Mittwoch, 8. April 2026
Tod eines Postministers
jf.bremen, 17:40h
Der ehemalige Bundes-Postminister Christian Schwarz-Schilling ist gestorben und bekommt im Fernsehen und der Tagespresse Nachrufe. Kaum Erwähnung finden dabei die eher negativen Aspekte seiner Politiker-Karriere.
Besondere „verdient“ gemacht hat er sich bei der Verkabelung, den privaten Rundfunk- und Fernseh-Sendern und der Privatisierung der Post.
Gegenwärtig werden bundesweit Glaserfaserkabel verlegt. Das hätte schon 1982 beginnen können. Die flächendeckende Versorgung mit Glasfaser-Kabeln, wenn sie denn jetzt endlich kommt, ist auf dem Stand der 80er Jahres des vergangenen Jahrhunderts.
1982 wurde Chr. Schwartz-Schilling (CDU) im Kabinett Kohl Bundesminister für Post und Telekommunikation. Als solcher setzte er die Verkabelung für Telefonie und Fernsehen durch, aber statt der damals modernen Glasfaser setze er auf Kupfer.
Die Glasfasertechnik war bereits damals die Technik der Zukunft. Schwartz-Schillings Entscheidung für Kupferkabel stieß bei Medienleuten im In- und Ausland auf heftige Kritik und Unverständnis.
Warum er das tat? Ganz einfach. Die Fa. „Sonnenschein“ seiner Frau, in der er vorher jahrelang Geschäftsführer war und an der er bis kurz vor seiner Ernennung zum Minister beteiligt war, stellte die notwendigen Kupferkabel her. Auch danach nahm die Fa. mehrmals Einfluss auf die Politik und löste politische Skandale aus.
Parallelen zum aktuellen „Fall“ des Kulturstaatsministers Weimer sind keineswegs zufällig. Dieser Teil von Schwarz-Schillings Biografie wird allenfalls in Nebensätzen erwähnt. Selbst die taz verschweigt ihn, würdigt stattdessen ausführlich seine Tätigkeit auf dem Balkan während und nach dem Krieg. (s. auch miniaturen vom 16.11.2020 „Zukunft gleich Vergangenheit?“ Suchwort: Glasfaser)
Besondere „verdient“ gemacht hat er sich bei der Verkabelung, den privaten Rundfunk- und Fernseh-Sendern und der Privatisierung der Post.
Gegenwärtig werden bundesweit Glaserfaserkabel verlegt. Das hätte schon 1982 beginnen können. Die flächendeckende Versorgung mit Glasfaser-Kabeln, wenn sie denn jetzt endlich kommt, ist auf dem Stand der 80er Jahres des vergangenen Jahrhunderts.
1982 wurde Chr. Schwartz-Schilling (CDU) im Kabinett Kohl Bundesminister für Post und Telekommunikation. Als solcher setzte er die Verkabelung für Telefonie und Fernsehen durch, aber statt der damals modernen Glasfaser setze er auf Kupfer.
Die Glasfasertechnik war bereits damals die Technik der Zukunft. Schwartz-Schillings Entscheidung für Kupferkabel stieß bei Medienleuten im In- und Ausland auf heftige Kritik und Unverständnis.
Warum er das tat? Ganz einfach. Die Fa. „Sonnenschein“ seiner Frau, in der er vorher jahrelang Geschäftsführer war und an der er bis kurz vor seiner Ernennung zum Minister beteiligt war, stellte die notwendigen Kupferkabel her. Auch danach nahm die Fa. mehrmals Einfluss auf die Politik und löste politische Skandale aus.
Parallelen zum aktuellen „Fall“ des Kulturstaatsministers Weimer sind keineswegs zufällig. Dieser Teil von Schwarz-Schillings Biografie wird allenfalls in Nebensätzen erwähnt. Selbst die taz verschweigt ihn, würdigt stattdessen ausführlich seine Tätigkeit auf dem Balkan während und nach dem Krieg. (s. auch miniaturen vom 16.11.2020 „Zukunft gleich Vergangenheit?“ Suchwort: Glasfaser)
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