Samstag, 26. Oktober 2019
Flop: Modernisierung der CSU
Ein moderneres Outfit wollten sich MP Söder und die bayrische CSU auf ihrem jüngsten Parteitag verpassen: jünger, weiblicher, digitaler.

Das geriet ihr allerdings zum Flop: Männer kurz vor oder nach dem Rentenalter wetterten vehement gegen eine Frauenquote von 40% in allen Parteigremien bis `runter zum Kreisverband. Ein Grauhaariger ereiferte sich, er könne nicht bei jeder Vorstandswahl mit dem RECHENSCHIEBER nachrechnen, wie viele Frauen zu wählen seien! Frauenquote abgelehnt!



Man hätte auch erwarten können, dass CSU-Funktionäre den Abakus zu Rate gezogen hätten. Aber da hatten sie wohl feststellen müssen, dass Abakus Prozentrechnung nicht zulässt.

Jung, weiblich, digital? Ein halbes Jahrhundert nach der Einführung des Taschenrechners in den allgemeinen Gebrauch wird in Bayern noch mit dem Rechenschieber gerechnet: Erneuter Beweis – das bayrische Schulsystem ist im 19. Jahrhundert stecken geblieben. Auch das in Bayern favorisierte dreigliedrige Schulsystem – Volks- und Mittelschule, Gymnasium - stammt von ca. 1825. Frauenquote? Abgelehnt von alten grauen Männern, an denen die Digitalisierung spurlos vorbeigeht.

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