Mittwoch, 31. März 2021
Corona-Tagebuch 96.: Was tun?
Es ist inzwischen ein Ritual: Die Kanzlerin lädt die Ministerpräsidenten der Bundesländer zum "Video-Gipfel", dieser tagt zwischen Mittag und Morgengrauen und einigt sich auf den berüchtigten kleinsten gemeinsamen Nenner. Sobald die Kameras off-line sind, macht jedeR. was er/sie will: Lock-Down, Öffnung, Ausgangssperre, Gartenwirtschaften auf und zu, Geschäfte auf und zu (viel mehr fällt den meisten nicht ein).

Die Kanzlerin guckt zunehmend grimmig. Insgeheim träumt sie wohl davon, einfach die GSG 9 in alle widerborstigen Länder zu schicken um aufzuräumen. Aber der Innenminister hat davon abgeraten: Zu unzuverlässig sind die Einheiten der bewaffneten Staatsmacht. Ist doch gerade ein mächtiger Munitionsdiebstahl durch sächsische Polizisten aufgeflogen. Die Sore landete bei einer bekannten Adresse im Raum Nord-West-Mecklenburg.

Damit scheidet diese Möglichkeit aus. Auch ein Rückgriff auf die Bundeswehr (Verfassungsnotstand wegen der innenpolitischen Sicherheitslage) verspricht wenig Erfolg. Die dafür in Frage kommende 2. Kp. des KSK scheidet aus, sie wurde vor geraumer Zeit aufgelöst, um rechtsradikale Massen-Agitation in der Armee zu treiben.

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Corona-Tagebuch 95.: Pandemie und Rassepferde
Wir kennen aus der Geschichte "Kriegsgewinnler" (1918 und 1945). Jetzt gibt es "Pandemie-Gewinnler".

Soloselbständige, KünstlerInnen, KurzarbeiterInnen und Kleingewerbetreibende gehören nicht dazu. Aber Aktionär müsste man sein, das nötige Startkapital vorausgesetzt.

Denn: Mercedes-Benz schüttet für das Corona-Jahr 1 (2020) seinen Aktionären 1,4 Milliarden Euro an Dividenden aus. Das ist um die Hälfte mehr als im Vorjahr! Und das wird nicht verrechnet mit den Staatszuschüssen für den Konzern. Und die Firmen BMW, VW und Adidas planen Ähnliches. Das sind nur die Firmen, die bisher BEKANNT sind.

Die Bremer Werft Lürssen schickte gerade eine Luxus-Yacht - Preis unbekannt, wer danach fragt, kann sich das Schiff sowieso nicht leisten - wurde gerade auf Probefahrt geschickt. Zurückgelassen hat die Yacht 104 Corona-infizierte KollegInnen. Das sind 10% der Belegschaft.

Wie sagte doch seinerzeit ein Frankfurt Banker: "Der Kapitalismus ist ein Rassepferd." Mag sein, aber auch Rassepferde hinterlassen Scheiße.

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