Montag, 13. April 2026
Ein Kindskopf als Weltenherrscher?
jf.bremen, 17:35h
Donald Trump hält sich für den Mittelpunkt der Welt. Er glaubt auch zu den kleinsten Details der Weltpolitik seinen Senf beigeben zu müssen. Dafür hat er sich eine eigene Plattform gebastelt: Truth Social. Da verkündet er seine „Wahrheiten“, die er nicht den gängigen Plattformen anvertrauen möchte.
Donald Trump ist Präsident der USA und damit einer Mächtigsten in der Welt. Donald Trump ist ein Kindskopf. Damit ist zugleich einer der gefährlichsten Politiker der Welt. Und wehe, jemand sagt etwas gegen ihn.
Ein heimlicher Widersacher ist Papst Leo XIV. In seiner Friedensbotschaft vom Wochenende forderte er: „Schuss mit der Selbstvergötterung! Schluss mit der Zurschaustellung von Macht! Schluss mit dem Krieg!“ Und kritisierte die „Allmachtsphantasien“ der Mächtigen. Namen nannte er nicht.
Aber einer fühlte sich getroffen: Donald Trump, der prompt aufjaulte wie eine geschlagener Hund. Wie ein widerborstiger Schuljunge kofferte er in gewohnter Manier zurück: Der Amerikaner Leo sei nur Papst geworden, weil er gegen Trump auftreten solle. Er solle sich aus der Politik heraushalten. In Bezug auf die Außenpolitik sei Leo „schrecklich“. Er solle dankbar sein, dass er überhaupt Papst geworden ist. Es sei „schrecklich“, dass der Papst die US-Intervention in Venezuela kritisiert habe, Leo sei dafür, dass der Iran die Atombombe besitze, er solle sich zusammenreißen und seinen gesunden Menschenverstand nutzen
Die harschen Anwürfe verurteilte Leo und wies sie ungewöhnlich scharf zurück. Er habe niemanden namentlich genannt, auch und vor allem nicht Trump.
Trump bewies erneut seine Kleingeistigkeit. Wieso überhaupt bezog er Leos Botschaft auf sich? Hätte er nicht einfach die Klappe halten können. O si tacuisses, philosphus mansisses. (Hättest du geschwiegen, wärst du Philosoph geblieben.) Nein schweigen konnte er nicht, er MUSSTE einfach den infantilen Trotzkopf geben. Philosoph wollte er nicht sein, sondern Recht behalten!
Kindsköpfe sind einfach lächerlich, wenn sie aber US-Präsident werden, sind sie gefährlich, brandgefährlich. Südamerika und der Nahe Osten, wissen wovon hier die Rede ist.
Donald Trump ist Präsident der USA und damit einer Mächtigsten in der Welt. Donald Trump ist ein Kindskopf. Damit ist zugleich einer der gefährlichsten Politiker der Welt. Und wehe, jemand sagt etwas gegen ihn.
Ein heimlicher Widersacher ist Papst Leo XIV. In seiner Friedensbotschaft vom Wochenende forderte er: „Schuss mit der Selbstvergötterung! Schluss mit der Zurschaustellung von Macht! Schluss mit dem Krieg!“ Und kritisierte die „Allmachtsphantasien“ der Mächtigen. Namen nannte er nicht.
Aber einer fühlte sich getroffen: Donald Trump, der prompt aufjaulte wie eine geschlagener Hund. Wie ein widerborstiger Schuljunge kofferte er in gewohnter Manier zurück: Der Amerikaner Leo sei nur Papst geworden, weil er gegen Trump auftreten solle. Er solle sich aus der Politik heraushalten. In Bezug auf die Außenpolitik sei Leo „schrecklich“. Er solle dankbar sein, dass er überhaupt Papst geworden ist. Es sei „schrecklich“, dass der Papst die US-Intervention in Venezuela kritisiert habe, Leo sei dafür, dass der Iran die Atombombe besitze, er solle sich zusammenreißen und seinen gesunden Menschenverstand nutzen
Die harschen Anwürfe verurteilte Leo und wies sie ungewöhnlich scharf zurück. Er habe niemanden namentlich genannt, auch und vor allem nicht Trump.
Trump bewies erneut seine Kleingeistigkeit. Wieso überhaupt bezog er Leos Botschaft auf sich? Hätte er nicht einfach die Klappe halten können. O si tacuisses, philosphus mansisses. (Hättest du geschwiegen, wärst du Philosoph geblieben.) Nein schweigen konnte er nicht, er MUSSTE einfach den infantilen Trotzkopf geben. Philosoph wollte er nicht sein, sondern Recht behalten!
Kindsköpfe sind einfach lächerlich, wenn sie aber US-Präsident werden, sind sie gefährlich, brandgefährlich. Südamerika und der Nahe Osten, wissen wovon hier die Rede ist.
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Donnerstag, 2. April 2026
Todesurteil für Demokratie in Israel
jf.bremen, 14:06h
Die Ent-Demokratisierung und Verrohung Israels treibt immer neuen Höhepunkten zu. Konnte man seit Jahren vermuten, Ministerpräsident Netanyahu sei Getriebener seiner rechtsextremen Kabinettskollegen oder der drohenden Verurteilung wegen Korruption, muss jetzt davon ausgegangen werden, dass dieser Prozess von ihm selbst gewollt ist.
Bereits vor 2023 betrieb Netanyahu eine „Justiz-Reform“, die einen schweren Eingriff in das israelische Rechtssystem bezweckte. U.a. sollte die Exekutive gestärkt und die Abwählbarkeit der Regierung unmöglich werden. Netanyahu wollte der Anklage wegen seiner Korruption entgehen.
Das Vorgehen der „Israelischen Verteidigungsarmee“ (IDF) schien zunächst durch den unmenschlichen Überfall der Hamas am 7. Oktober 2023 gerechtfertigt. Es artete aber immer weiter aus zu einem Vernichtungskrieg, bei dem die größten Opfer Frauen und Kinder und andere ZivilistInnen waren.
Als größte Teile Gasas in Schutt lagen, Hunderttausende getötet oder verwundet waren, wandte sich die israelische Regierung einem neuen Opfer zu: Die erste Bombardierung Irans. Es folgte der Angriff auf den Libanon und die zweite Bombardierung des Iran. Es scheint, als sei die Armee außer Rand und Band. Das stimmt vielleicht zu Teilen, tatsächlich stehen Natanyahu und das Kabinett hinter den IDF.
Ein vorläufiger (?) Höherpunkt der Ent-Demokratisierung und Entmenschlichung ist mit der Verabschiedung eines Gesetzes zur Todesstrafe erreicht. Bisher wurde sie zweimal in der Geschichte Israel angewendet: Beim ersten Mal, 1948 während des Unabhängigkeitskriegs, wurde sie widerrechtlich vollstreckt. 1954 wurde sie auf Kriegsverbrechen, Verrat, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingeschränkt. Das war auch die Grundlage für die Exekution von Adolf Eichmann 1962, dem Handlanger des Holocausts. Weitere Todesurteile wurden in lebenslange Haft umgewandelt.
Jetzt soll die Todesstrafe ausschließlich für palästinensische Terroristen möglich sein. Israel meldet sich damit aus den Reihen demokratischer, ziviler Gesellschaften ab. Die Reaktion demokratischer Staaten und der demokratischen Öffentlichkeit ist einhellige Ablehnung.
Es scheint, dass sich die rechtsextremen Kräfte in der israelischen Gesellschaft durchgesetzt haben. Das lässt sich auch daran ablesen, dass 50 % der Israelis das neue Gesetz befürworten!
Begonnen hat der Prozesse der Ent-Demokratisierung mit den über 1 Million Einwanderern aus der zusammengebrochenen Sowjetunion. Diese Neu-Einwanderer hatten keine demokratische, nicht einmal eine jüdische Tradition. Ihre Desorientierung wurde 1999 mit Avigdor Libermann durch die Gründung einer neuen Partei „Unser Haus Israel“ aufgefangen.
Zusammen mit Arje Deri (Shas-Partei), Ben Gvir (Jüdische Stärke) und Belazel Smotrich (Nationalreligiöse Partei) und Netanyahus Jehud-Partei bilden sie eine solide rechtsextreme politische Basis für jede Art von Demokratie-Feindlichkeit. Alle drei, Deri, Gvir und Smotrich sind vorbestraft (s. miniaturen vom 8.1.2023 „Israel: Regierung oder Verbrecher-Syndikat?“). Alle drei bzw. ihre Familien kommen aus undemokratischen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens.
Mit der biblischen Mahnung Shma Israel (Höre Israel) wies schon 1974 Erich Fried auf die verhängnisvolle Entwicklung Israels hin. Der Weckruf bekommt gegenwärtig akute Bedeutung.
Bereits vor 2023 betrieb Netanyahu eine „Justiz-Reform“, die einen schweren Eingriff in das israelische Rechtssystem bezweckte. U.a. sollte die Exekutive gestärkt und die Abwählbarkeit der Regierung unmöglich werden. Netanyahu wollte der Anklage wegen seiner Korruption entgehen.
Das Vorgehen der „Israelischen Verteidigungsarmee“ (IDF) schien zunächst durch den unmenschlichen Überfall der Hamas am 7. Oktober 2023 gerechtfertigt. Es artete aber immer weiter aus zu einem Vernichtungskrieg, bei dem die größten Opfer Frauen und Kinder und andere ZivilistInnen waren.
Als größte Teile Gasas in Schutt lagen, Hunderttausende getötet oder verwundet waren, wandte sich die israelische Regierung einem neuen Opfer zu: Die erste Bombardierung Irans. Es folgte der Angriff auf den Libanon und die zweite Bombardierung des Iran. Es scheint, als sei die Armee außer Rand und Band. Das stimmt vielleicht zu Teilen, tatsächlich stehen Natanyahu und das Kabinett hinter den IDF.
Ein vorläufiger (?) Höherpunkt der Ent-Demokratisierung und Entmenschlichung ist mit der Verabschiedung eines Gesetzes zur Todesstrafe erreicht. Bisher wurde sie zweimal in der Geschichte Israel angewendet: Beim ersten Mal, 1948 während des Unabhängigkeitskriegs, wurde sie widerrechtlich vollstreckt. 1954 wurde sie auf Kriegsverbrechen, Verrat, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingeschränkt. Das war auch die Grundlage für die Exekution von Adolf Eichmann 1962, dem Handlanger des Holocausts. Weitere Todesurteile wurden in lebenslange Haft umgewandelt.
Jetzt soll die Todesstrafe ausschließlich für palästinensische Terroristen möglich sein. Israel meldet sich damit aus den Reihen demokratischer, ziviler Gesellschaften ab. Die Reaktion demokratischer Staaten und der demokratischen Öffentlichkeit ist einhellige Ablehnung.
Es scheint, dass sich die rechtsextremen Kräfte in der israelischen Gesellschaft durchgesetzt haben. Das lässt sich auch daran ablesen, dass 50 % der Israelis das neue Gesetz befürworten!
Begonnen hat der Prozesse der Ent-Demokratisierung mit den über 1 Million Einwanderern aus der zusammengebrochenen Sowjetunion. Diese Neu-Einwanderer hatten keine demokratische, nicht einmal eine jüdische Tradition. Ihre Desorientierung wurde 1999 mit Avigdor Libermann durch die Gründung einer neuen Partei „Unser Haus Israel“ aufgefangen.
Zusammen mit Arje Deri (Shas-Partei), Ben Gvir (Jüdische Stärke) und Belazel Smotrich (Nationalreligiöse Partei) und Netanyahus Jehud-Partei bilden sie eine solide rechtsextreme politische Basis für jede Art von Demokratie-Feindlichkeit. Alle drei, Deri, Gvir und Smotrich sind vorbestraft (s. miniaturen vom 8.1.2023 „Israel: Regierung oder Verbrecher-Syndikat?“). Alle drei bzw. ihre Familien kommen aus undemokratischen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens.
Mit der biblischen Mahnung Shma Israel (Höre Israel) wies schon 1974 Erich Fried auf die verhängnisvolle Entwicklung Israels hin. Der Weckruf bekommt gegenwärtig akute Bedeutung.
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Samstag, 21. März 2026
Israel: Wut macht hässlich
jf.bremen, 18:19h
Der Kopf von Benjamin Netanya wird dem eines Geiers immer ähnlicher. Nur die abstehenden Ohren passen nicht ins Bild. Was hat diese Veränderung bewirkt? Man könnte ihm zugutehalten, es sei der Stress des Regierens seit dem 7. Oktober 2023. Ja, sicher, aber was viel eher stimmt, ist die Grausamkeit mit der die israelische Regierung auf dieses Datum reagiert hat und noch reagiert. Wut macht hässlich.
Nicht nur dass sie die Menschen im Gasa-Streifen für die Untaten der Hamas büßen lässt. Auch die Palästinenser auf der Westbank leiden zunehmend unter der Besatzung und den jüdischen Siedlern, die ungehemmt von den israelischen “Sicherheitskräfte“ agieren.
Damit nicht genug: Die IDF greift ununterbrochen nicht nur den Iran, sondern ebenso den Libanon, den Jemen, Syrien an. Warum diese Wut, dieser Furor? Eine Strategie, ein Ziel sind nicht zu erkennen. Oder doch?
Es liegt der Verdacht nicht fern, dass die Strategie darin besteht, möglichst viel Chaos im Nahen Osten zu stiften, möglichst viele Staaten und Ländern gegeneinander aufzubringen, umso sicherer Israel zum ruhenden Pol zu machen.
Dieses Kalkül wird langfristig nicht aufgehen. Die Zerstörung ganzer Länder – Teile Israels eingeschlossen - wird das Leben auch im eigenen Land unerträglich machen. Die angegriffenen Länder und Völker können dem Druck nicht ausweichen. Sie werden sich, jedenfalls teilweise, zusammenschließen und geballt zurückschlagen.
Und wie wirkt sich die Brutalität von Regierung, Armee und Siedlern auf die israelischen Menschen aus? Werden sie in ihrem Denken und Handeln nicht selber immer brutaler, immer hässlicher? Dafür gibt es bereits Anzeichen, wie die Folterung von Palästinensern in Gefängnissen und deren Veröffentlichung beweisen. (siehe miniaturen 4.12.2025 „Reservisten foltern wie die Profis“)
Nicht nur dass sie die Menschen im Gasa-Streifen für die Untaten der Hamas büßen lässt. Auch die Palästinenser auf der Westbank leiden zunehmend unter der Besatzung und den jüdischen Siedlern, die ungehemmt von den israelischen “Sicherheitskräfte“ agieren.
Damit nicht genug: Die IDF greift ununterbrochen nicht nur den Iran, sondern ebenso den Libanon, den Jemen, Syrien an. Warum diese Wut, dieser Furor? Eine Strategie, ein Ziel sind nicht zu erkennen. Oder doch?
Es liegt der Verdacht nicht fern, dass die Strategie darin besteht, möglichst viel Chaos im Nahen Osten zu stiften, möglichst viele Staaten und Ländern gegeneinander aufzubringen, umso sicherer Israel zum ruhenden Pol zu machen.
Dieses Kalkül wird langfristig nicht aufgehen. Die Zerstörung ganzer Länder – Teile Israels eingeschlossen - wird das Leben auch im eigenen Land unerträglich machen. Die angegriffenen Länder und Völker können dem Druck nicht ausweichen. Sie werden sich, jedenfalls teilweise, zusammenschließen und geballt zurückschlagen.
Und wie wirkt sich die Brutalität von Regierung, Armee und Siedlern auf die israelischen Menschen aus? Werden sie in ihrem Denken und Handeln nicht selber immer brutaler, immer hässlicher? Dafür gibt es bereits Anzeichen, wie die Folterung von Palästinensern in Gefängnissen und deren Veröffentlichung beweisen. (siehe miniaturen 4.12.2025 „Reservisten foltern wie die Profis“)
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Donnerstag, 19. Februar 2026
Linnemann gibt’s den Seinen
jf.bremen, 18:10h
CDU-Generalsekretär Carsten „Bubi“ Linnemann bedient das Wählerklientel von CDU/CSU: Er fordert, dass der Spitzensteuersatz von 68.000 auf 80.000 Euro Jahresbrutto erhöht wird. Das kommt den Besserverdienende zugute. Die Mehrheitsverhältnisse in der Koalition machen es wahrscheinlich, dass etwas in der Art durchkommt.
Fraglich ist das bei den Vorschlägen von Finanzminister Klingbeil. Der besinnt sich auf den Koalitionsvertrag, der Steuerentlastungen zur Mitte der Legislaturperiode (2027) vorsieht. Es war sicher nicht die Absicht der SPD, nur Besserverdiener zu entlasten. Vielmehr sollen Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen kommen. In der SPD wird dagegen diskutiert, z.B. auch den Spitzensteuersatz für höchste Einkommen anzuheben.
Die Linke bringt einen ebenfalls diskussionswürdigen Vorschlag ein, den Grundfreibetrag von 16.800 Euro für schlechter Verdienende anzuheben und so mehr Menschen von der Einkommenssteuer zu befreien.
Fraglich ist das bei den Vorschlägen von Finanzminister Klingbeil. Der besinnt sich auf den Koalitionsvertrag, der Steuerentlastungen zur Mitte der Legislaturperiode (2027) vorsieht. Es war sicher nicht die Absicht der SPD, nur Besserverdiener zu entlasten. Vielmehr sollen Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen kommen. In der SPD wird dagegen diskutiert, z.B. auch den Spitzensteuersatz für höchste Einkommen anzuheben.
Die Linke bringt einen ebenfalls diskussionswürdigen Vorschlag ein, den Grundfreibetrag von 16.800 Euro für schlechter Verdienende anzuheben und so mehr Menschen von der Einkommenssteuer zu befreien.
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Alles illegal und widersinnig
jf.bremen, 17:34h
Der nicht gerade für Verfassungs- und Gesetzestreue bekannte Innenminister Dobrindt (u.a. Stichwort Maut) hat die wahrscheinlich illegalen Zurückweisungen von Asylsuchenden an den deutschen Außengrenzen um ein weiteres halbes Jahr verlängert. Die Grenzkontrollen seien „aus den bisherigen migrations- und sicherheitspolitischen Gründen weiterhin notwendig“. So der Sprecher des Ministeriums ohne jede weitere inhaltliche Begründung. Nicht eingegangen wird auf die verfassungs- und europarechtlichen Einwände.
U.a. erklärte das Berliner Verwaltungsgericht die Zurückweisung von drei somalischen Asylsuchenden für rechtswidrig. Das konnte Herrn Dobrindt nicht irritieren: das seien nicht zu verallgemeinernde Einzelfälle. Seit Mai 2025 dagegen wurden bereits 24.400 Personen, davon etwa 1.200 Asylsuchende an der Einreise gehindert..
Klar ist: Zurückweisungen sind ohne irgendeine Prüfung nicht nur rechtswidrig, sondern inhuman und auch ganz im Gegensatz zu deutschen Interessen. Deutschland braucht Zuwanderung. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass ohne die vielen Immigranten ganze Branchen zusammenbrechen würden – Pflege, Gesundheit, Tourismus, Gastronomie, öffentliche Dienste wie Straßenreinigung, Müllabfuhr und Abfallwirtschaft. Es ist auch wissenschaftlich nachgewiesen, dass die überwiegende Zahl der Immigranten sich gut gesellschaftlich und wirtschaftlich integrieren. Aber Wissenschaft interessiert Dobrindt so wenig wie Recht.
Und es könnte viel besser laufen, wenn Zuwanderer nicht durch bürokratische Hindernisse an Spracherwerb und Arbeitsaufnahme gehindert würden. So werden gerade die Integrationskurse drastisch ausgetrocknet. Solange MigrantInnen diese nicht absolvieren, können sie keine Arbeit aufnehmen. Und bei diesen Mängeln muten Merz und Co. den Einheimischen längere Wochen- und Lebensarbeitszeiten zu. Das nennt man dann zynisch Migrations- und Integrationspolitik.
Man könnte den Politikern, die solches fordern und machen, wünschen, einmal nach einem Unfall oder bei einer ernsthaften Krankheit im Krankenhaus wegen Personalknappheit abgewiesen zu werden. Aber leider passiert das nur weniger prominenten, einflussreichen und betuchten PatientInnen. Goddem, sagt der Amerikaner.
(vgl. div. Artikel in miniaturen, Suchwort „Dobrindt“)
U.a. erklärte das Berliner Verwaltungsgericht die Zurückweisung von drei somalischen Asylsuchenden für rechtswidrig. Das konnte Herrn Dobrindt nicht irritieren: das seien nicht zu verallgemeinernde Einzelfälle. Seit Mai 2025 dagegen wurden bereits 24.400 Personen, davon etwa 1.200 Asylsuchende an der Einreise gehindert..
Klar ist: Zurückweisungen sind ohne irgendeine Prüfung nicht nur rechtswidrig, sondern inhuman und auch ganz im Gegensatz zu deutschen Interessen. Deutschland braucht Zuwanderung. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass ohne die vielen Immigranten ganze Branchen zusammenbrechen würden – Pflege, Gesundheit, Tourismus, Gastronomie, öffentliche Dienste wie Straßenreinigung, Müllabfuhr und Abfallwirtschaft. Es ist auch wissenschaftlich nachgewiesen, dass die überwiegende Zahl der Immigranten sich gut gesellschaftlich und wirtschaftlich integrieren. Aber Wissenschaft interessiert Dobrindt so wenig wie Recht.
Und es könnte viel besser laufen, wenn Zuwanderer nicht durch bürokratische Hindernisse an Spracherwerb und Arbeitsaufnahme gehindert würden. So werden gerade die Integrationskurse drastisch ausgetrocknet. Solange MigrantInnen diese nicht absolvieren, können sie keine Arbeit aufnehmen. Und bei diesen Mängeln muten Merz und Co. den Einheimischen längere Wochen- und Lebensarbeitszeiten zu. Das nennt man dann zynisch Migrations- und Integrationspolitik.
Man könnte den Politikern, die solches fordern und machen, wünschen, einmal nach einem Unfall oder bei einer ernsthaften Krankheit im Krankenhaus wegen Personalknappheit abgewiesen zu werden. Aber leider passiert das nur weniger prominenten, einflussreichen und betuchten PatientInnen. Goddem, sagt der Amerikaner.
(vgl. div. Artikel in miniaturen, Suchwort „Dobrindt“)
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Mittwoch, 11. Februar 2026
Internationale Kommandostruktur
jf.bremen, 15:09h
Der ukrainische Präsident Selensky bereitet Wahlen vor. Das jedenfalls melden verschiedene Medien. Nanu, das kann doch gar nicht sein: Die Ukraine befindet sich im Krieg mit dem Aggressor Russland. Im Krieg sind laut ukrainischer Verfassung Wahlen nicht zulässig. So, wie in vielen anderen Staaten auch.
Die Sache hat eine Vorgeschichte. Der russische Präsident Putin hat mehrfach – in offiziellen Verlautbarungen und im Telefonat mit US-Präsident Trump - darauf hingewiesen, dass die „faschistische Regierung“ der Ukraine deutlich länger im Amt als die die aktuelle Legislatur zulässt. Ein Blick in die ukrainische Verfassung hätte ihn widerlegen können.
Auch Trump scheint die Verfassung nicht zu kennen, denn er übt seit längerem Druck auf Selensky aus, Wahlen abzuhalten. Er hat das wie üblich mit den gewohnten Erpressungsmitteln erreicht. Und nun bereitet dieser eben Wahlen vor.
Das ist der offizielle „Dienstweg“: Putin behauptet und fordert etwas, Trump glaubt ihm, gibt die Forderung an Selensky weiter und der gehorcht. Das nennt sich dann Diplomatie, nationale Souveränität und Demokratie.
Die Sache hat eine Vorgeschichte. Der russische Präsident Putin hat mehrfach – in offiziellen Verlautbarungen und im Telefonat mit US-Präsident Trump - darauf hingewiesen, dass die „faschistische Regierung“ der Ukraine deutlich länger im Amt als die die aktuelle Legislatur zulässt. Ein Blick in die ukrainische Verfassung hätte ihn widerlegen können.
Auch Trump scheint die Verfassung nicht zu kennen, denn er übt seit längerem Druck auf Selensky aus, Wahlen abzuhalten. Er hat das wie üblich mit den gewohnten Erpressungsmitteln erreicht. Und nun bereitet dieser eben Wahlen vor.
Das ist der offizielle „Dienstweg“: Putin behauptet und fordert etwas, Trump glaubt ihm, gibt die Forderung an Selensky weiter und der gehorcht. Das nennt sich dann Diplomatie, nationale Souveränität und Demokratie.
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Mittwoch, 4. Februar 2026
Größenwahn gefährdet die Welt
jf.bremen, 18:02h
Die aktuelle Meldung ist schon ein Skandal: Die renommierte Columbia-University (New York City) hat einem Vergleich mit dem US-Diktator Trump zugstimmt. Trump hatte der Uni wegen „Antisemitismus“ verklagt, weil auf dem Campus Demos gegen den Gasa-Krieg stattgefunden hatten, und hatte der Uni die Bundeszuschüsse gestrichen. Um die Ermittlungen einzustellen, sind dem Milliardär und US-Präsidenten 220 Mio. Dollar zugesprochen worden.
Es ist nicht der einzige Prozess, in dem Trump wegen horrender Summen prozessiert. Spitzenreiter ist bisher sein Vorgehen gegen den britischen TV-Sender BBC. Dort war dem Präsidenten eine TV-Dokumentation über ihn sauer aufgestoßen. Was tun? Nach Trumps Logik: Prozessieren und Geld verdienen. Er klagte vor einem Gericht in Florida (!) auf die Zahlung von 10 Milliarden Dollar (!!) Schadenersatz.
Nicht die Tatsache, dass ein Gericht in Florida vielleicht zugunsten Trumps urteilen kann, ist das Besondere. Denn: Wie wollen Trump oder das Gericht das Urteil gegen einen britischen Sender vollstrecken? Es ist kaum denkbar, dass die öffentlich-rechtliche BBC zahlen wird. Immerhin knickte die BBC ein: der Sender entschuldigte sich bei Trump und der Senderchef und die Nachrichtenchefin traten von ihren Ämtern zurück. Ob die traurige Posse damit ein Ende hat, bleibt bisher unklar.
Das Besondere an der Affäre ist aber etwas anderes: Die exorbitante Höhe der Streitwerte. Trump übertreibt offensichtlich seinen materiellen Wert maßlos. Seine „Ehre“ ist ihm so viel wert, wie der Staatshaushalt von Argentinien. Wenn es ein Symbol für Größenwahn gibt, dann ist das diese Summe.
Ein anderes ist, mit welchem Maß er seine Ehre misst. Generäle messen sie an die Menge ihrer Orden oder eroberten Länder, demokratische Regierungschefs an der Zahl ihrer Wähler, Autoren an ihrer Buchauflage. Trump kennt nur ein Maß: Geld + Geld + Dollar… Das ist sein Maßstab. Er kennt nur „Deals und Dollars“.
Das ist die einzige Richtschnur seines Handelns. Moral, Verlässlichkeit, humane, kulturelle und ethische Werte lassen sich nicht in Dollar messen, gelte ihm also nichts. Daher kann er heute die Freiheit der Ukraine verteidigen wollen, morgen Putin Glauben schenken, die Ukraine sei faschistisch, und übermorgen den Friedensnobelpreis anstreben, indem er Friedenschlüsse auf seinem Konto abbucht, die gar keine sind.
Sehr besorgt ist er um seinen Nachruf: In erster Linie möchte er den Nobelpreis haben. Er habe schon sieben Friedensschlüsse in den ersten Wochen seiner Präsidentschaft vermittelt. Er will das weiße Haus um einen überdimensionierten Ballsaal erweitern. Er will Grönland als größten Landgewinn heimführen. Er will die USA von Millionen Migranten „reinigen“, das Kennedy-Center schleifen, um selbst größer als Robert F. dazustehen. Natürlich hat er den größten Filzer und die fetteste Unterschrift. Was muss der Mann kompensieren? Mindestens seinen grenzdebilen Verstand. Oder sonst was?
Der ganze Budenzauber lenkt von der wirklichen Problemen der Welt ab!
Hitlers Größenwahn hat einen Weltkrieg ausgelöst. Will Trump auch ihn übertreffen?
Es ist nicht der einzige Prozess, in dem Trump wegen horrender Summen prozessiert. Spitzenreiter ist bisher sein Vorgehen gegen den britischen TV-Sender BBC. Dort war dem Präsidenten eine TV-Dokumentation über ihn sauer aufgestoßen. Was tun? Nach Trumps Logik: Prozessieren und Geld verdienen. Er klagte vor einem Gericht in Florida (!) auf die Zahlung von 10 Milliarden Dollar (!!) Schadenersatz.
Nicht die Tatsache, dass ein Gericht in Florida vielleicht zugunsten Trumps urteilen kann, ist das Besondere. Denn: Wie wollen Trump oder das Gericht das Urteil gegen einen britischen Sender vollstrecken? Es ist kaum denkbar, dass die öffentlich-rechtliche BBC zahlen wird. Immerhin knickte die BBC ein: der Sender entschuldigte sich bei Trump und der Senderchef und die Nachrichtenchefin traten von ihren Ämtern zurück. Ob die traurige Posse damit ein Ende hat, bleibt bisher unklar.
Das Besondere an der Affäre ist aber etwas anderes: Die exorbitante Höhe der Streitwerte. Trump übertreibt offensichtlich seinen materiellen Wert maßlos. Seine „Ehre“ ist ihm so viel wert, wie der Staatshaushalt von Argentinien. Wenn es ein Symbol für Größenwahn gibt, dann ist das diese Summe.
Ein anderes ist, mit welchem Maß er seine Ehre misst. Generäle messen sie an die Menge ihrer Orden oder eroberten Länder, demokratische Regierungschefs an der Zahl ihrer Wähler, Autoren an ihrer Buchauflage. Trump kennt nur ein Maß: Geld + Geld + Dollar… Das ist sein Maßstab. Er kennt nur „Deals und Dollars“.
Das ist die einzige Richtschnur seines Handelns. Moral, Verlässlichkeit, humane, kulturelle und ethische Werte lassen sich nicht in Dollar messen, gelte ihm also nichts. Daher kann er heute die Freiheit der Ukraine verteidigen wollen, morgen Putin Glauben schenken, die Ukraine sei faschistisch, und übermorgen den Friedensnobelpreis anstreben, indem er Friedenschlüsse auf seinem Konto abbucht, die gar keine sind.
Sehr besorgt ist er um seinen Nachruf: In erster Linie möchte er den Nobelpreis haben. Er habe schon sieben Friedensschlüsse in den ersten Wochen seiner Präsidentschaft vermittelt. Er will das weiße Haus um einen überdimensionierten Ballsaal erweitern. Er will Grönland als größten Landgewinn heimführen. Er will die USA von Millionen Migranten „reinigen“, das Kennedy-Center schleifen, um selbst größer als Robert F. dazustehen. Natürlich hat er den größten Filzer und die fetteste Unterschrift. Was muss der Mann kompensieren? Mindestens seinen grenzdebilen Verstand. Oder sonst was?
Der ganze Budenzauber lenkt von der wirklichen Problemen der Welt ab!
Hitlers Größenwahn hat einen Weltkrieg ausgelöst. Will Trump auch ihn übertreffen?
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Mittwoch, 28. Januar 2026
Spanien zeigt, wie es geht
jf.bremen, 12:44h
Die in Spanien regierende Linkskoalition aus Sozialisten und Podemos hat gerade beschlossen, 500.000 papierlose Immigranten zu legalisieren. Sie setzt damit ihre erfolgreiche Politik fort, die jährlich 600.000 Einwanderer ermöglicht. Davon profitiert vor allem die Wirtschaft. Die Arbeitslosigkeit geht zurück. Arbeitskräfte werden dringend benötigt, die im Tourismus, der Landwirtschaft, im Baugewerbe und im Handwerk unterkommen. Wirtschaftsexperten bestätigen das aus ihrer Sicht, denn Spaniens Wirtschaft boomt.
Der Wirtschaftsflügel der in Deutschland regierenden CDU fordert zeitgleich die Reduzierung der Teilzeit durch Verbot bzw. Genehmigungspflicht. Argument: Es fehlen Fachkräfte, „wir“, d.h. nicht die CDUler, sondern normale Werktätige arbeiten zu wenig. Ebenfalls gleichzeitig tun Bundeskanzler und Innenminister alles, um Migranten abzuschrecken bzw. auszuweisen, auch die, die in Arbeit sind. Die, die keine Arbeit haben, haben sie nicht freiwillig, sondern u.a. weil sie gesetzlich gehindert werden.
Die Zumutung, dass Teilzeitarbeit genehmigungspflichtig werden soll, widerspricht zunächst mal Art. 11 des Grundgesetzes, nach dem alle Deutschen das Recht haben, Beruf und Arbeitsplatz frei zu wählen. Aber das interessiert zumindest Teile der CDU gar nicht. Vor allem fehlen die Grundlagen für weniger Teilzeitarbeit: fehlende Kindergartenplätze, niedrige Löhne nicht nur für Alleinerziehende, mangelhafte Gesundheitsfürsorge, hohe Mieten, geringe Sozialleistungen, überlastete Schulen…
Die Diffamierung der Teilzeitarbeitenden, sie würden den „lifestyle“ der Arbeit vorziehen, ist nur noch zynisch zu nennen. Wo leben die denn? Nicht in der deutschen Alltagswirklichkeit!
Ist lifetyle, wenn die Mutter morgens in aller Hast ein Kind zur Kita, das andere in die Schule bringt, dann zur Arbeitsstelle eilt, mittags wieder die Kinder zu unterschiedlichen Zeiten abholt, einkauft, kocht, putzt, wäscht, Hausaufgaben beaufsichtigt, Elternabend…? Eine CDUlerin des Wirtschaftsflügels kann sich das gar nicht vorstellen, im Zweifel hat sie eine Haushaltshilfe, ein Kindermädchen, einen Gärtner oder andere dienstbare Geister. Das kann sich eine Frau im Teilzeitjob, auch in Vollzeit natürlich gar nicht leisten.
Ökonomen, Gewerkschaften, Sozialverbände und nicht zuletzt die Opposition halten den Vorschlag für total kontraproduktiv, um nicht zu sagen bekloppt. Der Fachkräftemangel kann so nicht behoben werden. Die deutsche Wirtschaft braucht vor allem mehr Arbeitskräfte. Woher sollen die kommen, außer durch Zuwanderung und mehr Geburten? Die aktuelle Politik tut alles, um beides zu verhindern bzw. MigrantInnen zu vergraulen und abzuschieben.
Spanien beweist nicht erst durch die aktuelle Lösung, sondern besonders durch die kontinuierliche Zuwanderung, dass Immigration die Lösung des Arbeitskräftemangels ist. Immerhin und noch mal: Die spanische Wirtschaft boomt!
Der Wirtschaftsflügel der in Deutschland regierenden CDU fordert zeitgleich die Reduzierung der Teilzeit durch Verbot bzw. Genehmigungspflicht. Argument: Es fehlen Fachkräfte, „wir“, d.h. nicht die CDUler, sondern normale Werktätige arbeiten zu wenig. Ebenfalls gleichzeitig tun Bundeskanzler und Innenminister alles, um Migranten abzuschrecken bzw. auszuweisen, auch die, die in Arbeit sind. Die, die keine Arbeit haben, haben sie nicht freiwillig, sondern u.a. weil sie gesetzlich gehindert werden.
Die Zumutung, dass Teilzeitarbeit genehmigungspflichtig werden soll, widerspricht zunächst mal Art. 11 des Grundgesetzes, nach dem alle Deutschen das Recht haben, Beruf und Arbeitsplatz frei zu wählen. Aber das interessiert zumindest Teile der CDU gar nicht. Vor allem fehlen die Grundlagen für weniger Teilzeitarbeit: fehlende Kindergartenplätze, niedrige Löhne nicht nur für Alleinerziehende, mangelhafte Gesundheitsfürsorge, hohe Mieten, geringe Sozialleistungen, überlastete Schulen…
Die Diffamierung der Teilzeitarbeitenden, sie würden den „lifestyle“ der Arbeit vorziehen, ist nur noch zynisch zu nennen. Wo leben die denn? Nicht in der deutschen Alltagswirklichkeit!
Ist lifetyle, wenn die Mutter morgens in aller Hast ein Kind zur Kita, das andere in die Schule bringt, dann zur Arbeitsstelle eilt, mittags wieder die Kinder zu unterschiedlichen Zeiten abholt, einkauft, kocht, putzt, wäscht, Hausaufgaben beaufsichtigt, Elternabend…? Eine CDUlerin des Wirtschaftsflügels kann sich das gar nicht vorstellen, im Zweifel hat sie eine Haushaltshilfe, ein Kindermädchen, einen Gärtner oder andere dienstbare Geister. Das kann sich eine Frau im Teilzeitjob, auch in Vollzeit natürlich gar nicht leisten.
Ökonomen, Gewerkschaften, Sozialverbände und nicht zuletzt die Opposition halten den Vorschlag für total kontraproduktiv, um nicht zu sagen bekloppt. Der Fachkräftemangel kann so nicht behoben werden. Die deutsche Wirtschaft braucht vor allem mehr Arbeitskräfte. Woher sollen die kommen, außer durch Zuwanderung und mehr Geburten? Die aktuelle Politik tut alles, um beides zu verhindern bzw. MigrantInnen zu vergraulen und abzuschieben.
Spanien beweist nicht erst durch die aktuelle Lösung, sondern besonders durch die kontinuierliche Zuwanderung, dass Immigration die Lösung des Arbeitskräftemangels ist. Immerhin und noch mal: Die spanische Wirtschaft boomt!
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Montag, 26. Januar 2026
Wer oder was ist antisemitisch?
jf.bremen, 12:02h
miniaturen kommentiert regelmäßig die Lage im Nahen Osten, speziell in Israel/Palästina. Ohne dass es konkreten Anlass gibt, ist davon auszugehen, dass Kritisches zu Israel gerne als Antisemitismus diffamiert wird. Nichts liegt mir ferner als das. Im Gegenteil: Ich halte die aktuelle israelische Regierung für antisemitisch, denn sie brutalisiert die Bevölkerung und gefährdet die internationale Anerkennung, gar die Existenz Israels. Hier zwei Zitate aus den Jahren 1972 bis 2008, die diese Ansicht bestätigen.
„Israel – daran ändern auch die Schlagworte radikaler Gruppe nichts – ist der grandiose Versuch, einem Volk von weithin Heimatlosen eine gesicherte Heimat zu verschaffen. Es ist bitter, dass die Geburt dieses Staates den Preis neuer Opfer und neuer Leiden verlangte. Wer wollte das verschweigen? Wer wollte das Elende der palästinensischen Araber verschweigen?“ Das Wiedergutmachungsabkommen zwischen Deutschland und Israel war eine der Leistungen, „die wir als Grundsteine unseres staatlichen Selbstverständnisses betrachten.“
Willy Brandt 1971
„Jede Bundesregierung und jeder Bundeskanzler vor mir waren der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels verpflichtet. Diese historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der Staatsräson meines Landes. - Deutschland tritt entschieden für die Vision von zwei Staaten in sicheren Grenzen und in Frieden ein – für das jüdische Volk in Israel und das palästinensische in Palästina.“
Angela Merkel 2008
Diese beiden Aussagen von BundeskanzlerInnen bedeuten nicht, dass man die israelische Regierung, ihre aktuelle genauso wie jede andere nicht kritisieren darf. Im Sinne beider Aussagen ergibt sich quasi zwangsläufig die Kritik an der aktuellen israelischen Regierung, die vehement die Anerkennung zweier Staaten, des israelischen wie des palästinensischen, ablehnt.
„Israel – daran ändern auch die Schlagworte radikaler Gruppe nichts – ist der grandiose Versuch, einem Volk von weithin Heimatlosen eine gesicherte Heimat zu verschaffen. Es ist bitter, dass die Geburt dieses Staates den Preis neuer Opfer und neuer Leiden verlangte. Wer wollte das verschweigen? Wer wollte das Elende der palästinensischen Araber verschweigen?“ Das Wiedergutmachungsabkommen zwischen Deutschland und Israel war eine der Leistungen, „die wir als Grundsteine unseres staatlichen Selbstverständnisses betrachten.“
Willy Brandt 1971
„Jede Bundesregierung und jeder Bundeskanzler vor mir waren der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels verpflichtet. Diese historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der Staatsräson meines Landes. - Deutschland tritt entschieden für die Vision von zwei Staaten in sicheren Grenzen und in Frieden ein – für das jüdische Volk in Israel und das palästinensische in Palästina.“
Angela Merkel 2008
Diese beiden Aussagen von BundeskanzlerInnen bedeuten nicht, dass man die israelische Regierung, ihre aktuelle genauso wie jede andere nicht kritisieren darf. Im Sinne beider Aussagen ergibt sich quasi zwangsläufig die Kritik an der aktuellen israelischen Regierung, die vehement die Anerkennung zweier Staaten, des israelischen wie des palästinensischen, ablehnt.
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Freitag, 23. Januar 2026
Grüne gegen Freihandel
jf.bremen, 13:06h
Ja, sind die noch zu retten, die Grünen im EU-Parlament? Da wird seit einem Vierteljahrhundert zwischen der EU und südamerikanischen Ländern über ein Freihandelsabkommen verhandelt. Zig Einwendungen von einige EU-Staaten und speziellen Interessengruppen wurden ausgeräumt. Es gab Gutachten und Einzelverhandlungen, die ökonomische und ökologische Bedenken eins nach dem anderen ausräumten. Der EU-Rat beschloss den Vertrag.
Es fehlte „nur“ noch die Abstimmung im EU-Parlament. Und dann? Stimmten die Grünen zusammen mit Rechtsextremen und Nationalisten gegen den Vertrag. Sie stellten die wenigen für die Mehrheit fehlenden Stimmen und, bumms, war der Vertrag gescheitert und soll dem EuGH zur Begutachtung vorgelegt werden.
Nicht nur inhaltlich eine Zumutung! Genauso unpassend ist der Zeitpunkt, zu dem eigentlich die Einheitlichkeit Europas zu beweisen gewesen wäre. Das gibt nicht nur ein ganz schlechtes Bild bei den südamerikanischen Staaten ab, sondern signalisiert Donald Trump in der gegenwärtig brenzligen Lage – Grönland, Ukraine, Gasa -, dass die EU kein ernstzunehmender Partner ist. Dem Kandidaten der Grünen bei der bevorstehenden Landtagswahl in Baden-Württemberg wird damit ein ganz dicker Knüppel zwischen die Beine geworfen.
Und dann mit den Rechtsextremen gemeinsam abstimmen, während in Deutschland die Brandmauer der demokratischen Parteien zur AfD beschworen wird. Ein ganz schlimmes Vorbild, das die EU-Grünen da bieten.
Es fehlte „nur“ noch die Abstimmung im EU-Parlament. Und dann? Stimmten die Grünen zusammen mit Rechtsextremen und Nationalisten gegen den Vertrag. Sie stellten die wenigen für die Mehrheit fehlenden Stimmen und, bumms, war der Vertrag gescheitert und soll dem EuGH zur Begutachtung vorgelegt werden.
Nicht nur inhaltlich eine Zumutung! Genauso unpassend ist der Zeitpunkt, zu dem eigentlich die Einheitlichkeit Europas zu beweisen gewesen wäre. Das gibt nicht nur ein ganz schlechtes Bild bei den südamerikanischen Staaten ab, sondern signalisiert Donald Trump in der gegenwärtig brenzligen Lage – Grönland, Ukraine, Gasa -, dass die EU kein ernstzunehmender Partner ist. Dem Kandidaten der Grünen bei der bevorstehenden Landtagswahl in Baden-Württemberg wird damit ein ganz dicker Knüppel zwischen die Beine geworfen.
Und dann mit den Rechtsextremen gemeinsam abstimmen, während in Deutschland die Brandmauer der demokratischen Parteien zur AfD beschworen wird. Ein ganz schlimmes Vorbild, das die EU-Grünen da bieten.
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