Freitag, 26. März 2021
Corona-Tagebuch 94.: Wirtschaft fühlt sich nicht verantwortlich
Chaire, cheure, cheire nipton
Malle spaltet die Geister: Nachdem Mallorca zum Nicht-Risiko-Gebiet erklärt wurde, setzte ein Urlaubsrun der Gutbetuchten auf die Insel ein. Während dessen mussten sich die weniger Verdienenden mit einem Spaziergang im Stadtpark begnügen. Der Ausflug an die See oder in den Harz musste "coronabedingt" ausfallen.

Hotelerie und Gastronomie, die Unterhaltungsbranche und Sportvereine ringen derweil um ihr Überleben. Während dessen produzieren Industrie und Dienstleister ungebremst weiter.

Da fragt man sich: Muss z.B. in Bremen Mercedes unbedingt weiter Luxuskarossen ausspucken, muss Airbus unbedingt Flugzeuge produzieren, müssen die Stahlwerke weiter kochen, muss eine Werft eine Luxusyacht für einen russischen oder arabischen Milliardär bauen, usw.?

Und was tun die genannten Branchen und Betriebe für die Bekämpfung der Pandemie? Konsequent regelmäßig testen? Eher weniger. Die Impfkampagne aktiv unterstützen? Wohl gar nicht. Die AHA+L-Regeln einhalten? Nur mit Mühe und Not, wenn überhaupt. Die massenhaften Infektionen in der Fleischindustrie sprechen eine andere Sprache.

Während unsere Scheinregierung (Kanzlerin + MPs) orientierungslos durch die Krise schlingert, lehnt sich "die Wirtschaft" gelassen zurück und stellt Forderungen an "die Politik".

Wie wäre es, wenn die Wirtschaft ihrer Verantwortung gerecht würde und sich aktiv und massiv an der Seuchenbekämpfung beteiligte? Zu schön, um wahr zu sein.
Bliebt aufrecht und gesund!

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