Sonntag, 8. Januar 2017
Scherf reumütig?
Ex-Bürgermeister, Ex-Sozialsenator, Ex-Justizsenator (!) Henning Scherf kriecht zu Kreuze. Wenn auch nur in abgelegenen Gefilden. Der Werbe-Zeitung einer Versicherung beichtete er, die Vergabe von Brechmitteln an mutmaßliche Drogendealer sei doch nicht korrekt gewesen.
In den 90ern beschloss der Senat unter Scherfs Ägide den Einsatz von Brechmitteln, obwohl der bereits von deutschen NGOs und internationalen Gremien als FOLTER gebrandmarkt war. Ein Verdächtiger in Bremen starb während der Prozedur. Scherf sah keinen Grund, dagegen zu sein. Noch weiter ging sein Koalitionskollege Röwekamp; er erklärte, wer mit Drogen deale, müsse mit körperlichen Schäden rechnen. Warum dann nicht gleich umbringen?
Es ist noch gar nicht lange her, da rechtfertigt Scherf vor Gericht den Brechmittel-Einsatz. Er deckte damit den Polizeiarzt, der die Prozedur durchgeführt hatte.
Und nun der Rückzieher. Da glaube dem Oma-Knutscher wer will! Ich nicht.
Wahrscheinlich fürchtet der alternde bekennende Christ die himmlische Strafe, nachdem eine weltliche nicht mehr zu erwarten war.

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