Samstag, 14. März 2020
Erhöhte Rundfunk-Gebühren: Skandal
Das Programm der Öffentlich-Rechtlichen Fernsehsender(ÖR) rechtfertigt vielleicht vieles, aber keine Erhöhung der Pflichtgebühren.

Im Schnitt laufen bei den ÖR wöchentlich 45 Kriminalfilme mit einer Spielzeit von 33 Stunden in der Prime-Time (20 – 24 Uhr). Im Übrigen beherrschen endlose Quizz-Sendungen, genauso endlose Sportübertragungen und Herz-Schmerz-Filme die Abendprogramme.



Bildung und anspruchsvolle Filme finden, wenn überhaupt, zur Geisterstunde statt, wenn Otto Normal bereits schläft, weil er am nächsten Morgen früh zur Arbeit muss. Magazin-Sendungen sind auf kurze Zeiten reduziert worden. Besagter Otto Normalverbraucher zahlt dafür immerhin monatlich 17,50 €. Der Betrag soll nun auch noch erhöht werden. Ein Skandal angesichts der dafür gelieferten Qualität!

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Wenig Mitleid mit Geflüchteten
Als Robert Habeck (Grüne) vor Weihnachten forderte, Deutschland könne und müsse 5.000 Kinder und Jugendliche aus den griechischen Skandallagern Lesbos, Chios und Samos aufnehmen, da wehrte vor allem Bundesinnenminister Seehofer entschieden ab: Deutschland könne nicht Vorreiter sein, dann seien die anderen europäischen Länder nicht mehr verpflichtet, es Deutschland nachzumachen. Außerdem würden dann noch mehr „illegale“ Einwanderer kommen.

Jetzt wurde der Druck zu groß: Eine Drittelminderheit der 27 europäischen Länder einigte sich darauf, 1.600 leidende Kinder und Jugendliche aufzunehmen – und diese auf die „Koalition der Willigen“ zu verteilen. Welch großzügige Geste. Damit würden immerhin ca. 400 Flüchtlinge in Deutschland ankommen – 12 % dessen was Habeck gefordert hatte. Nicht nur notorischen Bösewichter der Wisegrad-Gruppe verweigern sich, sondern auch z.B. Österreich, die skandinavische Länder, Spanien, Niederlande….



Um den Zynismus auf die Spitze zu treiben, beschloss Europa einer begrenzten Zahl von Flüchtlingen an der griechisch-türkischen Grenze je 2.000 € als „Rückkehrprämie“ in ihr „Heimat“-Land zu zahlen. Dieses Geld reicht vielleicht gerade für die Reisekosten, eine Existenz können die Menschen sich damit unmöglich aufbauen.

Langsam schäme ich mich, Deutscher und/oder Europäer zu sein! Unsere vielbeschworenen „Werte“ – Humanität, Hilfsbereitschaft, Gastfreundschaft - werden von den Regierenden mit Füßen getreten. Was soll ich den von mir betreuten Flüchtlingen sagen, wenn sie mich danach fragen?

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