Donnerstag, 12. März 2026
Weimer, Kulturstaatsminister, nächster Skandal
Skandale pflastern Weimers Weg (s. miniaturen 05.03.26, „Skandalminister wieder aktiv“). Die Nummer mit den Buchhandlungen wird fortgesetzt. In dem Schreiben an diese wird verkündet: „Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Sie von der unabhängigen Jury nicht für eine Auszeichnung ausgewählt wurden.“

Das ist schlichtweg falsch, eine Lüge. Sofort nach Bekanntwerden der Ablehnung der drei Läden als Preisträger protestierte die Jury unisono gegen Weimers Verbot. Der Sprecher des Kulturbeauftragten – passend im schwarzen Anzug mit schwarzem Schlips – erklärte auf Anfrage den Widerspruch damit, der Brief an die Buchläden sei ein Standardschreiben aus früheren Jahren.

Da macht sich die Behörde nicht mal die Mühe, bei einem einmaligen Vorgang – Ablehnung des Preises aufgrund von nicht spezifizierten Anschuldigungen des Verfassungsschutzes – einen einmaligen Text zu formulieren.

Bei der Gelegenheit wird auch klar, dass die Anfrage der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien beim Geheimdienst ebenfalls ein Routineverfahren ist. Es ist also zu vermuten, dass es andere Fälle gibt oder zu erwarten sind, bei denen der Verfassungsschutz Kulturpolitik macht.

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