Freitag, 18. Oktober 2019
Grüne und Ärztekammer gegen Homöopathie
Die Bremer Ärztekammer will die Vergabe homöopathischer Mittel auf Kosten der Krankenkassen verhindern. Zugleich liegt dem Parteitag der Grünen ein Antrag vor, der dasselbe Ziel verfolgt. Langjährige WählerInnen sowie viele Mitglieder der Grünen nehmen das mit äußerster Verwunderung zur Kenntnis. Sie waren bisher davon ausgegangen, dass die Grünen die alternative Medizin ebenso fördern wie andere alternative Methoden.

Viele PatientInnen haben jahrzehntelange positive Erfahrungen mit homöopathischen Behandlungen. Schon die Tatsache, dass homöopathische Ärzte bis zu 80% geringere Kosten für verschreibungspflichtige Medikamente verursachen, wäre ein Argument für die Homöopathie. Dabei ist hervorzuheben, dass dadurch keine negativen medizinischen Nebenwirkungen, dafür bessere Heilungserfolge zu verzeichnen sind. Die Reduktion der Homöopathie in der öffentlichen Meinung auf die Vergabe von Globuli eine unzulässige Vereinfachung. Das homöopathische Prinzip similia similibus gilt auch bei anderen durchaus erfolgreichen Heilmethoden wie Akkupunktur, Osteopathie u.a. Der Vergabe von Globuli lediglich einen Plazebo-Effekt zuzuschreiben zeigt, wie wenig die KritikerInnen der Homöopathie sich mit den Wirkungen homöopathischer Methoden befasst haben. Sie hängen veralteten Ansichten der klinischen Medizin an.

Es besteht die Vermutung, dass die Angriffe auf die Homöopathie vor allem den großen Pharmakonzernen dienen. Die Grünen scheinen sich da zum Handlanger machen zu wollen.
Es besteht der Verdacht, dass diese Heilmethoden die nächsten Ziele für Angriffe sein könnten.

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Grüne ziehen Antrag zurück
Wegen der innerparteilichen Opposition gegen den Antrag, die Homöopathie aus der Finanzierung der Krankenkassen zu nehmen, und wegen Protesten aus der Zivilgesekkschaft, hat der Parteivorstand der Grünen die Debatte zurückgestellt.
Laut Öffentlichkeitsreferent ist der Vorstand ebenfalls gegen den Antrag.
Na bitte, geht doch.

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