Dienstag, 19. Mai 2020
Schwulenfeindlicher Homo?
Der gegenwärtige Pastor der Bremer Martini-Kirche fiel schon früher durch flotte Sprüche aus der ganz rechten Ecke auf. Jetzt ist sogar die Staatsanwaltschaft hinter ihm her. Mit einer Reihe von schwulenfeindlichen Sprüchen hat er Öffentlichkeit ebenso wie Politiker aufgeschreckt. Vorgeworfen werden ihm Volksverhetzung, Beleidigung, üble Nachrede.

In der Presse ist zu lesen, dass der – evangelische! – Pastor „zölibatär“ lebt. Das in Zusammenschau mit seinen homophoben Äußerungen könnte die Vermutung aufkommen lassen, dass er selbst latent homosexuell ist, was er durch besonders schwulenfeindliches Auftreten zu kompensieren versucht.

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Corona-Tagebuch 26.: Impfpflicht?
Es ist noch keine drei Monate her, dass Gesundheitsminister Spahn die Impfpflicht gegen Masern als Gesetz durchboxte. Kinder ohne Impfpass dürfen seit dem 1. März in keine Schule und in keine Kita oder sonstige Kindergruppe.

Die buntscheckige Schar von Protestlern gegen die Corona-Regeln ficht wacker gegen Mundschutz, Kontaktsperre, Abstand und andere Einschränkungen nach dem Seuchenschutzgesetz. Verschwörungstheoretiker, andere Spinner beschwören Anschläge seitens Bill Gates (zwangsweise Einpflanzung von Chips zur Erreichung der Weltherrschaft) und eine Impfpflicht. Nun ist das gegenwärtig keine Gefahr, weil es gar keinen Impfstoff gibt. Aber so ganz abwegig ist die Befürchtung nicht – siehe Masern-Impfpflicht.

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Corona-Tagebuch 23: Todesursache? Egal!
Gerade komme ich vom Naturkost-Laden mit einer 2-kg-Tüte Rapunzel-Müsli nach Hause, da lese ich in der taz über den Rapunzel-Gründer und –Geschäftsführer, Joseph Wilhelm, dessen Äußerungen zur Corona-Krise: Kontaktbeschränkung, Abstand und Mundschutz lehnt er strikt ab. Und außerdem: „Umso älter Menschen werden, umso weniger bedeutsam ist die Todesursache. Unser Leben ist nun mal endlich.“ Es sei merkwürdig, „dass wir den Tod, dem wir aus welchen Gründen auch immer irgendwann erliegen werden, mit allen Mitteln zu verhindern suchen.“ zitiert die taz Wilhelm aus der Internet-Seite von Rapunzel. Die Firma hat die Seite nach zahlreichen Boykott-Aufrufen inzwischen gelöscht.

Als eine konsequente Frage bietet sich an: Wenn Todursache und Todeszeitpunkt egal sind, warum hängt Wilhelm sich nicht einfach auf?

Wie kann der ernährungsbewusste Zeitgenosse die Produkte von Rapunzel boykottieren? Rapunzel hat eine monopolartige Stellung und ist zu allem Unglück auch noch mit Zwergenwiese liiert. Von der beziehe ich meinen Senf.

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