Montag, 16. März 2026
Die reichsten Twens in Deutschland
Wer sich jüngst eine neue Kloschüssel gekauft hat - sie stammt mit großer Wahrscheinlichkeit von dem Sanitärgroßhandel Cordes & Graefe. Ja und, wirst du dich fragen. Wenn du unter dreißig Jahre alt bist, wird dich vielleicht interessieren, dass einer deiner Altersgenossen, Carl-Anton Kurz, 27 Jahre alt, Erbe eines Vermögens von 1,1 Milliarden US-Dollar ist. Das jedenfalls kann man im US-Magazin FORBES lesen, das jährlich eine Liste der reichsten Menschen der Welt veröffentlicht.

Verglichen mit dem Vermögen von Johannes von Baumbach, 20 Jahre alt, ist das wenig. Er verfügt über 6,6 Milliarden $. Von Baumbach ist Erbe der Fa. Bohringer-Ingelheim. Kennst du nicht, dann hast du nie die Verpackung deiner Medikamente studiert. Ich jedenfalls muss seit Jahren eins dieser Pharma-Unternehmens benutzen und habe damit nicht unwesentlich zum Privatvermögen von Johannes beigetragen.

Die Drogeriekette dm rühmt sich gern seiner fortschrittlichen Geschäftsidee. Kevin David Lehmann, 23 Jahre, ist Erbe eines der Besitzer und hat 4,9 Milliarden US-Dollar auf dem Konto. Auch nicht schlecht. Wer in einer dm-Drogerie ein Stück Seife gekauft hat, hat mit zu dem Vermögen beigetragen.

Wenn sich jetzt andere Twens der Gesellschaftsschicht „Normalbürger“ fragen, warum sie finanziell mit dem Hintern nicht hoch kommen, ist die Antwort: Weil ihr die Besitzer bestimmter Unternehmen mit füttert. Und weil ihr nichts geerbt habt. Tatsächlich haben alle Superreichen aus der Forbes-Liste ihr Vermögen nicht selbst erarbeitet, sondern geerbt.

Das sind nur drei der sechs reichsten Deutschen unter 30 Jahren, die Forbes ermittelt hat. Die anderen drei ersparen wir dem Leser. Die Botschaft dürfte klar sein.

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