsch“ qualifiziert sind bzw. solche, die aus unterschiedlichen Gründen nicht arbeiten können.
Gleichzeitig fehlen Arbeitskräfte an allen Ecken: Zu wenige LehrerInnen, ErzieherInnen, PflegerInnen, HandwerkerInnen, FacharbeiterInnen, PolizistInnen usw. Es gibt wohl keine Branche, die nicht über Mangel an Personal jammert. Selbst die Bundeswehr klagt über Personalmangel.
Alle sind krampfhaft bemüht, um neue Mitarbeitende zu werben. Es wird geworben mit besserem Einkommen, Aufstiegschancen und anderen Extras. Jede Branche braucht einige Hunderttausend und steht in Konkurrenz zu allen anderen. Wenn man alles zusammenzählt kommen einige Millionen zusammen. Wo sollen all die Menschen herkommen? Denn gleichzeitig geht ein wesentlicher Teil der Bevölkerung demnächst in Rente und die Geburtenrate sinkt.
Fachleute kennen nur einen Ausweg: Mehr Immigration! Das bedeutet aber, dass die Länder, aus denen Migranten zu uns kommen, ihr Fachpersonal verlieren: Pflegende vom Balkan oder den Philippinen, ÄrztInnen aus Afrika, FacharbeiterInnen aus Osteuropa usw.
Gleichzeitig verschärft Deutschland die Bedingungen für ImmigrantInnen: Fehlende Sprach- und Integrationskurse, extreme bürokratische Hürden, langwierige Prozesse, Fremdenfeindlichkeit. Das Image Deutschlands im Ausland kann kaum noch schlechter werden. Wer will da noch zu uns kommen!
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Freitag, 22. März 2024
CDU-Bauernfängerei, vulgo Populismus
jf.bremen, 18:35h
Die CDU in Person ihres Generalsekretärs Carsten „Bubi“ Lindemann, hat wieder eine neue Front gegen die Regierung eröffnet. Mal wieder ein Thema, mit dem sie Volkes Zorn mobilisieren kann, aber nichts wirklich Wichtiges trifft.
Sie hat ausgemacht, dass etwas in Sachen Bürgergeld gemacht werden soll. Sie meint, dass Empfänger des Bürgergelds, das die CDU in „Grundsicherung“ umbenennen will, in Arbeit gebracht werden sollen, und zwar mit Zwangsmitteln. Sog. „Verweigerer“ sollen durch Entzug der Leistungen bestraft werden.
Wen sie damit meint, bleibt unkonkret. Tatsächlich gibt es ca. 8000 Menschen, auf die diese Bezeichnung wirklich zutrifft. Die CDU bläst diese Zahl auf 2 ½ Millionen auf. Das ist in Wirklichkeit im Promillebereich bei ca. 5,5 Mill. Empfängern. Alle anderen sind z.T. Aufstocker, d.h. Menschen, die mit einem „normalen“ Job so wenig verdienen, dass sie davon nicht leben können. Andere sind aus gesundheitlichen Gründen arbeitslos, versorgen Kinder oder andere Verwandte.
Eine andere Forderung lautet, „Totalverweigerer“ müssen sofort die Unterstützung verlieren. Dabei gibt es bereits Sanktionsinstrumente, auch den Entzug, allerdings nach einer Frist von zwei Monaten. Was mit den Menschen passieren soll, die aus dem Leistungsbezug ausgeschlossen werden, ist der CDU egal. Fakt ist, dass die buchstäblich auf der Straße landen.
In den Ohren derer, die von Minijobs allein nicht leben können, klingt der CDU-Sound wie Kakophonie, hässliche Misstöne. Die CDU setzt darauf, auf diese Weise die Wähler auf ihre Seite zu ziehen. Sie hat schon angedroht, das zum zentralen Wahlkampfthema zu machen.
Wie sie aus dem Floh 8000 einen Elefanten machen will, bleibt ihr Geheimnis. Zu fürchten ist, dass Wähler aus dem instabilen Mittelstand, die schlecht informiert sind, ihr auf den Leim gehen. Wie schäbig das ist!
Sie hat ausgemacht, dass etwas in Sachen Bürgergeld gemacht werden soll. Sie meint, dass Empfänger des Bürgergelds, das die CDU in „Grundsicherung“ umbenennen will, in Arbeit gebracht werden sollen, und zwar mit Zwangsmitteln. Sog. „Verweigerer“ sollen durch Entzug der Leistungen bestraft werden.
Wen sie damit meint, bleibt unkonkret. Tatsächlich gibt es ca. 8000 Menschen, auf die diese Bezeichnung wirklich zutrifft. Die CDU bläst diese Zahl auf 2 ½ Millionen auf. Das ist in Wirklichkeit im Promillebereich bei ca. 5,5 Mill. Empfängern. Alle anderen sind z.T. Aufstocker, d.h. Menschen, die mit einem „normalen“ Job so wenig verdienen, dass sie davon nicht leben können. Andere sind aus gesundheitlichen Gründen arbeitslos, versorgen Kinder oder andere Verwandte.
Eine andere Forderung lautet, „Totalverweigerer“ müssen sofort die Unterstützung verlieren. Dabei gibt es bereits Sanktionsinstrumente, auch den Entzug, allerdings nach einer Frist von zwei Monaten. Was mit den Menschen passieren soll, die aus dem Leistungsbezug ausgeschlossen werden, ist der CDU egal. Fakt ist, dass die buchstäblich auf der Straße landen.
In den Ohren derer, die von Minijobs allein nicht leben können, klingt der CDU-Sound wie Kakophonie, hässliche Misstöne. Die CDU setzt darauf, auf diese Weise die Wähler auf ihre Seite zu ziehen. Sie hat schon angedroht, das zum zentralen Wahlkampfthema zu machen.
Wie sie aus dem Floh 8000 einen Elefanten machen will, bleibt ihr Geheimnis. Zu fürchten ist, dass Wähler aus dem instabilen Mittelstand, die schlecht informiert sind, ihr auf den Leim gehen. Wie schäbig das ist!
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Mittwoch, 20. März 2024
Misshandlungen in Kinderheimen
jf.bremen, 08:10h
Misshandlungen in Kinderheimen in den 60er und 70er Jahren empören die Öffentlichkeit. Das hat es sicher gegeben, aber die Definition von „Misshandlung“ ist gesellschaftlich und historisch definiert und wird daher unterschiedlich bewertet.
Ich kann auch ein Lied davon singen. Meine Erfahrungen stammen aus den 40ern - Acht Monate im Alter von vier Jahren 1946/47 - und den 50ern -sechs Wochen 1950. Beide Male waren Besuche der Eltern wegen der Reise-Bedingungen unmöglich. Wir wohnten in Kiel. Einmal war ich in Nordhessen, einmal am Bodensee.
Ich habe Kälte ohne ausreichende Kleidung, Freiheitsstrafe im Keller wegen "Schwätzens" beim Essen, Zwang zum "Teller-Aufessen", selbst wenn es das eigene Erbrochene war, strenge Disziplin bei den Mahlzeiten, bei sonstigen Tagesabschnitten und Mobbing erlebt. Nur richtige Misshandlungen waren nicht dabei.
Die "Schwere" der Strafen klingt aus heutiger Sicht anders als wir es damals empfunden haben. Ohrfeigen und Prügel waren auch in den Familien an der Tagesordnung. Körperstrafen waren bis in die 70er Jahre auch in Familien an der Tagesordnung und waren nicht verboten. In unserer Nachbarschaft wurde in zwei Familien regelmäßig geprügelt. Auch ich bin zwei Mal verhauen worden. Ohrfeigen habe ich nicht gezählt. Wir waren eine Mittelschichtfamilien ebenso wie die Nachbar-Familien.
-In der Schule war es auch nicht anders. Auch dort wurden Ohrfeigen und andere Gemeinheiten verteilt.
Ich will das, was geschehen ist, weder rechtfertigen noch klein reden. Die Zustände in Kinderheimen jedoch unterschieden sich nicht wesentlich von denen, die gesellschaftlich durchgesetzt und üblich waren.
Es gilt also nicht, die Kinderheime zu skandalisieren, ohne die allgemein-gesellschaftlichen Zustände mit einzubeziehen.
Wer mehr wissen will, den weise ich auf mein Buch hin: "Sprottenkiste - Sozialgeschichte einer Jugend in Kiel 1945 - 1966", Neu-Ulm (AG SPAK-Bücher) 2018, ISBN 978-3-945959-35-0
Ich kann auch ein Lied davon singen. Meine Erfahrungen stammen aus den 40ern - Acht Monate im Alter von vier Jahren 1946/47 - und den 50ern -sechs Wochen 1950. Beide Male waren Besuche der Eltern wegen der Reise-Bedingungen unmöglich. Wir wohnten in Kiel. Einmal war ich in Nordhessen, einmal am Bodensee.
Ich habe Kälte ohne ausreichende Kleidung, Freiheitsstrafe im Keller wegen "Schwätzens" beim Essen, Zwang zum "Teller-Aufessen", selbst wenn es das eigene Erbrochene war, strenge Disziplin bei den Mahlzeiten, bei sonstigen Tagesabschnitten und Mobbing erlebt. Nur richtige Misshandlungen waren nicht dabei.
Die "Schwere" der Strafen klingt aus heutiger Sicht anders als wir es damals empfunden haben. Ohrfeigen und Prügel waren auch in den Familien an der Tagesordnung. Körperstrafen waren bis in die 70er Jahre auch in Familien an der Tagesordnung und waren nicht verboten. In unserer Nachbarschaft wurde in zwei Familien regelmäßig geprügelt. Auch ich bin zwei Mal verhauen worden. Ohrfeigen habe ich nicht gezählt. Wir waren eine Mittelschichtfamilien ebenso wie die Nachbar-Familien.
-In der Schule war es auch nicht anders. Auch dort wurden Ohrfeigen und andere Gemeinheiten verteilt.
Ich will das, was geschehen ist, weder rechtfertigen noch klein reden. Die Zustände in Kinderheimen jedoch unterschieden sich nicht wesentlich von denen, die gesellschaftlich durchgesetzt und üblich waren.
Es gilt also nicht, die Kinderheime zu skandalisieren, ohne die allgemein-gesellschaftlichen Zustände mit einzubeziehen.
Wer mehr wissen will, den weise ich auf mein Buch hin: "Sprottenkiste - Sozialgeschichte einer Jugend in Kiel 1945 - 1966", Neu-Ulm (AG SPAK-Bücher) 2018, ISBN 978-3-945959-35-0
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Dienstag, 19. März 2024
Sorgfalt geht vor Schnelligkeit
jf.bremen, 18:22h
Neulich regte sich ein Bauarbeiter über einen Kollegen auf, der mit seiner Arbeit nicht voran kam:
„Mensch, beeil dich!“ Darauf der Angesprochene:
„Wenn das was werden soll, dauert es eben etwas länger.“
Der erste gab zu bedenken:
„Gott hat die Welt immerhin in nur sechs Tagen geschaffen.“
„Ja und, jetzt sehen wir, was für‘n Scheiss dabei rausgekommen ist!“
„Mensch, beeil dich!“ Darauf der Angesprochene:
„Wenn das was werden soll, dauert es eben etwas länger.“
Der erste gab zu bedenken:
„Gott hat die Welt immerhin in nur sechs Tagen geschaffen.“
„Ja und, jetzt sehen wir, was für‘n Scheiss dabei rausgekommen ist!“
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Dienstag, 12. März 2024
Geschichte und Geschichten – Delmenhorst und anderswo 1945 - 1955
jf.bremen, 21:14h
Mit den Jahren 1945 bis 1955 befasst sich das Buch „Geschichte und Geschichten – Delmenhorst und anderswo“ der Geschichtswerkstatt der Evangelischen Familienbildungsstätte.
Die Nachkriegsjahre in Delmenhorst und Erinnerungen der Delmenhorster an diese Zeit stehen im Mittelpunkt des Buches „Geschichte und Geschichten – Delmenhorst und anderswo 1945 - 1955“, das die Geschichtswerkstatt der Ev. Familienbildungsstätte herausgegeben hat.
Auf 209 Seiten haben die Autoren einer von Jürgen Fiege geleiteten Werkstatt „Autobiografisches Schreiben“ Erinnerungen und Fakten aus dieser Zeit zusammengetragen. Dabei werden sowohl ernste Ereignisse, wie die Erlebnisse bei Flucht und Vertreibung, als auch lockere Themen wie Kleidung, Kino oder Bücher betrachtet. „Die Gruppe bestand von 2011 - 2016. Die Idee stammte von dem verstorbenen Axel Erdmann“. In der Gruppe wurden verschiedene Themen aus der Zeit diskutiert, aus denen schließlich Beiträge entstanden.
Dabei bietet das Buch nicht nur Texte, die von einem oder mehreren Autoren verfasst wurden, sondern auch Texte in Interviewform. Diese wurden von Fiege in den Sitzungen der Gruppe aufgenommen und anschließend redaktionell bearbeitet. So sind Gespräche über den Umgang mit dem Nationalsozialismus oder auch die Weihnachtsfeiern in dieser Zeit nachzulesen.“
Nur noch wenige Exemplare! Das Buch kostet 12,90 € + 2,25 € Porto. Zu beziehen beim Autor: Jürgen Fiege juergen.fiege@nord-com.net
Die Nachkriegsjahre in Delmenhorst und Erinnerungen der Delmenhorster an diese Zeit stehen im Mittelpunkt des Buches „Geschichte und Geschichten – Delmenhorst und anderswo 1945 - 1955“, das die Geschichtswerkstatt der Ev. Familienbildungsstätte herausgegeben hat.
Auf 209 Seiten haben die Autoren einer von Jürgen Fiege geleiteten Werkstatt „Autobiografisches Schreiben“ Erinnerungen und Fakten aus dieser Zeit zusammengetragen. Dabei werden sowohl ernste Ereignisse, wie die Erlebnisse bei Flucht und Vertreibung, als auch lockere Themen wie Kleidung, Kino oder Bücher betrachtet. „Die Gruppe bestand von 2011 - 2016. Die Idee stammte von dem verstorbenen Axel Erdmann“. In der Gruppe wurden verschiedene Themen aus der Zeit diskutiert, aus denen schließlich Beiträge entstanden.
Dabei bietet das Buch nicht nur Texte, die von einem oder mehreren Autoren verfasst wurden, sondern auch Texte in Interviewform. Diese wurden von Fiege in den Sitzungen der Gruppe aufgenommen und anschließend redaktionell bearbeitet. So sind Gespräche über den Umgang mit dem Nationalsozialismus oder auch die Weihnachtsfeiern in dieser Zeit nachzulesen.“
Nur noch wenige Exemplare! Das Buch kostet 12,90 € + 2,25 € Porto. Zu beziehen beim Autor: Jürgen Fiege juergen.fiege@nord-com.net
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Sonntag, 10. März 2024
Was die AfD will – u.a.
jf.bremen, 14:35h
Die AfD und ihre führenden Repräsentanten bieten einen übel riechenden Strauß von Stinkpflanzen. Hier eine Blütenauswahl.
- „Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse“ seien für den Wohlstand schädlich (Alice Weigel, AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag).
- Deutschland importiere „Millionen kulturfremde, aggressive Analphabeten aus dem Nahen Osten und Afrika“ (Maximilian Krah, Kandidat für die Europawahl)
- Deutschland werde „bunt wie eine Müllhalde“ (Krah)
- „Multikulturell heißt multikriminell“ (Krah)
- Immigration sei ein „großer Umtausch“, eine „Ersetzung“ und „Umvolkung“ (Krah)
- Deutschland importiere "Millionen kulturfremde, aggressive Analphabeten aus dem Nahen Osten und Afrika"
- Deutschland muss „ethnisch Fremde“ oder Muslime ausschließen (junge alternative/JA)
- Deutschland sei mit Diktaturen gleichzusetzen (JA)
- Die Rechte plant eine „konsequente Remigration“ (sprich Ausweisung), das sei „kein - Geheimplan, sondern ein Vesprechen“ (AfD-Postings im Internet)
- Es geschehe ein „schleichender Genozid am deutschen Volk“ (Christina Baum/MdB)
- Es gebe eine „massenhafte Messerstechermigration“ (Stellv. Bundesvorsitzender Stephan Brandner)
- Es wird eine „millionenfache Remigration und Pushbacks (geben), egal was der Europäische Gerichtshof dazu sagt“ (Irmhild Boßdorf, Kandidatin für die Europawahl).
- Es würden ein groß angelegtes Remigrationsprojekt mit wohltemperierter Grausamkeit“ geplant und Deutschland werde „auch ohne Probleme mit 20, 30 Prozent weniger Menschen leben können“. (Björn Höcke, Landesvorsitzender Thüringen)
...............................
Das ist es, was uns droht, wenn die Rechtsextremen mächtig werden. Das ist es, was 25 – 35 % der Wählerinnen nicht nur im Osten – laut Umfragen - gutheißen, wenigstens nicht ablehnen.
- „Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse“ seien für den Wohlstand schädlich (Alice Weigel, AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag).
- Deutschland importiere „Millionen kulturfremde, aggressive Analphabeten aus dem Nahen Osten und Afrika“ (Maximilian Krah, Kandidat für die Europawahl)
- Deutschland werde „bunt wie eine Müllhalde“ (Krah)
- „Multikulturell heißt multikriminell“ (Krah)
- Immigration sei ein „großer Umtausch“, eine „Ersetzung“ und „Umvolkung“ (Krah)
- Deutschland importiere "Millionen kulturfremde, aggressive Analphabeten aus dem Nahen Osten und Afrika"
- Deutschland muss „ethnisch Fremde“ oder Muslime ausschließen (junge alternative/JA)
- Deutschland sei mit Diktaturen gleichzusetzen (JA)
- Die Rechte plant eine „konsequente Remigration“ (sprich Ausweisung), das sei „kein - Geheimplan, sondern ein Vesprechen“ (AfD-Postings im Internet)
- Es geschehe ein „schleichender Genozid am deutschen Volk“ (Christina Baum/MdB)
- Es gebe eine „massenhafte Messerstechermigration“ (Stellv. Bundesvorsitzender Stephan Brandner)
- Es wird eine „millionenfache Remigration und Pushbacks (geben), egal was der Europäische Gerichtshof dazu sagt“ (Irmhild Boßdorf, Kandidatin für die Europawahl).
- Es würden ein groß angelegtes Remigrationsprojekt mit wohltemperierter Grausamkeit“ geplant und Deutschland werde „auch ohne Probleme mit 20, 30 Prozent weniger Menschen leben können“. (Björn Höcke, Landesvorsitzender Thüringen)
...............................

Das ist es, was uns droht, wenn die Rechtsextremen mächtig werden. Das ist es, was 25 – 35 % der Wählerinnen nicht nur im Osten – laut Umfragen - gutheißen, wenigstens nicht ablehnen.
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Freitag, 8. März 2024
Kritik an Israel ist nicht unbedingt antisemitisch
jf.bremen, 15:05h
Netanyahu und seine rechtsextreme, orthodoxe Regierung überspannen den Bogen: Die Kritik an der Kriegführung in Gaza nimmt nicht nur innerisraelisch, sondern international zu. Innen wächst die Forderung, die Geiseln wirklich zu befreien. International wird der Druck auf die israelische Regierung und die Kriegführung verstärkt, die humanitäre Katastrophe in Gasa wenn nicht zu beenden, so doch mindestens zu unterbrechen. In internationalen Medien wächst die Kritik an Israels Vorgehen.
Das bekommt zuletzt der Oppositionsführer Benny Gantz, den Netanyahu einbinden wollte, indem er ihn ins Kriegskabinett aufnahm, deutlich zu spüren. Bei einer Good-Will-Tour in die USA und nach Großbritannien wurde ihm deutlich die Kritik vorgehalten und massiv gefordert, die Grenzen für Hilfslieferungen nach Gasa zu öffnen. Die EU und auch Deutschland schließen sich dieser Position an.
Vor nicht langer Zeit hätte Israel solche Positionen noch als „antisemitisch“ bezeichnet. Das lässt sich so nicht mehr durchhalten. „miniaturen“ hat früher mehrfach deutlich gemacht, dass die Kritik an der israelischen Regierung und einzelnen ultrarechten Politikern nicht mit Antisemitismus gleichgesetzt werden kann.
Ein öffentliches Gespräch zwischen Michel Friedmann und Robert Habeck bei der Lit.Cologne hat das auch klargemacht. Gerade Friedmann, früher stellvertretender Vorsitzen des Zentralrats der Juden in Deutschland, hat darauf bestanden, dass Kritik an Israel nicht als antisemitisch diffamiert werden kann.
Dies war auch die Meinung in miniaturen seit Jahren. Wer sich als Freund Israels und der Juden versteht, hat nicht nur das Recht, sondern geradezu die Pflicht, Fehlentwicklungen in Israel zu kritisieren. Ein offenes Wort unter Freunden muss möglich sein. Antisemitismus betrifft die Juden an sich und weltweit. Das ist nicht gemeint, wenn die Kriegsführung oder z.B. die Politik der Regierung gegenüber den Palästinensern in Israel und den besetzten Gebieten kritisiert wird.
Und das schließt die Verurteilung der Hamas und des brutalen und unmenschlichen Überfalls vom 7.10. nicht aus, sondern ist Teil der Kritik.
Das bekommt zuletzt der Oppositionsführer Benny Gantz, den Netanyahu einbinden wollte, indem er ihn ins Kriegskabinett aufnahm, deutlich zu spüren. Bei einer Good-Will-Tour in die USA und nach Großbritannien wurde ihm deutlich die Kritik vorgehalten und massiv gefordert, die Grenzen für Hilfslieferungen nach Gasa zu öffnen. Die EU und auch Deutschland schließen sich dieser Position an.
Vor nicht langer Zeit hätte Israel solche Positionen noch als „antisemitisch“ bezeichnet. Das lässt sich so nicht mehr durchhalten. „miniaturen“ hat früher mehrfach deutlich gemacht, dass die Kritik an der israelischen Regierung und einzelnen ultrarechten Politikern nicht mit Antisemitismus gleichgesetzt werden kann.
Ein öffentliches Gespräch zwischen Michel Friedmann und Robert Habeck bei der Lit.Cologne hat das auch klargemacht. Gerade Friedmann, früher stellvertretender Vorsitzen des Zentralrats der Juden in Deutschland, hat darauf bestanden, dass Kritik an Israel nicht als antisemitisch diffamiert werden kann.
Dies war auch die Meinung in miniaturen seit Jahren. Wer sich als Freund Israels und der Juden versteht, hat nicht nur das Recht, sondern geradezu die Pflicht, Fehlentwicklungen in Israel zu kritisieren. Ein offenes Wort unter Freunden muss möglich sein. Antisemitismus betrifft die Juden an sich und weltweit. Das ist nicht gemeint, wenn die Kriegsführung oder z.B. die Politik der Regierung gegenüber den Palästinensern in Israel und den besetzten Gebieten kritisiert wird.
Und das schließt die Verurteilung der Hamas und des brutalen und unmenschlichen Überfalls vom 7.10. nicht aus, sondern ist Teil der Kritik.
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Donnerstag, 7. März 2024
Ikonen des Widerstands
jf.bremen, 18:25h
Als ich vor etlicher Zeit erstmalig das Bild von der Verhaftung einer jungen farbigen Frau durch weiße Polizisten in Baton Rouge sah, fiel mein – männlicher – Blick zunächst auf die optisch dominante Frau, u.a. weil sie optisch isoliert war, vor allem aber, weil sie für mich der interessanteste Bildteil war.

Die Autorin eines Artikels der taz (taz vom 14.7.2016, S. 13) „Ikonen des Widerstands“ behauptete dagegen, das Bild werde – quasi wie ein Text – von links nach rechts gelesen. Ich vermute dagegen, dass ihr – weibliches - größtes Interesse den Polizisten galt.
Die weit verbreitete Meinung, Bilder würden wie Texte gelesen, ist längst überholt. Bereits Andreas Feininger berichtet in „Kompositionskurs der Fotografie“ (1974) von Untersuchungen mit Augenkameras, die die Augenbewegungen beim Betrachten eines Bildes aufzeichnen. Danach nehmen die meisten, wenn nicht alle Betrachter zunächst den Bildteil des größten Interesses in den Blick. Erst dann betrachten sie die Einzelheiten des Bildes genauer und zwar keineswegs planvoll, sondern auf der Bildfläche vagabundierend. Ernst Weber („Sehen, Gestalten und Fotografieren“ 1990) bestätigt das: „Ecken und Winkel (bilden) die markantesten Signale für das Erkennen und (…) für die Speicherung im Gehirn.“ Der Sehweg verläuft nach einem Schema, das von Person zu Person und von Vorlage zu Vorlage variiert.
Die Versuche von Röll/Wolf „Bildgestaltung“ (1993) sind deswegen nicht beweiskräftig, weil sie den Probanden nicht Bilder, sondern Zahlenreihen vorlegten, die tatsächlich wie Texte gelesen werden: von links oben nach rechts unten.
Derlei Erkenntnisse von anerkannten Koryphäen sollten nicht einfach unterschlagen werden. Näheres siehe http://www.kunst-fotografie.com/#bildgestaltung.

Die Autorin eines Artikels der taz (taz vom 14.7.2016, S. 13) „Ikonen des Widerstands“ behauptete dagegen, das Bild werde – quasi wie ein Text – von links nach rechts gelesen. Ich vermute dagegen, dass ihr – weibliches - größtes Interesse den Polizisten galt.
Die weit verbreitete Meinung, Bilder würden wie Texte gelesen, ist längst überholt. Bereits Andreas Feininger berichtet in „Kompositionskurs der Fotografie“ (1974) von Untersuchungen mit Augenkameras, die die Augenbewegungen beim Betrachten eines Bildes aufzeichnen. Danach nehmen die meisten, wenn nicht alle Betrachter zunächst den Bildteil des größten Interesses in den Blick. Erst dann betrachten sie die Einzelheiten des Bildes genauer und zwar keineswegs planvoll, sondern auf der Bildfläche vagabundierend. Ernst Weber („Sehen, Gestalten und Fotografieren“ 1990) bestätigt das: „Ecken und Winkel (bilden) die markantesten Signale für das Erkennen und (…) für die Speicherung im Gehirn.“ Der Sehweg verläuft nach einem Schema, das von Person zu Person und von Vorlage zu Vorlage variiert.
Die Versuche von Röll/Wolf „Bildgestaltung“ (1993) sind deswegen nicht beweiskräftig, weil sie den Probanden nicht Bilder, sondern Zahlenreihen vorlegten, die tatsächlich wie Texte gelesen werden: von links oben nach rechts unten.
Derlei Erkenntnisse von anerkannten Koryphäen sollten nicht einfach unterschlagen werden. Näheres siehe http://www.kunst-fotografie.com/#bildgestaltung.
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Mittwoch, 6. März 2024
Schlechter Deal für Rentner
jf.bremen, 15:44h
In der Tagesschau am 05.03.24 um 20.00 Uhr sieht man Bundesfinanzminister Lindner (FDP) mit stolzgeschwellter Brust vors Mikrofon treten. Er verkündet den Plan der Regierung, zur Sicherung des Rentenniveaus einen Fonds an den Kapitalmärkten einzurichten.
Die verkündet Absicht, damit bei steigender Zahl von Rentenempfängern und sinkender Zahl von Einzahlern in das Rentensystem das Niveau zu sichern. Nur leider verspricht er mehr für Rentner als er garantieren kann. Fünf Pferdefüße hat das Projekt:
1. Werden die Aktien teurer, wenn der Staat als Konkurrent an den Börsen auftritt. Von dem dann steigenden Wert profitieren die übrigen Share-Holder (Aktienbesitzer) aus den Reihen der wohlhabenden und Reichen. Genau das ist Lindners Klientel. Für sie – und mutmaßlich für ihn selbst – kann er sich also schon jetzt freuen.
2. Die Rentner haben von den vom Staat erworbenen Fonds fast gar nichts, denn ausgezahlt werden nur die Zinsen aus den Gewinnen, ein minimaler Prozentsatz.
3. Das Kapital für den Fonds soll als Kredit aufgenommen. Dafür müssen Zinsen gezahlt werden. Huch, denkt der gemeine Mann, lässt das die Schuldenbremse zu? Das schmälert den „Gewinn“ für die Rentner.
4. Spätestens aus der letzten Finanzkrise von 2010 wissen wir, dass die Finanzmärkte äußerst sensibel sind. Damals verloren vor allem Kleinanleger viel Geld.
5. Wenn die Papiere an Wert verlieren, muss der Staat einspringen mit Geld, das ihm für andere Aufgaben dann fehlt.
Alles in allem ein ganz mieser Deal für die Allgemeinheit.
Neben Lindner stand Sozialminister Heil am Mikrofon. Auch er strahlt wie ein Honigkuchenpferd. Warum macht der Sozialdemokrat bei dem Geschäft überhaupt mit? Klar: wegen des Koalitionsfriedens, den bisher immer Lindner aufkündigte.
Die verkündet Absicht, damit bei steigender Zahl von Rentenempfängern und sinkender Zahl von Einzahlern in das Rentensystem das Niveau zu sichern. Nur leider verspricht er mehr für Rentner als er garantieren kann. Fünf Pferdefüße hat das Projekt:
1. Werden die Aktien teurer, wenn der Staat als Konkurrent an den Börsen auftritt. Von dem dann steigenden Wert profitieren die übrigen Share-Holder (Aktienbesitzer) aus den Reihen der wohlhabenden und Reichen. Genau das ist Lindners Klientel. Für sie – und mutmaßlich für ihn selbst – kann er sich also schon jetzt freuen.
2. Die Rentner haben von den vom Staat erworbenen Fonds fast gar nichts, denn ausgezahlt werden nur die Zinsen aus den Gewinnen, ein minimaler Prozentsatz.
3. Das Kapital für den Fonds soll als Kredit aufgenommen. Dafür müssen Zinsen gezahlt werden. Huch, denkt der gemeine Mann, lässt das die Schuldenbremse zu? Das schmälert den „Gewinn“ für die Rentner.
4. Spätestens aus der letzten Finanzkrise von 2010 wissen wir, dass die Finanzmärkte äußerst sensibel sind. Damals verloren vor allem Kleinanleger viel Geld.
5. Wenn die Papiere an Wert verlieren, muss der Staat einspringen mit Geld, das ihm für andere Aufgaben dann fehlt.
Alles in allem ein ganz mieser Deal für die Allgemeinheit.
Neben Lindner stand Sozialminister Heil am Mikrofon. Auch er strahlt wie ein Honigkuchenpferd. Warum macht der Sozialdemokrat bei dem Geschäft überhaupt mit? Klar: wegen des Koalitionsfriedens, den bisher immer Lindner aufkündigte.
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Montag, 4. März 2024
Ist Aiwanger ein Lügner?
jf.bremen, 15:40h
Wer ist ein Lügner?
Wer behauptet die Bundesrepublik baue für Hunderte Millionen Radwege in Peru.
Wer behauptet, „Leute im System“ (sprich „die da oben“) wollten die kleinen Wirtshäuser und die dazugehörenden Stammtische schließen, um das Politisieren der kleinen Leute zu unterbinden.
Wer schlimme Nazi-Flugblätter im Schultornister trägt und behauptet sie seien vom Bruder, der ein Waffengeschäft besitzt.
Wer behauptet Wirtschaftsminister zu sein, aber mehr von Gastwirtschaften versteht als von „der Wirtschaft“.
Wer wahrheitswidrig behauptet, der Verfassungsschutz beobachte die Jusos und die Grüne Jugend.
Wer auf einer Bauern-Demo behauptet, man müsse sich die Demokratie zurückholen, aber nicht sagt wo sie ist und wer sie gestohlen hat.
Das alles trifft auf den bayrischen Minister Hubert („Hubsi“) Aiwanger zu.
Wer behauptet die Bundesrepublik baue für Hunderte Millionen Radwege in Peru.
Wer behauptet, „Leute im System“ (sprich „die da oben“) wollten die kleinen Wirtshäuser und die dazugehörenden Stammtische schließen, um das Politisieren der kleinen Leute zu unterbinden.
Wer schlimme Nazi-Flugblätter im Schultornister trägt und behauptet sie seien vom Bruder, der ein Waffengeschäft besitzt.
Wer behauptet Wirtschaftsminister zu sein, aber mehr von Gastwirtschaften versteht als von „der Wirtschaft“.
Wer wahrheitswidrig behauptet, der Verfassungsschutz beobachte die Jusos und die Grüne Jugend.
Wer auf einer Bauern-Demo behauptet, man müsse sich die Demokratie zurückholen, aber nicht sagt wo sie ist und wer sie gestohlen hat.
Das alles trifft auf den bayrischen Minister Hubert („Hubsi“) Aiwanger zu.
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Sprengstoffe sind keine Seuche!
jf.bremen, 15:20h
Eine „Seuche, Infektionskrankheit, die in Folge ihrer großen Verbreitung eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt“, schreibt schon das dtv-Lexikon von 1969. Wikipedia sieht es ähnlich: „Eine Seuche ist eine schnell sich ausbreitende ansteckende Infektionskrankheit...“ (Stand 2024).
Munition, Handgranaten, Waffen, Blindgänger mit gefährlichen Schafstoffen sind keine Seuche, auch wenn es die taz (04.03.024, S.21 „Justiz muss Oldenburger Sumpf trockenlegen“) behauptet. Eine Seuche ist eine natürliche Gefährdung. Schadstoffe dagegen sind menschen-gemacht und breiten sich weder lokal noch massenhaft aus. Sie zur Seuche zu verklären, heißt sie und die verantwortlichen Menschen zu verharmlosen. „Wir können nichts dafür, ist halt ´ne Seuche.“
Munition, Handgranaten, Waffen, Blindgänger mit gefährlichen Schafstoffen sind keine Seuche, auch wenn es die taz (04.03.024, S.21 „Justiz muss Oldenburger Sumpf trockenlegen“) behauptet. Eine Seuche ist eine natürliche Gefährdung. Schadstoffe dagegen sind menschen-gemacht und breiten sich weder lokal noch massenhaft aus. Sie zur Seuche zu verklären, heißt sie und die verantwortlichen Menschen zu verharmlosen. „Wir können nichts dafür, ist halt ´ne Seuche.“
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