Dienstag, 29. Oktober 2019
Kinderpornos und Medienkompetenz
Jetzt ist es so weit: Digital natives - Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene - schauen nicht nur Kinder-Pornos, sondern verbreiten sie laut Bundeskriminalamt (BKA) im Internet auch noch weiter.

Und was meint das BKA, was dagegen zu machen ist? Es fordert von Eltern und Schulen Unterricht in Medienkompetenz. Sehr weise.

Medienpädagogen fordern seit den 90er Jahren mehr Kompetenz im Umgang mit den neuen Medien. Politiker und andere Laien verstanden darunter zu lernen, wie man einen Computer bedient. Das lernten die Kids sehr schnell selbst, schneller als viele Eltern und LehrerInnen. Jetzt können sie es und nutzen es in ihrem Sinn.

Was ist Medienkompetenz? Der verantwortungsvolle Umgang mit Geräten und Internet. Das wäre dann soziale, ethische Kompetenz, und die zu vermitteln, scheitern viele Schulen wie Eltern. Das Starren auf abfragbares Wissen und Schulnoten verhindert immer noch soziales Lernen und die Vermittlung von „soft skills“.

Versagt haben aber auch staatliche Institutionen: solange keine effektive Kontrolle des Internets hinsichtlich verbotener Inhalte erfolgt, werden wir mit den 12-Jährigen leben müssen, die (Kinder-) Pornos konsumieren und teilen.

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