Dienstag, 29. Oktober 2019
Strandgut: Höcke nicht rechtsextrem?
Am Abend der Thüringen-Wahl wurde AfD-Vorstand Gauland, gefragt, ob der rechtextreme Spitzenkandidat Höcke der AfD im Land angesichts seines Erfolgs in Zukunft eine größere Rolle in der Partei spielen werde. Gauland erklärte, Höcke sei nicht rechtsextrem, er stünde „in der Mitte der Partei“. Da fragt man sich, wie dann die Rechtsextremen am Rande der Partei aussehen, was sie denken, und wie sie handeln.
Immerhin fällt Höcke immer wieder durch fremdenfeindliche, rassistische, undemokratische Äußerungen auf. Ein Gericht bescheinigte ihm jüngst, er dürfe getrost „Faschist“ genannt werden.
Am Folgetag ruderte Gauland vor der Hauptstadtpresse in Berlin wie zu erwarten zurück: Er habe gemeint, Höcke stehe mitten drin in der Partei. Also nun doch rechtsextrem?

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Strandgut: Wildern in fremden Revieren
Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, schreibt der GroKo ins Stammbuch: „Die Menschen erwarten ein geschlossenes Auftreten der Koalition.“ Nee, ich eigentlich nicht. Ich fände es gut, wenn die beiden Parteien mehr Profil zeigen würden, um sie wirklich unterscheiden zu könne.

Und wieso überhaupt? Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK), CDU-Vorsitzende und seit neuestem Verteidigungsministerin, hatte mit einem UNABGESPROCHENEN Vorstoß in Sachen Syrien und Türkei in fremdem Revier, nämlich dem des Außenministers Maas gewildert.

Im Inland stieß sie damit bei den Parteien, selbst bei ihrer eigenen, der CDU, vor allem aber international auf Widerstand und völliges Unverständnis. Solange, bis die CDU sich sortierte und der Vorsitzenden pflichtschuldig Schützenhilfe leistete. Und schon entwickelte sich ein munteres Scharmützel zwischen den GroKo-Parteien.

Frau Karliczek hatte es geschafft, den eigentlichen Anlass, nämlich den Übergriff von AKK vergessen zu machen, indem sie die Geschlossenheit der Koalition beschwor. Gerne wurde dabei auch vergessen, dass sie selber mächtig Dreck an der Hacke hat. Gegen den Rat von Fachleuten und Politikern beabsichtigt sie, in ihrem EIGENEN Wahlkreis in NRW ein Akkumulatoren-Forschungsinstitut anzusiedeln, das eigentlich besser nach Ostdeutschland gehörte.

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Kinderpornos und Medienkompetenz
Jetzt ist es so weit: Digital natives - Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene - schauen nicht nur Kinder-Pornos, sondern verbreiten sie laut Bundeskriminalamt (BKA) im Internet auch noch weiter.

Und was meint das BKA, was dagegen zu machen ist? Es fordert von Eltern und Schulen Unterricht in Medienkompetenz. Sehr weise.

Medienpädagogen fordern seit den 90er Jahren mehr Kompetenz im Umgang mit den neuen Medien. Politiker und andere Laien verstanden darunter zu lernen, wie man einen Computer bedient. Das lernten die Kids sehr schnell selbst, schneller als viele Eltern und LehrerInnen. Jetzt können sie es und nutzen es in ihrem Sinn.

Was ist Medienkompetenz? Der verantwortungsvolle Umgang mit Geräten und Internet. Das wäre dann soziale, ethische Kompetenz, und die zu vermitteln, scheitern viele Schulen wie Eltern. Das Starren auf abfragbares Wissen und Schulnoten verhindert immer noch soziales Lernen und die Vermittlung von „soft skills“.

Versagt haben aber auch staatliche Institutionen: solange keine effektive Kontrolle des Internets hinsichtlich verbotener Inhalte erfolgt, werden wir mit den 12-Jährigen leben müssen, die (Kinder-) Pornos konsumieren und teilen.

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