Mittwoch, 1. April 2020
Corona-Tagebuch 11.: Lesen statt Reisen
Das böse Virus schränkte unsere Bewegungsfreiheit schon arg ein. Nun ja, zum Supermarkt und zur Apotheke dürfen wir noch. Spazierengehen und Joggen – wenigstens in Bremen – auch erlaubt. Aber dann wird’s kritisch. Und wir hören von Leuten, die ihre Reisepläne – auf die Malediven, die Philippinen, oder an den Main – aufgeben mussten.

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Aber virtuell können wir dem Virus ein Schnippchen schlagen: Mein Vorschlag – Reiselektüre. Ja aber was?

Hier eine willkürliche Auswahl, die ich empfehlen kann: Vesper (Die Reise), Seume (Spaziergang nach Syracus), Goethe (Italienische Reise), Die Mann-Geschwister (Das Buch von der Riviera), Hemingway (Die Wahrheit im Morgenlicht), Sartre (Königin Albemarle oder Der letzte Tourist), Tucholsky (Ein Pyrenäenbuch), Schnabel (Die Insel Felsenburg), Twain (Meine Reise um die Welt), alles spannende Bücher, die das Reisen loben.

Es gibt aber ein literarisches Kleinod, das das Da-Bleiben feiert:
In Hamburg lebten zwei Ameisen,
Die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona auf der Chaussee
Da taten ihnen die Beine weh,
Und da verzichteten sie weise
Dann auf den letztenTeil der Reise.
Joachim Ringelnatz

Bleibt aufrecht und gesund!

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Corona-Tagebuch 10.: Söders letztes Mittel gegen das Virus


Der heutige Titel der taz ist echt gelungen. Ich habe noch nachgeguckt, ob das Foto eine Montage ist. Söder fordert Kreuze über allen Krankenbetten. Erst als meine Frau mich auf das heutige Datum aufmerksam machte, kapierte ich - eine Ente! Bezeichnend: Ich hab es nicht nur für möglich, sondern für wahrscheinlich gehalten. Dem Söder ist alles zuzutrauen!
Bleibt aufrecht und gesund!

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