Donnerstag, 24. Dezember 2020
Corona-Tagebuch 81.: Großmäuler zu Weihnachten
chaire, cheure, cheira nipton
Eigentlich hatte ich mich schon vor Weihnachten verabschiedet. Aber die Nachrichtenlage ließ es nicht zu. Zwei der größten Maulhelden produzierten noch mal Schlagzeilen.

Die fetteste Schlagzeile geht auf „Tolle“ Trumps Konto. Vor einiger Zeit kursierte im Netz ein Video, das ihn im Kindergarten zeigte, wie er sein Spielzeug nicht hergeben und nicht nach Hause wollte. Das metaphorische Video wurde allgemein als zu lang empfunden. In Wirklichkeit dauert die Tragödie noch viel länger. Auf die letzte Meile will er noch Politik machen. Völlig absurd seine Weigerung, ein Gesetz seiner eigenen Regierung zu unterschreiben, nach dem den Familien ein Bonus von 600 $ als Corona-Kompensation zustand. Er, der lange, viel zu lange das Virus geleugnet und Maßnahmen dagegen verweigert hat, will den Bonus nun auf 2.000 $ erhöht wissen. Sonst will er nicht unterschreiben.

Das andere Großmaul B. Scheuer, Bundesverkehrsminister und Stadtrat in Passau hat den MitarbeiterInnen der städtischen Kliniken zur Belohnung für ihren Einsatz während der Epidemie PLÄTZCHEN zukommen lassen! Die Belegschaft hat die „milde Gabe“ zurückgehen lassen! Nun versteht er nicht, dass man die Situation in den Krankenhäusern nur durch höhere Löhne und mehr Personal verbessern kann. Das wäre angemessen, zumal B. Scheuer als Stadtrat dafür sorgen könnte.

Herzlichen Glückwunsch den Pflegern, Ärzten und anderen Beschäftigten zu ihrer angemessenen Reaktion! Plätzchen statt anständiger Arbeit, zynischer geht’s kaum. Aber Scheuer scheint jeden Anstand verloren zu haben, wenn er überhaupt je welchen hatte.
Bliebt aufrecht und gesund!

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