Dienstag, 29. Oktober 2019
Strandgut: Wildern in fremden Revieren
Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, schreibt der GroKo ins Stammbuch: „Die Menschen erwarten ein geschlossenes Auftreten der Koalition.“ Nee, ich eigentlich nicht. Ich fände es gut, wenn die beiden Parteien mehr Profil zeigen würden, um sie wirklich unterscheiden zu könne.

Und wieso überhaupt? Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK), CDU-Vorsitzende und seit neuestem Verteidigungsministerin, hatte mit einem UNABGESPROCHENEN Vorstoß in Sachen Syrien und Türkei in fremdem Revier, nämlich dem des Außenministers Maas gewildert.

Im Inland stieß sie damit bei den Parteien, selbst bei ihrer eigenen, der CDU, vor allem aber international auf Widerstand und völliges Unverständnis. Solange, bis die CDU sich sortierte und der Vorsitzenden pflichtschuldig Schützenhilfe leistete. Und schon entwickelte sich ein munteres Scharmützel zwischen den GroKo-Parteien.

Frau Karliczek hatte es geschafft, den eigentlichen Anlass, nämlich den Übergriff von AKK vergessen zu machen, indem sie die Geschlossenheit der Koalition beschwor. Gerne wurde dabei auch vergessen, dass sie selber mächtig Dreck an der Hacke hat. Gegen den Rat von Fachleuten und Politikern beabsichtigt sie, in ihrem EIGENEN Wahlkreis in NRW ein Akkumulatoren-Forschungsinstitut anzusiedeln, das eigentlich besser nach Ostdeutschland gehörte.

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